Australian Open: Novak Djokovic schlägt Aslan Karatsev und greift nach neuntem Titel in Melbourne
Novak Djokovic hat Aslan Karatsev im Halbfinale der Australian Open die Grenzen aufgezeigt und mit einem glatten Dreisatzsieg das Finale erreicht. Der an Eins gesetzte Titelverteidiger schlug den Grand-Slam-Debütanten 6:3, 6:4, 6:2 und steht damit zum neunten Mal im Endspiel von Melbourne. Karatsev, nur die 114 der Welt, hatte sich als Qualifikant bis in die Vorschlussrunde gespielt.
Novak Djokovic - Australian Open 2021
Fotocredit: Getty Images
Aslan Karatsev (Russland) konnte Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1) im Halbfinale der Australian Open phasenweise immer wieder ärgern, den großen Favoriten aber nicht ins Wanken bringen.
Nach 1:53 Stunden verwandelte Djokovic, der im Viertelfinale den Deutschen Alexander Zverev ausgeschaltet hatte, seinen ersten Matchball.
Von den Bauchmuskelproblemen, die Djokovic vor allem in der dritten Runde und im Achtelfinale erheblich gebremst hatten, war diesmal wenig zu spüren. Der Serbe schlug im Schnitt mit über 190 km/h auf.
"Ich habe mich großartig gefühlt. Ich hatte keine Schmerzen, das war mein bestes Match bisher. Ich bin begeistert", sagte der Serbe.
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Highlights | Top aufgelegt: Djokovic zeigt Karatsev die Grenzen auf
Quelle: WSC
Becker beeindruckt von Djokovic
"Er hat sich mit allen angelegt, den Zuschauern - seinen Bauchmuskeln, aber er hat sich durchgebissen", analysierte Eurosport-Experte Boris Becker, der Djokovic zwischen 2013 und 2016 bei insgesamt sechs Grand-Slam-Titelgewinnen gecoacht hatte.
"Heute war das perfekte Match. Er hat sehr früh das Kommando übernommen, wollte seinem Gegner gar nicht die Chance geben, daran zu denken, dass es ein weiteres Wunder gibt. Im dritten Satz hat er dann nochmal richtig Gas gegeben. Man hatte das Gefühl, dass er immer, wenn er musste, etwas besser gespielt hat", meinte Becker.
Im Finale trifft Djokovic nun auf Daniil Medvedev (Russland/Nr. 4), der Stefanos Tsitsipas (Griechenland/Nr. 5) glatt in drei Sätzen bezwang.
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Exklusiv: Das sagt Djokovic nach dem neunten Finaleinzug in Melbourne
Quelle: Eurosport
Djokovic will an Nadal und Federer ranrücken
Tsitsipas hatte im Viertelfinale Grand-Slam-Rekordchampion Rafael Nadal aus dem Turnier geworfen. Beide möglichen Djokovic-Gegner haben noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen.
Djokovic dagegen könnte im Finale am Sonntag (9:30 Uhr live bei Eurosport im Free-TV und im Liveticker bei Eurosport.de) seinen 18. Major-Titel einfahren und damit näher an Nadal und Roger Federer (beide 20) heranrücken.
Mit neun Titeln in Melbourne würde er zudem seine Führung in der Bestenliste der Australian Open auf Federer (6) weiter ausbauen. Nur Nadal war es bei den French Open gelungen, ein einzelnes Grand-Slam-Turnier häufiger zu gewinnen (13). In Wimbledon (8) und bei den US Open (5) hält Federer den Rekord der Open Era (seit 1968).
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'I'm not going to hand it over to them' - Djokovic says Next Gen 'have a lot of work to do'
Quelle: Eurosport
Djokovic spielt fast fehlerfreien ersten Satz
Gegen Karatsev legte Djokovic los wie ein Champion, leistete sich im ersten Durchgang nur einen vermeidbaren Fehler und ließ dem Gegner keine Breakchance. Auch in Satz zwei zog Djokovic schnell auf 5:1 davon, ehe der 27 Jahre alte Russe seinen ersten Breakball nutzen konnte und auf 5:4 herankam.
Dreimal ging es im folgenden Aufschlagspiel über Einstand, ehe der 33 Jahre alte Serbe auch den zweiten Durchgang für sich entschieden hatte.
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Monster-Ballwechsel und Nervenschlacht: So holte Djokovic Satz zwei
Quelle: Eurosport
Im dritten Satz erarbeitete sich der Weltranglistenerste abermals eine 2:0-Führung. Karatsev wehrte sich (2:2), wurde aber gleich wieder gebreakt. Der Rest war Formsache für den Favoriten.
"Er hat seine Grenzen aufgezeigt bekommen, aber damit ist er nicht alleine", sagte Eurosport-Experte Becker über Karatsev: "An Djokovic haben sich in Melbourne schon andere Spielern die Zähne ausgebissen. Trotzdem großen Respekt und Glückwunsch von meiner Seite, aber jetzt weitermachen und nicht zurücklehnen. Jetzt geht eigentlich das Tennis los."
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Zwei Asse fürs Finale: Djokovic serviert perfekt zum Matchgewinn
Quelle: Eurosport
Karatsev schreibt auch so Geschichte
Djokovic hat in Melbourne noch kein Finale verloren und war zuvor auch nie im Halbfinale gescheitert.
Karatsev hatte als erster Grand-Slam-Debütant in der Ära des Profitennis (seit 1968) das Halbfinale erreicht. Der 27-Jährige war auch erst der fünfte Qualifikant in einem Major-Halbfinale.
Vor dem schon 27 Jahre alten Karatsev war nur John McEnroe 1977 in Wimbledon, Bob Giltinan 1977 in Melbourne, Filip Dewulf 1997 bei den French Open und Vladimir Voltchkov 2000 in Wimbledon als Qualifikanten der Einzug ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers gelungen.
Djokovic knackt Federer-Rekord - Karatsev klettert
In der neuen Weltrangliste wird der Russe einen Sprung um 72 Plätze nach vorne auf Rang 42 machen.
Durch den Einzug in die Runde der letzten Vier hat Karatsev 850.000 Australische Dollar Preisgeld verdient (661.546 US-Dollar/545.075 Euro) - mehr als bisher in seiner gesamten Karriere (618.354 US-Dollar/509.540 Euro).
Karatsev, dessen Spielerprofil auf der offiziellen Webseite der Australian Open bis zum Achtelfinale nicht einmal ein Porträtfoto aufwies, hatte in den Runden zuvor Diego Schwartzman (Argentinien/Nr. 8), Felix Auger-Aliassime (Kanada/Nr. 20) und Grigor Dimitrov (Bulgarien/Nr. 18) besiegt.
Djokovic wird dagegen am 8. März Federer als Rekordhalter in Sachen Wochen an Spitze der Weltrangliste (310) ablösen.
Halbfinale der Herren:
Finale der Herren:
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(mit SID)
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