Alexander Zverev: Nur noch fünf Siege bis zur Nummer eins - wie der Olympiasieger damit umgeht

Alexander Zverev hat hervorragend in die Australian Open gefunden. Die üblichen Probleme beim Start in ein Grand-Slam-Event hinderten den 24-Jährigen nicht dran, Daniel Altmaier und John Millman in drei Sätzen zu schlagen. Was ob der Aufregung um Novak Djokovic und der Frage nach dem Turnierfavoriten fast vergessen wird: Zverev braucht "nur" noch fünf Siege - und er wäre die Nummer eins der Welt.

Alexander Zverev bei den Australian Open

Fotocredit: Getty Images

Mischa Zverev zögerte keine Sekunde, die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Ich sage es meinem Bruder jeden Tag. Wenn Sascha morgens wach wird, sage ich ihm, dass er die Nummer eins wird", betonte der 34-Jährige im Exklusiv-Interview mit Eurosport.
War natürlich ein Scherz - allerdings einer mit realistischem Hintergrund.
Gewinnt Alexander Zverev die Australian Open, klettert er von Platz drei im ATP-Ranking auf eins. Nicht gleich nach Ende des Turniers, aber mit zweiwöchiger Verzögerung Mitte Februar. Dann nämlich verliert Novak Djokovic seine 2000 Melbourne-Punkte aus dem Vorjahr.
Zverev, der in der vergangenen Saison mit seiner Viertelfinalteilnahme 360 Punkte geholt hatte, würde mit dem Titel entsprechend 1640 Punkte hinzugewinnen und deren 3640 auf Djokovic gutmachen, der nach zweimaliger Annullierung seines Visums in diesem Jahr nicht antreten darf.
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Aufschläge nach Mitternacht: Zverev schiebt Sonderschichten

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Zverev über Nummer eins: "Tausend mathematische Spielereien"

Der aktuelle Rückstand im Ranking beträgt 3045 Punkte. Die 965 Zähler, die der Hamburger aktuell hinter dem Weltranglistenzweiten Daniil Medvedev liegt, hätte er ebenfalls mehr als wettgemacht.
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Zverev exklusiv: Diese Fehler muss ich noch abstellen

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"Es gibt tausend mathematische Spielereien, aber es ist noch nicht die Zeit, daran zu denken", erklärte
. Das wird er wohl auch jetzt nicht tun, wo der Weg an die Spitze sich vor ihm auftut.
Nur: Wie geht Zverev damit um, möglicherweise bald der beste Tennisspieler der Welt zu sein?

Mischa Zverev: Wir reden nicht wirklich darüber"

Klar ist, dass das Thema nun Tag für Tag näherkommt. "Er weiß es, wir wissen es. Wir reden aber nicht wirklich darüber, denn es ist noch ein weiter Weg, überhaupt die zweite Woche zu erreichen", stapelte Mischa Zverev tief.
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2. Runde: Keine "Millmania!" Zverev gibt den Partycrasher - Highlights

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Der Ältere der beiden Zverevs kümmert sich seit geraumer Zeit hauptberuflich um die Belange seines Bruders. Vor dem Zweitrundenmatch gegen Millman stand er als Hitting Partner zur Verfügung. Große Veränderungen müsse man nicht mehr vornehmen, so Mischa. "Wir fokussieren uns auf die kleinen Dinge." Da gehe es mal um die Rückhand, mal um den zweiten Aufschlag, der ihn gegen Millman im Stich gelassen hatte.
Die Insider-Informationen von Mischa Zverev zeigen: Das Setting passt, der Bruder macht aktuell auf dem Court sehr viel richtig. Als der Olympiasieger auf die Qualitäten seines Drittrundengegners Radu Albot angesprochen wurde, konnte man ein wenig den Eindruck gewinnen, dass er ein wenig suchen musste. Der Moldauer leiste sich "nicht allzu viele Fehler", befand Zverev. "Das Spiel wird aber eher auf meinem Schläger liegen."

Zverevs Weg: Albot, Shapovalov und dann Nadal?

Hält der Favorit sein Niveau, wäre alles andere als ein weiterer Sieg in drei Sätzen eine Überraschung. Die Fähigkeit, Spieler mit deutlich niedrigeren Weltranglistenpositionen mühelos in Schach zu halten, hat Zverev im so erfolgreichen Jahr 2021 entscheidend weiterentwickelt. Kraftraubende Fünfsatz-Begegnungen in der ersten Woche eines Major-Wettbewerbs kommen kaum noch vor.
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Mit Netzkante! Zverev gewinnt Monsterrally zum Break

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Der Schlüssel, um auch in Woche zwei frisch genug zu sein, um Topgegner zu bezwingen. Und die warten ab dem Achtelfinale, wo es höchstwahrscheinlich zum Duell mit Denis Shapovalov kommen wird. Im Viertelfinale winkt dann ein Showdown mit Rafael Nadal.
Das dürfte dem 24-Jährigen allerdings keine schlaflosen Nächte bereiten, gilt er doch inzwischen in nahezu allen Partien als Favorit, ob gegen Shapovalov oder Nadal. Zverev weiß das genau - auch wenn ihm sein Bruder Mischa das nicht jeden Morgen sagt.
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Becker lobt Zverev: "Im richtigen Moment die richtigen Bälle"

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