Stefanos Tsitsipas nach Undercover-Aktion von Eva Asderaki-Moore: "Sie achten immer nur auf meine Box"

Stefanos Tsitsipas steht regelmäßig in der Kritik. Der Vorwurf: unerlaubtes Coaching durch seinen Vater Apostolos Tsitsipas von der Tribüne. Bei der Halbfinal-Niederlage des Griechen bei den Australian Open gegen Daniil Medvedev wurde deshalb mit Eva Asderaki-Moore eine Topschiedsrichterin in die Ecke der Tsitsipas-Box geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Tsitsipas fühlt sich als Opfer.

Eva Asderaki-Moore

Fotocredit: Getty Images

Es war eine Szene wie aus einem Agentenfilm.
Eva Asderaki-Moore, Top-Referee aus Griechenland, platzierte sich in der Rod Laver Arena in einem Tunnel unter der Box von Stefanos Tsitsipas. Die Mission: Lauschen, ob Apostolos Tsitsipas seinen Sohn coacht. Das wäre ein Regelbruch und würde Sanktionen nach sich ziehen.
So kam es auch. Stuhlschiedsrichter Jaume Capistol sprach im vierten Satz ein Warning wegen unerlaubten Coachings gegen den Weltranglistenvierten aus.
Zuvor hatte Gegner Daniil Medvedev für einen Skandal gesorgt, nach dem er den Unparteiischen übel beleidigte und anbrüllte, weil der bis dato nicht gegen das vermeintliche Coaching vorgegangen war. Die Stimmung in der Arena war auf dem Siedepunkt.
"Stefanos Tsitsipas wird seit Jahren von seinem Vater gecoacht, das ist kein Geheimnis", erklärte Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport.

Tsitsipas wehrt sich: "Schon lange ein Opfer"

Tsitsipas selbst sieht die Sache freilich ganz anders. "Ich glaube nicht, dass die Schiedsrichter jemals verstehen werden, dass ich nichts hören kann, wenn ich spiele", erklärte der 23-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 6:7 (5:7), 6:4, 4:6 und 1:6 gegen Medvedev.
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Halbfinale: Medvedev tobt und stoppt Tsitsipas - Highlights

Quelle: Eurosport

Die Schiedsrichter hätten es schon lange auf ihn abgesehen. "Ich habe das Gefühl, sie achten immer nur auf meine Box und nie auf die Box des Gegners. Ich habe das Gefühl, dass ich schon lange ein Opfer dessen bin", betonte Tsitsipas.
Was seinen Vater Apostolos angeht, ließ Tsitsipas wissen. "Wenn es hoch hergeht, dann ist es seine Medizin, zu sprechen - das kannst du nicht stoppen. Das liegt in seiner Natur." Was den Schluss nahelegt, dass das Thema auch bei den kommenden Grand-Slam-Events aufploppt.
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Quelle: Eurosport

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