Australian Open 2023: Azarenka nach zehn Jahren wieder im Melbourne-Halbfinale - Sieg gegen Pegula

Victoria Azarenka hat bei den Australian Open Jessica Pegula im Viertelfinale bezwungen und erstmals seit 2020 wieder ein Grand-Slam-Halbfinale erreicht. Die 33-jährige Belarussin schlug die fünf Jahre jüngere US-Amerikanerin klar 6:4, 6:1 und steht damit in Melbourne nach zehn Jahren erneut in der Runde der letzten Vier. Azarenka hatte 2012 und 2013 die Australian Open gewonnen.

Viertelfinale: Azarenka gewinnt Freundinnen-Duell - Highlights

Quelle: Eurosport

Victoria Azarenka (Nr. 24) spielte über die gesamte Spielzeit von 97 Minuten hinweg druckvoller und präziser als ihre gute Freundin und besiegte Jessica Pegula (USA/Nr. 3) deshalb auch klar sowie verdient.
"Es tut weh, sie zu schlagen", meinte die Belarussin, zeigte sich mit ihrem Spiel jedoch hochzufrieden: "Ich bin stolz, dass ich meinen Matchplan so gut umgesetzt habe. Es ist fantastisch, wieder in einem Grand-Slam-Halbfinale zu stehen."
Sie habe Pegula aus ihrer Komfortzone locken können, bestätigte sie bei Eurosport: "Das war wichtig, sonst hätte ich keine Chance gehabt. Ich war einfach bereit." 2020 stand Azarenka letztmals in einem Major-Halbfinale, damals hatte sie bei den US Open das Finale erreicht (6:1, 3:6, 3:6 gegen Naomi Osaka).
Pegula erreichte derweil zum fünften Mal ein Grand-Slam-Viertelfinale und verlor zum fünften Mal. Bei den Australian Open hatte sie auch 2021 und 2022 in der Runde der letzten Acht die Segel streichen müssen.

Pegula auf verlorenem Posten

Gegen Pegula servierte Azarenka stark und ließ nur vier Breakchancen (zwei genutzt) zu. Insgesamt machte die 33-Jährige 20 Punkte mehr als die US-Amerikanerin (75:54), die überhaupt nicht zurecht kam.
"Sie hat an einer wichtigen Stelle nicht das abrufen können, was sie bis dato gezeigt hat. Sie wird sehr enttäuscht sein", meinte Eurosport-Expertin Barbara Rittner.
Ganz anders Azarenka. "Wer das Turnier schon zweimal gewonnen hat, geht einfach mit einem guten Gefühl in so ein Viertelfinale", meinte Eurosport-Experte Boris Becker: "Das hat man gesehen: Azarenka war klar in ihrer Spielweise. Sie war von sich überzeugt und hat der US-Amerikanerin überhaupt keine Chance gelassen."
Im Halbfinale trifft Azarenka nun auf die Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina (Kasachstan/Nr. 22), die den Sturmlauf der früheren French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko (Lettland/Nr. 17) beendete. "Sie hat ein tolles Match gespielt und darf auch fürs Halbfinale zuversichtlich sein", meinte Rittner.

Azarenka vermisst Sohn und Hund

Azarenka bekannte nach dem Viertelfinale, dass sie 2022 kein gutes Jahr hatte. "Letztes Jahr war ich mental nicht gut drauf, ich habe mit vielen Beklemmungen und mit Ängsten zu kämpfen gehabt. Das war sehr schwierig für mich. Ich habe viel an meinem Mindset gearbeitet", erklärte sie.
In der Rod Laver Arena vor eben jenem Rod Laver und anderen Prominenten aufgeschlagen zu haben, sei "nervenaufreibend" gewesen. Sie wolle auf großer Bühne immer das Beste zeigen, fuhr sie fort und dachte dabei auch an ihren Sohn Leo (6), für den sie in Melbourne oft Trikots und Shirts von Paris Saint-Germain trägt - dem Lieblingsklub des Filius'.
Dieser sei nicht ganz so angetan vom Tennis, verriet sie: "Leo ist es ziemlich egal, dass ich hier spiele. Er kümmert sich eher um seinen Fußball. Er hätte lieber, dass seine Mama zuhause ist. Es dauert nur noch ein paar Tage."
Sie vermisse ihren Sohn, fügte sie an: "Und ich vermisse auch meinen Hund, der heute Geburtstag hat. Ich habe ja jetzt zwei 'Kinder' ..."
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Azarenka im PSG-Trikot: Tennis-Star vermisst Sohn und Hund

Quelle: Eurosport

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(mit SID)
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