Australian Open 2024: Alexander Zverev von altem Problem eingeholt - Deutsche Nummer eins legt Stotterstart hin
Alexander Zverev hat mit einiger Mühe seine Titel-Mission bei den Australian Open gestartet. Der Olympiasieger aus Hamburg bezwang Dominik Koepfer im deutschen Duell 4:6, 6:3, 7:6 (7:2), 6:3. Dabei wurde er jedoch einmal mehr von einem alten Problem eingeholt. Obwohl der 26-Jährige am Dienstag letztlich mit einem blauen Auge davonkam, gilt es nun, an ein paar Stellschrauben zu drehen.
Becker erklärt: Das war der Schlüssel zum Sieg für Zverev
Quelle: Eurosport
Anstatt eines lauten Jubelschreis, wie es sich für einen Löwen (in Anlehnung an seinen Spitznamen) gebührt, konnte sich Zverev am späten Dienstagabend in Melbourne lediglich ein gequältes Lächeln abringen.
Der Olympiasieger hat dem Fehlstart in seine Auftaktpartie bei den Australian Open gegen Landsmann Dominik Koepfer getrotzt und letztlich einen hart erkämpften Auftaktsieg gefeiert. Spielerisch überzeugen konnte Zverev dabei jedoch nur selten.
"Man muss sagen, dass ich ein paar Klassen schlechter als in Sydney gespielt habe", zeigte sich der 26-Jährige im anschließenden Interview bei Eurosport selbstkritisch und spielte damit auf seine herausragenden Leistungen zu Jahresbeginn beim United Cup an, mit denen er das deutsche Team zum Titelgewinn geführt hatte.
"Das war absolut nicht mein bestes Spiel. Ich bin - wie man das von mir kennt - kein guter Erstrundenspieler bei einem Grand Slam und habe nur selten ein gutes erstes Match gespielt. Von daher war es ein ganz normaler Start", versuchte der Hamburger seine Startschwierigkeiten in Down Under mit einem breiten Grinsen zu überspielen.
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Zverev ehrlich im Eurosport-Interview: "War ein bisschen verloren"
Quelle: Eurosport
Zverev mit nächsten Stotterstart in ein Grand Slam
Wissentlich, dass Zverev bereits in der jüngeren Vergangenheit bei Major-Turnieren in den frühen Runden viele Körner lassen musste, was ihm auf seinen Titel-Missionen häufig zum Verhängnis wurde, äußerte Eurosport-Experte Boris Becker im Vorfeld der Partie eine spezielle Bitte.
"Ich würde mir wünschen, dass er die Matches manchmal leichter gewinnt, damit er mehr Kraft für die zweite Woche hat", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger. Diesem Wunsch kam Zverev am Dienstagmorgen deutscher Zeit jedoch nicht nach.
Stattdessen leistete er sich im Duell mit Koepfer zunächst zu viele leichte Fehler. Speziell seine Vorhand ließ ihn am Dienstag komplett im Stich: Gerade einmal zwölf Winner generierte Zverev auf jener Seite - bei 41 Vorhand-Fehlern ohne Not. Insgesamt unterliefen ihm in seiner Auftaktpartie satte 58 Unforced Errors (Koepfer 53).
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Zverev selbstkritisch: "Ein paar Klassen schlechter als in Sydney“
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Aufschlag rettet Zverev gegen Koepfer
"Ich hatte heute wenig Rhythmus, wenig Gefühl auf der Saite. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, mein Schläger wäre viel zu hart. Ich war ein bisschen verloren", räumte die Nummer sechs der Setzliste im Interview mit Becker und Matthias Stach ein.
Der Australian-Open-Halbfinalist des Jahres 2020 kam erst zu Beginn des zweiten Satzes etwas besser ins Spiel und schlug nach frühem Satzrückstand zurück. Der Schlüsselmoment der Partie spielte sich dann zum Ende des dritten Satzes ab, als Zverev zunächst zwei Satzbälle abwehrte und den Durchgang letztlich noch im Tiebreak für sich entschied. Koepfers Widerstand war daraufhin gebrochen.
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1. Runde: Zverev kämpft Koepfer nieder - Highlights
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Dass Zverev das Match doch noch komplett zu seinen Gunsten drehte, hatte er nicht zuletzt seinem starken Service zu verdanken. "Der Aufschlag war die Basis und der Grund, warum er heute gewonnen hat", bilanzierte Becker. "In den entscheidenden Phasen war er dann auch mit seinem Aufschlag sehr dominant. Das hat ihn dann durch das ganze Match getragen", pflichtete Philipp Kohlschreiber seinem Experten-Kollegen bei.
Am Ende standen für den 1,98-Meter-Schlacks 19 Asse sowie 78 Prozent gewonnene Punkte bei erstem Aufschlag zu Buche.
Zverev: "Muss ein paar Dinge verändern"
Zahlen, auf die Zverev im Hinblick auf den weiteren Turnierverlauf aufbauen kann - genau wie auf seine wirkungsvollen Netzangriffe (33 von 39 Punkte am Netz gewonnen).
"Wenn ich sein Vater oder sein Bruder wäre, würde ich ihm das über sein Bett hängen und ihm morgen sagen: 'Ich glaube, du gewinnst mehr, wenn du häufiger ans Netz gehst'", gab Becker dem Trainerteam des Mitfavoriten einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg.
Dass Zverev sein Spiel hinsichtlich seiner Zweitrundenpartie am Donnerstag gegen den slowakischen Qualifikanten Lukas Klein auf die nächste Stufe heben muss, ist Zverev durchaus bewusst. "Ich muss ein paar Dinge verändern und viel, viel besser machen, dann werde ich hoffentlich besser spielen", zeigte sich der deutsche Hoffnungsträger vorsichtig optimistisch.
Sollte es ihm gelingen, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, werden die Fans in Down Under schon bald wieder das Jubelgebrüll des Tennis-Löwen zu hören bekommen.
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Rally über 28 Schläge: Zverev und Koepfer drehen auf
Quelle: Eurosport
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Rückhand mit Risiko: Zverev wehrt Breakball spektakulär ab
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