Australian Open - Novak Djokovic nennt Grund für Kopie von Sheltons Jubel-Geste bei US Open und erhebt Vorwürfe
Novak Djokovic hatte in den vergangenen Monaten allen Grund zum Jubeln. Eine Siegerpose, die den Tennis-Fans besonders im Gedächtnis geblieben sein dürfte, war die "Telefon-Auflegen"-Geste, die der Serbe nach seinem Sieg im Halbfinale der US Open 2023 von seinem Gegner Ben Shelton imitierte. Im Vorfeld der Australian Open begründete Djokovic jene Aktion und erhob Vorwürfe gegen den US-Amerikaner.
1. Runde: Djokovic muss gegen Qualifikant beißen - Highlights
Quelle: Eurosport
Neben dem Titelgewinn des Serben in Flushing Meadows dürfte den Tennis-Fans weltweit von den US Open 2023 wohl keine Szene derart im Gedächtnis geblieben sein, wie Djokovics Jubel nach seinem Halbfinalsieg gegen Lokalmatador Ben Shelton.
Der 24-malige Grand-Slam-Champion imitierte nach seinem 6:3, 6:2, 7:6 (7:4)-Erfolg die "Telefon-Auflegen"-Geste, die sein Gegner eine Runde zuvor nach seinem Sieg gegen Landsmann Frances Tiafoe gemacht hatte.
Auf die Frage, ob Djokovic den US-Amerikaner mit seiner eigenen Jubel-Pose verspotten wollte, entgegnete er damals auf der Pressekonferenz nach dem Match: "Ich liebe einfach Bens Jubelgeste. Ich dachte, dass sie sehr originell ist und habe ihn kopiert. Ich habe seinen Jubel gestohlen", scherzte er.
Nun, rund vier Monate später, hat Djokovic im Rahmen der Australian Open jedoch verraten, dass weit mehr hinter seiner Aktion steckte.
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Ben Shelton (l.) und Novak Djokovic
Fotocredit: Eurosport
Djokovic erhebt Vorwürfe gegen Shelton
"Dies ist meine Reaktion auf eine Provokation, die von der anderen Seite kam, es war eine Reaktion gegen ihn", erklärte der Serbe vor seinem Auftaktmatch (6:2, 6:7 [5:7], 6:3, 6:4) in Melbourne gegen Youngster Dino Prizmic aus Kroatien gegenüber "L'Équipe" und behauptete weiter: "Er hat sich auf dem Platz und vor dem Match weder korrekt noch respektvoll verhalten."
Worauf Djokovic mit seiner Anschuldigung konkret anspielte, blieb unklar.
Die Reaktionen auf seinen Jubel-"Diebstahl" fielen damals jedoch völlig unterschiedlich aus. Während sich Shelton geehrt fühlte ("Nachahmung die aufrichtigste Form der Schmeichelei"), übte sein Vater Kritik an der Aktion des Serben. "Es war Spott. Und dass das von so einem großen Champion kommt, ist sehr schade", so Bryan Shelton bei "GQ Sports".
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Djokovic schwärmt von Prizmic: "Möchte in seiner Box sitzen"
Quelle: Eurosport
Djokovic: "Wenn sich irgendjemand unsportlich verhält, dann reagiere ich"
Der Grand-Slam-Rekordchampion selbst beteuerte dagegen im "L'Équipe"-Interview noch einmal, dass die Provokation nicht von ihm ausgegangen sei.
"Ich werde mich nie über jemanden lustig machen, wenn er nicht zuerst etwas tut. Jedes Mal, wenn ich verliere, umarme ich meinen Gegner, gratuliere ihm, respektiere ihn und sein Team", beteuerte der Djoker: "Wenn sich aber jemand unsportlich verhält, dann reagiere ich."
Das nächste Duell der beiden Topspieler verspricht damit jede Menge Brisanz - und ein baldiges Wiedersehen ist durchaus im Bereich des Möglichen. Djokovic könnte in Melbourne bereits im Achtelfinale auf den US-Boy treffen.
Zunächst einmal muss Shelton jedoch seine Auftakthürde meistern. Der 20-Jährige trifft in Runde eins auf den Spanier Roberto Bautista Agut.
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Tolle Geste: Djokovic fordert Applaus für Youngster Prizmic
Quelle: Eurosport
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