Australian Open 2025 - Laura Siegemund stoppt Olympiasiegerin Zheng Qinwen, Tatjana Maria und Jule Niemeier chancenlos

Laura Siegemund schlug die Hände vors Gesicht, dann sank sie mit ungläubigem Blick zu Boden: Die Weltranglisten-97. hat für eine der größten Überraschungen bei den Australian Open 2025 in Melbourne gesorgt und den Erfolgslauf der deutschen Tennisfrauen fortgesetzt. In der zweiten Runde schlug Siegemund die chinesische Olympiasiegerin Zheng Qinwen mit 7:6 (7:3), 6:3.

2. Runde: Siegemund stoppt die Olympiasiegerin - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich würde sagen, es ist eine große Sensation, hier die Finalistin des Vorjahres auf diese Art und Weise zu schlagen", erklärte die ehemalige Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport.
Sie sei "so glücklich, so stolz", freute sich Laura Siegemund im Eurosport-Interview über ihren Coup.
"Ich habe mir gesagt: 'Spiel einfach drauf los, sei aggressiv und spiele all die Sachen, an denen du gearbeitet hast - vor allem, wenn du unter Druck bist. Lass nicht nach, wenn du dir einen Vorsprung erspielt hast.' Bis auf ein paar wenige Hänger habe ich das so gemacht. Da bin ich stolz drauf", führte die 36-Jährige aus.
Siegemund verwandelte nach 2:16 Stunden ihren zweiten Matchball und zog zum dritten Mal in ihrer Karriere in die dritte Runde von Melbourne ein.
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Siegemund exklusiv zum Melbourne-Coup: "Bin so stolz"

Quelle: Eurosport

Dort trifft die Schwäbin auf Anastasia Pavlyuchenkova, die ihre russische Landsfrau Anastasia Potapova mit 7:6 (7:2), 2:6, 6:2 schlug.

Siegemund: "Ich hatte nichts zu verlieren"

"Ich wusste, dass ich mehr als mein bestes Tennis spielen muss. Ich hatte nichts zu verlieren", sagte Siegemund: "Sie ist eine der besten Spielerinnen, aber ich weiß, dass ich gut spielen kann, und wollte mir das beweisen."
Siegemund lieferte der Vorjahresfinalistin von Beginn an einen starken Kampf.
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Tennis - Open Australie - Day 4 : Siegemund defeats the olympic gold medal Zheng

Quelle: Eurosport

Vor den Augen von Bundestrainer Torben Beltz spielte die Metzingerin auch in einem hochklassigen Tie Break groß auf und krallte sich nach 80 intensiven Minuten den ersten Satz.

Zheng hadert, Siegemund bleibt cool

Auch im zweiten Durchgang war Siegemund voll auf der Höhe und holte sich zwei frühe Breaks.
Die Weltranglistenfünfte Zheng wurde zunehmend nervös, haderte mit dem Schiedsrichter und produzierte mehrere Doppelfehler.
Die eigentliche Doppelexpertin Siegemund (Siegerin der US Open 2020) ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
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Rittner bewertet Siegemund-Sensation: "Mehr Risiko als normal"

Quelle: Eurosport

"Dass in dieser Aggressivität die Taktik so aufgeht, hat man nicht allzu oft. Heute ging Laura mehr Risiko als normalerweise, vor allem mit der Vorhand. Es war rundum ein Sahnetag für sie", bilanzierte Eurosport-Expertin Rittner.

Becker lobt Siegemund: "Emotional sehr geschickt"

"Das hatte ich so nicht erwartet. Ihre Erfolge im Mixed und Doppel helfen ihr aber, sie ist das Spiel auf diesen großen Plätzen gewohnt", sagte Boris Becker bei Eurosport.
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Becker lobt Siegemund: "Emotional sehr geschickt gemacht"

Quelle: Eurosport

"Jetzt ist der Weg frei, denn Zheng war ja an Position fünf gesetzt. Emotional hat Laura das sehr geschickt gemacht und mit ihrem unorthodoxen Spiel die Chinesin aus der Fassung gebracht", ergänzte der zweimalige Australian-Open-Champion.

Maria auf verlorenem Posten

Tatjana Maria war hingegen beim 2:6, 2:6 gegen die Dänin Clara Tauson von Anfang an chancenlos.
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Maria v Tauson - Australian Open highlights

Quelle: Eurosport

Die 37-Jährige aus Bad Saulgau schaffte es damit auch im zwölften Anlauf nicht, in die dritte Runde von Melbourne einzuziehen. Maria verpasste durch die Niederlage ein Duell mit der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka aus Belarus.

Niemeier unterliegt Kostyuk klar

Jule Niemeier fand gegen die gesetzte Ukrainerin Marta Kostyuk überhaupt nicht zu ihrem Spiel.
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Niemeier v Kostyuk - Australian Open highlights

Quelle: Eurosport

Nach dem überzeugenden Auftaktsieg musste sich die Dortmunderin diesmal klar mit 3:6, 0:6 geschlagen geben.
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Auch Eva Lys hatten in einer aus deutscher Sicht perfekten ersten Runde ihr Auftaktspiel gewonnen.
Lys profitierte dabei als "Lucky Loser" der Qualifikation von einer spontanen Aufgabe von Anna Kalinskaja und schlug praktisch ohne Vorbereitung Kimberly Birrell aus Australien - sie trifft in der zweiten Runde auf Varvara Gracheva (Frankreich).
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(mit SID)
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2. Runde: Sabalenka nimmt die zweite Hürde - Highlights

Quelle: Eurosport


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