Nick Kyrgios droht Jannik Sinner wegen Doping-Affäre: "Dann werfe ich jeden Respekt zum Fenster raus"

Nick Kyrgios kann die (vorläufige) Entscheidung, dass Jannik Sinner trotz zweier Positivtests auf die verbotene Substanz Clostebol nicht gesperrt wird, nicht verstehen. Daran ließ der Australier nie einen Zweifel. Nun hat Kyrgios im Podcast "Nothing Major" schärfere Töne in der Causa angeschlagen. Sollte er bei den Australian Open auf den Italiener treffen, werde er für "absoluten Aufruhr" sorgen.

Good Trouble with Nick Kyrgios: Why it's so hard to 'get an edge' in tennis

Quelle: Eurosport

Man ist fast geneigt, dem Tennissport kein Duell zwischen Jannik Sinner und Nick Kyrgios bei den Australian Open (ab 12. Januar live im TV bei Eurosport 1 und bei discovery+) zu wünschen.
Es könnten nämlich unschöne Bilder entstehen, wenn man den Ankündigungen von Kyrgios Glauben schenken mag. "Wenn ich gegen ihn spielen würde, dann würde ich jede Person in der Menge dazu bringen, sich gegen ihn zu stellen", betonte der Wimbledonfinalist von 2022.
"Jeglichen Respekt", so Kyrgios, werde er dann "zum Fenster hinauswerfen" und "alles tun, um zu gewinnen". Das klingt nicht wirklich gut, wenn man die bisherigen Verfehlungen des 29-Jährigen auf dem Tennisplatz ins Kalkül zieht. Er wolle unbedingt gegen Sinner antreten in Melbourne, schob Kyrgios nach.
Trotz seiner martialischen Aussagen in Richtung der Nummer eins der Weltrangliste handele es sich um "nichts Persönliches" gegen Sinner. Es sei eben nur so, dass er selbst bei keinem Dopingtest durchgefallen sei.

Kyrgios fordert zwei Jahre Sperre für Sinner

Das kann der amtierende Australian-Open-Champion aus Südtirol freilich nicht von sich behaupten. Sinner wurde im März 2023 zweimal positiv auf das verbotene Steroid Clostebol getestet.
Im August, kurz vor den US Open, drang die Information an die Öffentlichkeit. Das Sinner-Lager machte eine Kontamination durch einen Teamphysio für die positiven Proben verantwortlich, was dem Shootingstar letztlich eine Sperre ersparte.
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Highlights: Sinner-Sause! Italiener erfüllt sich Traum vom Heimsieg

Quelle: SNTV

Kyrgios war nicht der Einzige, der mit der Erklärung wenig anfangen konnte. "Du wirst zweimal auf eine verbotene Substanz getestet, du solltest für zwei Jahre gesperrt werden. Die Leistung wurde gesteigert", polterte der Australier.

Wilander reagiert auf Kyrgios und erinnert an Duell mit Tsitsipas

Rechtfertigt das die verbalen Attacken auf Sinner? Nein, sagt der französische Ex-Profi Nicolas Mahut im Gespräch mit Eurosport. "Ich mag solche Aussagen nicht. Nick hat ein Recht auf seine Meinung zu Sinners positivem Test, kann denken, was er will. Aber die Situation so eskalieren zu lassen ... Jannik hat nie jemanden respektlos behandelt, er ist die Nummer eins der Welt. Es gibt also keinen Grund dafür", findet der ehemalige Weltranglistenerste im Doppel.
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Sinner über Berufung in Doping-Affäre: "Es ist nicht einfach"

Quelle: Perform

Ein wenig anders bewertet Tennis-Legende Mats Wilander die Situation. Kyrgios sei "besonderes, wenn es darum geht, das Publikum zu unterhalten", sagt der Eurosport-Experte und zieht den Vergleich zu einem anderen Vorfall: "Erinnert ihr euch an das Match gegen Stefanos Tsitsipas in Wimbledon? Nick hat Stefanos und das Publikum mit nahezu allem beworfen, was er hatte - und es entstand Chaos. Was passierte am Ende? Kyrgios hat das Match gewonnen."

Psychospielchen von Kyrgios? Sinner droht andere Gefahr

Gut möglich, dass Kyrgios' Angriffe auf Sinner teils Psychospielchen sind - doch der 23-jährige Branchenprimus muss auch eine reale Gefahr fürchten.
Da die Weltantidoping-Agentur vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne gezogen ist, könnte Sinner in der Saison 2025 doch noch mit einer Sperre belegt werden. Kyrgios wäre es jedenfalls recht ...
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Davis Cup : Sinner guides Italy to Davis Cup glory against Netherlands ( SNTV )

Quelle: Eurosport


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