Australian Open: Jannik Sinner baut mit Sieg gegen Ben Shelton Monster-Serie aus und fordert Alexander Zverev im Finale

Titelverteidiger Jannik Sinner steht erneut im Finale der Australian Open. Der Weltranglistenerste aus Italien bezwang Ben Shelton (USA) im Halbfinale mit 7:6 (7:2), 6:2, 6:2 und trifft nun im Endspiel am Sonntag auf Alexander Zverev. Der Hamburger hatte sein insgesamt drittes Grand-Slam-Finale nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Novak Djokovic nach gewonnenem ersten Satz (7:6) erreicht.

Halbfinale: Sinner wackelt gegen Shelton nur kurz - Highlights

Quelle: Eurosport

Allerdings legte Sinner im Duell mit dem hochtalentierten US-Amerikaner einen Fehlstart hin und kassierte gleich im allerersten Aufschlagspiel das Break.
"Er bewegt sich wirklich hervorragend und will den Druck hochhalten", lobte Eurosport-Expertin Barbara Rittner den zu Beginn furios aufspielenden Shelton.
Die Nummer eins der Welt zeigte sich davon jedoch weitestgehend unbeeindruckt, holte sich wenig später umgehend das Rebreak und ging erstmals in Front (3:2).
Nach einem etwas wackligen Start wirkte Sinner nun deutlich konzentrierter und stabiler bei eigenem Aufschlag. Bis zum elften Spiel, als der mutig aufspielende Shelton den Südtiroler zur 6:5-Führung erneut breakte.
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Fehlstart für Sinner: Shelton schafft Break mit tollem Passierball

Quelle: Eurosport

Sinner mit nahezu perfektem Tiebreak

Die Entscheidung in diesem Durchgang war dies jedoch nicht, da Shelton es trotz zweier Satzbälle bei eigenem Aufschlag nicht schaffte, den Satz unter Dach und Fach zu bringen.
"Das ist ein bisschen wild. Shelton hat jetzt ein wenig die Nerven verloren und packt jetzt die Brechstange aus", analysierte Rittner.
Die Folge war ein Rebreak Sinners, der auch im anschließenden Tiebreak seine ganze Klasse zeigte. Der Titelverteidiger holte sich mit einem nahezu perfekten Tiebreak (7:2) doch noch die 1:0-Satzführung.
"Er hat keine falsche Entscheidung mehr getroffen und keine unnötigen Fehler gemacht", brachte es Rittner auf den Punkt.
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"Allererste Sahne": Shelton schließt Mega-Rally mit tollem Stop ab

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Shelton zahlt Lehrgeld im Tiebreak

Ganz anders dagegen Shelton, der sich insgesamt in Satz eins gleich 27 (!) Unforced Errors (Sinner zwölf) leistete. "Er hat im Tiebreak etwas Lehrgeld gezahlt", bilanzierte Rittner und betonte: "Er ist der aktivere Spieler, macht mehr Punkte, aber auch mehr Fehler."
Erschwerend kam hinzu, dass Shelton im ersten Durchgang lediglich 27 Prozent freie Punkte verbuchte - im bisherigen Turnierverlauf waren es noch 42 Prozent gewesen.
Sinner nutzte die Schwächen seines Gegners eiskalt, blieb nun voll am Drücker und holte sich zu Beginn des zweiten Satzes das Doppel-Break zur schnellen 4:0-Führung.
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Erst Vorhand-Peitsche, dann Traum-Stop: Shelton dreht richtig auf

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Sinner bleibt am Drücker

"Von der Grundlinie wird Sinner immer sicherer und schenkt gar nichts mehr her", zeigte sich auch Rittner beeindruckt.
Fast folgerichtig stellte der zweimalige Grand-Slam-Champion wenig später auf 2:0 in den Sätzen (6:2). "Er ist der klügere Spieler. Shelton hat dagegen seine variable Spielweise ein wenig verloren", sagte Rittner.
Ein Blick auf die Statistiken belegte dies: Beide Spieler verbuchten sechs Winner in Satz zwei, allerdings leistete sich Sinner gleich zehn vermeidbare Fehler weniger (sechs gegenüber 16) als der US-Amerikaner.
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Mit all seiner Klasse: Sinner bezwingt Shelton

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Sinner macht kurzen Prozess

Obwohl sich Shelton trotz des Rückstandes noch lange nicht aufgegeben hatte und mit seiner emotionalen Art und Weise immer wieder versuchte, sich zu pushen, suchte Sinner nun die vorzeitige Entscheidung.
Dies lag auch daran, dass der 23-Jährige beim Stand von 3:2 aus seiner Sicht anfing zu humpeln und sich immer wieder an die Rückseite des linken Oberschenkels fasste. "Er will sich nichts anmerken lassen", sagte Rittner.
Trotz seiner körperlichen Probleme machte Sinner nun kurzen Prozess, breakte Shelton gleich zweimal hintereinander und machte wenig später den Finaleinzug perfekt (6:2).
"Es war ein sehr harter erster Satz. Wir haben beide besser returnt als wir aufgeschlagen haben. Deshalb bin ich sehr glücklich wie das Spiel geendet ist, der Support der Fans war super. Jetzt bin ich glücklich wieder im Finale zu sein", sagte Sinner im On-Court-Interview.
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Angeschlagener Sinner: "Bin froh, dass es nach drei Sätzen vorbei war"

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Sinner im Traumfinale gegen Zverev

Bezüglich seiner körperlichen Probleme gab er im Anschluss leichte Entwarnung: "Ich hatte leichte Krämpfe, aber es war keine Verletzung. Er hatte auch leichte Krämpfe und deswegen wollte ich ihn viel laufen lassen und Druck machen."
Es war der 13. Sieg in Folge für Sinner in Melbourne und der 20. in Serie auf der ATP-Tour. Seine letzte Niederlage datiert vom September des Vorjahres, als er sich im Endspiel von Peking Carlos Alcaraz geschlagen geben musste.
Im Finale der Australian Open am Sonntag (09:30 Uhr live auf Eurosport und discovery+) bekommt es der Weltranglistenerste nun mit Alexander Zverev zu tun.
Die deutsche Nummer eins hatte zuvor das Endspiel nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Novak Djokovic nach gewonnenem ersten Satz (7:6) erreicht.
"Wir hatten sehr enge Matches in der Vergangenheit. Alles kann passieren und die Anspannung wird sehr hoch sein", sagte Sinner: "Aber ich bin sehr glücklich damit, dass ich mich wieder in diese Position gebracht habe."
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"Daran hat er hart gearbeitet": Becker analysiert Sinners Aufschlag

Quelle: Eurosport


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