Australian Open 2025 - Novak Djokovic müht sich in Melbourne in Runde zwei: Was hat der Rekordsieger noch im Tank?

Novak Djokovic hat sich bei seinem Auftaktmatch der Australian Open nach anfänglichen Problemen in die 2. Runde gekämpft. Gegen den frech aufspielenden Youngster Nishesh Basavareddy legte der Serbe nach Satzrückstand einen Gang zu und siegte letztlich souverän. Doch trotz starker Aufschlagleistung und mentaler Stärke bleibt die Frage: Reicht seine aktuelle Form, um den Titel in Melbourne zu holen?

1. Runde: Djokovic stellt frechen Youngster kalt - Highlights

Quelle: Eurosport

Novak Djokovic brüllte seine ganze Erleichterung heraus.
Fast 90 Minuten lang mühte sich der serbische Grand-Slam-Rekordchampion mit dem frech aufspielenden US-Youngster Nishesh Basavareddy ab, ehe ihm endlich sein erstes Break gelang. Es war der Wendepunkt in einer bis dahin äußerst komplizierten Erstrundenpartie für den großen Favoriten.
"Ich bin nicht gut in die Partie gekommen und war im ersten Satz etwas zu passiv. Er hat teilweise exzellent agiert und war für eineinhalb Sätze der bessere Spieler", gab Djokovic nach seinem 4:6, 6:3, 6:4, 6:2-Sieg vor den Augen seines neuen Coaches Andy Murray unumwunden zu.
"Ich hab ihn bis drei, vier Tage vorher noch nie spielen gesehen. Das sind immer gefährliche Matches gegen Gegner, die nichts zu verlieren haben. Er ist ein kompletter Spieler und hat mich positiv überrascht. Wir werden noch einiges von ihm sehen", setzte der Serbe seine Lobeshymne fort.
Djokovic selbst werden die Fans in Melbourne bereits am Donnerstag wieder zu sehen bekommen. Doch trotz seines Auftaktsiegs bleibt unklar, in welcher Form er sich tatsächlich befindet.
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Djokovic zollt Gegner Respekt: "Werden noch einiges von ihm sehen"

Quelle: Eurosport

Becker: "Der ideale Test für Djokovic"

"Es war die erste Runde nach einer langen Winterpause für ihn und der erste von sieben möglichen Schritten. Man wusste nicht so recht, wo er sportlich steht", sagte Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport.
Tatsächlich hatte Djokovic vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nur ein Match auf Tour-Ebene bestritten. Beim ATP-Turnier in Brisbane scheiterte er jedoch bereits im Viertelfinale am US-Amerikaner Reilly Opelka.
"Es war der ideale Test für ihn, um in das Turnier reinzukommen. Der Anfang war gut, aber ist natürlich noch ausbaufähig", ergänzte Becker.
Gerade die Vorhand bereitete Djokovic zu Beginn der Partie Probleme. In den ersten beiden Durchgängen unterliefen ihm damit gleich elf Unforced Errors - in den Sätzen drei und vier waren es dann zusammen nur noch fünf.
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Grandiose Szene: Basavareddy spielt Djokovic aus

Quelle: Eurosport

Becker lobt Djokovic: "Aufschlag war herausragend"

Wirklich überraschend kamen Djokovics Anlaufschwierigkeiten für Becker jedoch nicht.
"Die erste Runde bei einem Grand Slam ist für alle Spieler schwierig - auch für Djokovic. Er ist ein Turnierspieler, er muss sich reinspielen in seine Form - unabhängig vom Gegner", betonte der sechsmalige Grand-Slam-Champion.
Umso wichtiger war es daher, dass Djokovic nach dem verlorenen ersten Satz geistig bei sich blieb und auf konstantem Niveau weitermachte, wie Becker lobend anmerkte.
Gemeinsam mit seinen Servicequalitäten war dies letztlich einer der Schlüssel zum Erfolg. "Sein Aufschlag war heute mit 23 Assen und nur zwei Doppelfehlern herausragend - das kann sich sehen lassen", schwärmte Becker von seinem ehemaligen Schützling.

Australian-Open-Titel? Wilander glaubt an Djokovic

Das sah auch Mats Wilander so, der zudem die körperliche Verfassung des 37-Jährigen hervorhob. "Er sich gut bewegt und wirkte nie wirklich bedroht oder müde", zeigte sich der Eurosport-Experte beeindruckt.
Doch reicht dies, um die Topfavoriten um Carlos Alcaraz und Titelverteidiger Jannik Sinner, der Djokovic im Halbfinale des Vorjahres entzaubert hatte, in die Knie zu zwingen?
"Er kann das Turnier definitiv gewinnen", äußerte sich Wilander zuversichtlich. "Es ist aber gefährlich, den ersten Satz gegen andere große Spieler zu verlieren. Er muss am Anfang etwas fokussierter sein", mahnte der Australian-Open-Sieger von 1983, 1984 und 1988.
Allerdings sei es gegen einen Gegner, den man noch nie gespielt hat, nicht einfach, so Wilander. "Insgesamt sieht er aber gut aus", ergänzte er.
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Brillant am Netz: Basavareddy trumpft gegen Djokovic auf

Quelle: Eurosport

Becker mahnt: "Er muss sich noch ein wenig steigern"

Daran ändern auch die leichten Startschwierigkeiten des zehnmaligen Australian-Open-Champions, der mit seinem 429. Grand-Slam-Match den Rekord von Roger Federer egalisierte, nichts.
"Für jemanden wie ihn ist es nicht so wichtig, perfekt zu spielen, sondern einfach zu gewinnen, ohne zu lange auf dem Platz zu stehen", erklärte Wilander.
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Djokovic: "Am Ende habe ich das Match stark beendet, was mental wichtig für den weiteren Turnierverlauf ist."
Aufgrund seiner vergleichsweise hohen Setzlistennummer sieben droht dem Serben jedoch schon früh ein echter Brocken.
So könnte in der dritten Runde der formstarke Tscheche Tomas Machac oder eine Neuauflage des Duells von Brisbane mit Opelka warten. "Er muss sich daher noch ein wenig steigern", mahnte Becker.
Zunächst einmal bekommt er es in Runde zwei mit Jaime Faria zu tun. Der Portugiese wird die gegenwärtige Form des Djokers erneut auf die Probe stellen.
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Djokovic verzweifelt an Frage zu Murray: "Das ist mir peinlich"

Quelle: Eurosport


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