Australian Open 2025 in Melbourne - Novak Djokovics Verletzung gibt Rätsel auf: Erinnerungen an 2023 werden wach

Novak Djokovic hatte im ersten Satz des Viertelfinal-Krachers gegen Carlos Alcaraz mit körperlichen Problemen zu kämpfen und musste sich behandeln lassen. Wer dachte, der Serbe würde in der Folge einbrechen, sah sich getäuscht. Mal wieder. Djokovic gewann drei Sätze in Serie und zog ins Halbfinale ein. Nach dem Match klärte der Djoker über seine Verletzung auf - und weckte dabei Erinnerungen.

Wie fit ist Djokovic wirklich? Mischa Zverev gibt Einschätzung ab

Quelle: Eurosport

Tennis-Legende John McEnroe hatte offensichtlich eine Vorahnung.
Als Novak Djokovic in Richtung Katakomben humpelte, um sich behandeln zu lassen, warnte McEnroe die Zuschauer bei "ESPN" mit folgenden Worten: "Lasst Euch nicht täuschen. Wir haben diese Nummer schon öfter gesehen."
Tatsächlich sahen sich diejenigen, die Djokovic aufgrund der sichtlichen physischen Probleme abgeschrieben hatten, einmal mehr eines Besseren belehrt.
Der Serbe, der den ersten Satz des Viertelfinals gegen Carlos Alcaraz verloren hatte, kam mit bandagiertem linken Oberschenkel zurück auf den Court, vor allem aber zurück ins Spiel.

Djokovic überrumpelt Alcaraz

Die Frage, die sich im Nachgang aufgrund der enormen Leistungssteigerung Djokovics unweigerlich stellte: Hatte die medizinische Pause auch einen taktischen Hintergrund, hatte der Djoker seinem Gegenüber mit einem simplen Psychospiel ein Schnippchen geschlagen?
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Novak Djkokovic hatte gegen Carlos Alcaraz mit Problemen zu kämpfen

Fotocredit: Getty Images

Alcaraz lavierte auf der Pressekonferenz ein wenig herum, der Spanier gab den Diplomaten. "Ich will nicht sagen, dass er eine Show abgezogen hat", sagte er: "Jeder hat gesehen, dass er im zweiten Satz zu kämpfen hatte. Im dritten und vierten Satz hat er gezeigt, dass er wirklich gut ist."

"Habe mich besser und besser gefühlt"

Djokovic sagte mit Blick auf seine Zwangspause: "Der Phyiso hat mich verbunden, ich habe ein paar Schmerztabletten genommen. Das hat geholfen." Demnach hätten die Medikamente nach rund 20 Minuten ihre Wirkung entfaltet.
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Djokovic exklusiv zum Viertelfinale: "Alcaraz bringt immer sein A-Game"

Quelle: Eurosport

Der 37-Jährige weiter: "Ich habe mich mit fortlaufender Spieldauer besser und besser gefühlt. Vor allem am Ende des zweiten Satzes und während des gesamten dritten Satzes konnte ich mich bestens bewegen."
Doch wie ist es denn wirklich um seine körperliche Verfassung bestellt? Djokovic selbst zog Parallelen zu seiner Oberschenkelverletzung, die ihm bei den Australian Open vor zwei Jahren zu schaffen gemacht hatte.

Djokovic zieht Parallelen zu 2023

"Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber es ist vergleichbar mit 2023", gab Djokovic zu verstehen. Seinerzeit schleppte er sich von Match zu Match, während seiner Drittrundenpartie gegen Grigor Dimitrov ließ er sich mehrfach auf dem Platz nieder, gewann aber dennoch souverän in drei Sätzen.
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Vor zwei Jahren ging Novak Djokovic gegen Grigor Dimitrov mehrfach zu Boden

Fotocredit: Getty Images

Eurosport-Experte Boris Becker sagte damals: "Manchmal hat man den Eindruck, dass er blufft, manchmal hat man den Eindruck, er kann das Match nicht beenden. Es ist irgendwie zwischen Himmel und Hölle." Für den Gegner sei es "schwierig, sich darauf einzustellen".
Alcaraz dürfte Beckers Analyse seit Dienstag unterschreiben. Am Ende krönte sich Djokovic 2023 zum Champion - und nährte somit die Zweifel an der Schwere der Verletzung.
Auch diesmal gibt der Grand-Slam-Rekordsieger Rätsel auf. "Jetzt geht es darum, dass ich mich erhole", erklärte Djokovic, der es im Halbfinale mit Alexander Zverev (Freitag live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei discovery+) zu tun bekommt. Er schob nach: "Ich bin etwas besorgt, was die Physis betrifft. Aber wenn ich es irgendwie schaffe, körperlich auf der Höhe zu sein, dann bin ich so motiviert, wie man nur sein kann."

Zverev-Lager ist gewarnt

Im Zverev-Lager wird man derlei Ausführungen zwar zur Kenntnis nehmen, aber nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Djokovic ist mit allen Wassern gewaschen. Insbesondere, wenn ihm ein Finalticket winkt, wird er - trotz aller Komplikationen - sämtliche Kräfte mobilisieren.
"Wir haben schon ein paar Scherze in der Umkleide gehört, dass er noch besser und noch gefährlicher ist, wenn er verletzt ist", sagte Zverev-Bruder Mischa im exklusiven Gespräch mit Eurosport: "Er nimmt gegen Carlos ein Medical Timeout, verlässt den Platz und gewinnt danach drei Sätze in Serie."
Man will sich eben unter keinen Umständen täuschen lassen.
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Viertelfinale: Djokovic dreht Match gegen Alcaraz - Highlights

Quelle: Eurosport


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