Australian Open: Alexander Zverev fordert Carlos Alcaraz im Halbfinale - bringt er die Nummer eins der Welt zu Fall?
Alexander Zverev wollte zwar nicht vom besten Tennis seiner Laufbahn sprechen, das famose Viertelfinale gegen Learner Tien aber lässt den Schluss zu: Es könnte sogar klappen mit einem Sieg gegen Carlos Alcaraz. Die Nummer eins der Welt ist Zverevs Gegner am Freitag und steht noch zwischen dem Hamburger und dem Endspiel. Alcaraz erinnerte indes an die "Generalprobe", obwohl die für Zverev spricht.
Becker blickt auf Zverev vs. Alcaraz: Das ist die entscheidende Frage
Quelle: Eurosport
Carlos Alcaraz stand in der Rod Laver Arena und sinnierte im On-Court-Interview über die Stärke seines nächsten Gegners. Er habe mit Alexander Zverev vor den Australian Open "ein Training mit ihm absolviert. Das Niveau war wirklich sehr, sehr hoch", berichtete der 22-Jährige. Das Ergebnis der Session? 7:6 für Zverev. Im Training hat er das Rätsel schon gelöst, wie der Branchenprimus zu Fall zu bringen ist.
Sicher, das ist kein echter Gradmesser für das Halbfinale am Freitag (ab 4:30 Uhr MEZ live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max), aber doch ein kleiner Push fürs Selbstvertrauen. Zumal Alcaraz die blendende Form seines Herausforderers neidlos anerkennt.
"Ich habe seine Spiele während des Turniers verfolgt, und ich muss sagen, dass mich sein bisheriges Spielniveau beeindruckt hat", so der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger. Ob Aufschlag, Aggressivität oder das Spiel von der Grundlinie - er erwarte nichts anderes als einen "großartigen Kampf".
Tatsächlich gibt es seit Tagen Lob von allen Seiten für den 28-Jährigen, Eurosport-Experte Boris Becker bildet da keine Ausnahme. "Das ist der beste Zverev, vor allem, weil er das jedes Match so macht. Er ist konstant auf einem hohen Niveau, hat nicht so sehr diese Wellen im Spiel. Er spielt aggressiv, geht ans Netz, macht auch mal einen Stop - das haben wir so vielleicht noch nie von ihm gesehen. Das ist sehr beeindruckend", stellte der US-Open-Champion von 1991 und 1996 fest.
Bestes Niveau der Karriere? Zverev sagt (noch) nein
Zverev sei bei "seinen Aufschlagspielen unbesiegbar", stieß Mats Wilander im Eurosport-Gespräch in dasselbe Horn.
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Alexander Zverev peilt bei den Australian Open den Titel an
Fotocredit: Getty Images
Der einstige Davis-Cup-Sieger Patrik Kühnen hob unter anderem die Platzposition hervor. "Sascha war durchweg nah an der Linie. Er hat, besonders bei der Vorhand, immer den Schritt zum Ball gemacht. Er hat Druck aufgebaut", führte der 59-Jährige aus.
War das Niveau des Olympiasiegers von 2021 gar nie höher? Er selbst sieht es (noch) anders. "Mein bestes Tennis habe ich wahrscheinlich 2022 bei den French Open gespielt, als ich mich verletzt habe. Das war wohl mein bestes Tennis überhaupt", erklärte der Hamburger.
Alcaraz auch ohne Ferrero bärenstark
Sicher ist: Er muss am Freitag an dieses Level herankommen, will er Alcaraz in die Knie zwingen. Der direkte Vergleich ist zwar ausgeglichen (6:6), die Favoritenrolle aber liegt beim Spanier, der sich zudem im Aufwind wähnt. "Ich habe mein Level von der ersten Runde an bis jetzt in jedem Match gesteigert", ließ Alcaraz nach dem souveränen Dreisatzsieg im Viertelfinale gegen Alex de Minaur wissen.
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Alexander Zverev - Learner Tien | Viertelfinale | Highlights
Quelle: Eurosport
Das intensive Training in der Vorbereitung habe sich gelohnt. "Ich habe eine großartige Einstellung und eine großartige Konzentration während des gesamten Turniers. Ich bin wirklich stolz, dass sich all die harte Arbeit ausgezahlt hat", unterstrich Alcaraz. Ganz selbstverständlich war das nicht, die überraschende Trennung vom jahrelangen Erfolgscoach Juan Carlos Ferrero im vergangenen Dezember hat er scheinbar gut verarbeitet.
Zverev und Alcaraz leben den Melbourne-Traum
Während Erzrivale Jannik Sinner sich mitunter mit körperlichen Problemen durch die Australian Open quält, läuft es bei Alcaraz von Tag zu Tag besser. Das große Ziel, die Komplettierung des Karriere-Grand-Slams mit dem Titel in Melbourne, kommt langsam in Sichtweite.
Allerdings ist auch Zverev auf einer Mission, will unbedingt seinen ersten Major-Titel einfahren. Einer der beiden muss am Freitag seinen Traum (vorerst) begraben. Es dürfte auf die berühmten Kleinigkeiten ankommen - und dann kann auch mal die Erfahrung eines gewonnenen Trainingsmatches helfen.
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Zverev-Kumpel Melo erklärt exklusiv: So tickt Sascha privat
Quelle: Eurosport
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