Australian Open: Carlos Alcaraz und Jannik Sinner von Schiedsrichtern erwischt - darum muss die Fitness-Uhr weg
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner mussten vor ihren Achtelfinals bei den Australian Open 2026 erkennen, dass die Schiedsrichter genau hinschauen, sogar unter die Schweißbänder. Sowohl der Spanier als auch der italienische Titelverteidiger wurden kurz vor Beginn ihrer Partien darauf hingewiesen, ihre Fitness-Uhren abzunehmen. Der Grund: Es ist (noch) verboten, diese Tracker im Match zu tragen.
Kuriose Szene mit Alcaraz und Schiedsrichterin: Becker klärt auf
Quelle: Eurosport
Schiedsrichterin Marija Cicak kam, sah und wies Carlos Alcaraz an, seine Fitness-Uhr vor dem Achtelfinale abzunehmen.
Die Kroatin erkannte den Tracker, auch wenn der Weltranglistenerste diesen unter dem Schweißband am rechten Handgelenk verborgen hatte.
Tags darauf wiederholte sich die Szene. Dieses Mal war es Referee Gregory Allensworth (USA), der ein waches Auge hatte und Jannik Sinner bat, seine Uhr abzunehmen.
"Es ist die Aufgabe der Schiedsrichter, nicht nur 30:15 oder Fußfehler anzusagen, sondern darauf zu achten, was die Spieler tragen", befand Eurosport-Experte Boris Becker.
Hersteller sauer über Verbot: "Als würde man verlangen, blind zu spielen"
Weniger erfreut war man bei der Firma Whoop, dem Hersteller von Sinners Gerät. "Wenn es für den Einsatz im Spiel zugelassen ist, dann ist das, als würde man von den Athleten verlangen, blind zu spielen", schrieb das Unternehmen auf X.
Die Krux an der Sache: Auf der WTA-Tour sind die Fitness-Tracker seit 2021 zugelassen, auf der ATP-Tour seit 2024. Bei den Grand-Slam-Wettbewerben hingegen gilt ein Trageverbot während der Matches.
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Wie schon Alcaraz: Sinner muss verbotene Fitnesstracker-Uhr ausziehen
Quelle: Eurosport
Die Profis, so sieht es Whoop, "haben ein grundlegendes Recht darauf, ihre eigene Leistung und Gesundheit zu verstehen - auch während Wettkämpfen wie den Australian Open".
Turnierveranstalter Tennis Australia ließ indes wissen, man sei in "laufende Gespräche" zu dem Thema involviert. Noch aber gilt das Verbot.
Sinner zeigt Verständnis: "Regeln sind Regeln"
"Es gibt bestimmte Daten, die wir auf dem Platz ein wenig verfolgen möchten. Das ist nicht für die Live-Übertragung gedacht, es geht eher darum, dass man sie nach dem Spiel sehen kann", erklärte Sinner auf der Pressekonferenz. Es handele sich um Daten, die "wir auch im Training nutzen möchten, denn damit kann man mit der Herzfrequenz trainieren, sehen, wie viele Kalorien man verbrennt und all diese Dinge", so der Titelverteidiger.
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Jannik Sinner - Luciano Darderi | Achtelfinale | Highlights
Quelle: Eurosport
Die Tatsache, dass er von Allensworth aufgefordert wurde, die Uhr abzunehmen, nahm er gelassen. "Der Schiedsrichter fragte mich sofort, ob das der Tracker sei. Ich bejahte. Er sagte, ich solle ihn entfernen. Das ist in Ordnung. Regeln sind Regeln. Ich verstehe das", betonte Sinner, den Tracker werde er entsprechend in Melbourne nicht mehr nutzen.
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