Australian Open - Patrick Mouratoglou nimmt Alexander Zverev nach Halbfinal-Niederlage gegen Carlos Alcaraz in Schutz
Top-Trainer Patrick Mouratoglou hat Alexander Zverev nach dessen Ausscheiden im Halbfinale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz (4:6, 6:7, 7:6, 7:6, 5:7) in Schutz genommen. Vor allem, dass die deutsche Nummer eins immer wieder mit den Vorwürfen konfrontiert wird, in entscheidenden Situationen bei Grand-Slam-Turnieren zu versagen, kann Mouratoglou nicht nachvollziehen.
Tennis - Australian Open - Highlights - G. Sasson / N. Vink - H. Davidson / A. Lapthorne
Quelle: Eurosport
"Carlos Alcaraz bekommt Krämpfe, gewinnt aber trotzdem. Und plötzlich sagen einige Leute, Zverev ist nicht gut genug", schrieb Mouratoglou bei LinkedIn: "Das ist exakt die Art von Schlussfolgerung, die zeigt, wie missverstanden der Tennis-Sport noch immer ist."
Zum Hintergrund: Alcaraz hatte tatsächlich im Halbfinal-Duell mit Zverev mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen, zwischenzeitlich schleppte sich der Spanier nur noch über den Court. Mit fortlaufender Spieldauer fand er aber wieder besser in die Partie - und zog letztlich doch noch ins Endspiel ein.
Gegen einen angeschlagenen Kontrahenten zu spielen, sei laut Mouratoglou "eine der härtesten Situationen", überhaupt.
Der 55-Jährige führte aus: "Man will nicht ins Aus schlagen, weil man erwartet, dass der Gegner ins Aus schlägt. Aber wenn man zu sehr vom Gas geht, verliert man die Kontrolle über den Ballwechsel. Auf der anderen Seite ist der Spieler, der nicht mehr kann, enspannt. Er hat nichts mehr zu verlieren. Er geht auf die Winner und schlägt Winner und setzt dich so nur noch mehr unter Druck."
Mouratoglou: "Zverev ist nicht schlecht"
Genau dies sei im Spiel zwischen Alcaraz und Zverev passiert. Den Umstand, dass der Hamburger die Verletzung seines Gegners nicht in letzter Konsequenz auszunutzen vermochte, will Mouratoglou Zverev nicht negativ auslegen: "Bei den Big Points war Carlos besser. Also: Nein, Zverev ist nicht 'schlecht'. Er ist ein sehr guter Wettkämpfer. Aber Carlos Alcaraz ist ein außergewöhnlicher", so Mouratoglou abschließend.
Alcaraz hatte nach dem Fünfsatz-Thriller gegen Zverev auch das Finale gegen Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic für sich entschieden (2:6, 6:2, 6:3, 7:5) und damit den siebten Titel bei einem Major gefeiert.
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Quelle: Eurosport
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