Australian Open in Melbourne: Jannik Sinner plagt sich nach Satzrückstand schwer angeschlagen ins Achtelfinale
Jannik Sinner hat sich in einem dramatischen Drittrundenmatch bei den Australian Open gegen Eliot Spizzirri durchgesetzt und das Achtelfinale erreicht. Der Italiener bekam bei Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius in Melbourne heftige körperliche Probleme. Nach einer Unterbrechung durch die Heat Rule plagte sich Sinner weiter und behielt nach 3:45 Stunden mit 4:6, 6:3, 6:4, 6:4 die Oberhand.
Sinner humpelt und leidet - Heat Rule unterbricht Match
Quelle: Eurosport
"Ich hatte mit physischen Problemen zu kämpfen. Es begann mit den Beinen, dann in die Arme, ich hatte überall ein bisschen Krämpfe. Ich hatte wirklich Glück mit der Heat Rule", erklärte Jannik Sinner im On-Court-Interview in der Rod Laver Arena.
So sei eben der Sport und er wisse, "dass dies ein Bereich ist, in dem ich mich noch verbessern muss. Ich habe aber ein tolles Team, das mich in die richtige Richtung pusht. Auf der anderen Seite ist es auch ein mentales Spiel und ich habe versucht, so positiv wie möglich zu bleiben."
Der Weltranglistenzweite hatte bei Temperaturen von über 35 Grad in der australischen Metropole augenscheinlich mit der großen Hitze zu kämpfen.
Nachdem es am Anfang auch spielerisch überhaupt nicht gelaufen war, ließ er Mitte des dritten Satzes den Physio kommen und sich an den Unterschenkeln behandeln - doch es wurde zunächst noch schlimmer.
Sinner leidet von Krämpfen geschüttelt
Er hatte danach mit Krämpfen am gesamten Körper zu kämpfen - immer wieder schüttelte Sinner mit verzweifelter Miene seine Arme und Beine aus. Seine Trainer riefen ihm hektisch Tipps zu.
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Jannik Sinner bekommt körperliche Probleme in Runde drei der Australian Open
Fotocredit: Getty Images
Als es für Sinner schon düster aussah und sogar eine vorzeitige Aufgabe realistisch schien, hatte er großes Glück. Wegen der extremen Hitze griff die offizielle Heat Rule des Veranstalters. Während auf den Außenplätzen vorerst gar nicht mehr gespielt werden durfte, musste in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen werden.
Sinner kontert Break und nutzt zweiten Matchball
Nach der kurzen Pause ging es Sinner peu à peu besser. Er schnappte sich ein Break, dehnte in der Pause erneut seine Muskeln und holte sich danach den dritten Satz.
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Sinner übersteht Hitzeschlacht gegen Spizzirri | 3. Runde | Highlights
Quelle: Eurosport
Im Anschluss blieb es eng, doch Sinner bewahrte auch im vierten Satz trotz eines 1:3-Rückstands die Ruhe und nutzte schließlich seinen zweiten Matchball.
Nun wartet am Montag ein Duell mit seinem italienischen Landsmann Luciano Darderi, der etwas überraschend Karen Khachanov mit 7:6 (7:5), 3:6, 6:3, 6:4 aus dem Turnier warf. Sinner und der Weltranglisten-25. treffen erstmals aufeinander.
- Australian Open: Ergebnisse der Herren auf einen Blick
"Wie Jannik das in den Griff bekommen, wie er am Ende wieder gespielt hat, davor muss man den Hut ziehen. Absolute Weltklasse", bilanzierte Eurosport-Experte Benjamin Ebrahimzadeh, der sich unter anderem als Coach von Angelique Kerber und Dominic Thiem einen Namen machte.
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Rittner analysiert Sinner-Drama: "Ich dachte, das war es!"
Quelle: Eurosport
"Champions sind einfach aus einem anderen Holz gemacht. Das hat Jannik auf vielen verschiedenen Ebenen in diesem Match gezeigt", so der 46-Jährige weiter.
Rittner lobt Sinner: "Das ist schon ein Meilenstein"
Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner sah es ähnlich. "Es war unglaublich, Jannik musste sich während des Matches dehnen, hat immer mehr Krämpfe bekommen. Ich persönlich habe gedacht: 'Das war es!' Der Titelverteidiger ist raus, das schafft er körperlich nicht, muss aufgeben - und dann hat er vielleicht auch von oben ein bisschen Hilfe bekommen", erläuterte die Eurosport-Expertin.
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Sinner nach Hitze-Fight: Heat Rule hat mir geholfen
Quelle: SNTV
"Das ist schon ein Meilenstein, er musste kämpfen. Das war ein Test", betonte Rittner. "So etwas gibt Selbstvertrauen - und er kann heute unglaublich stolz sein, dass er das durchgestanden hat."
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(mit SID)
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Nach 3:45 Stunden: Sinner plagt sich durch - der Matchball
Quelle: Eurosport
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