Barbara Schett über Misshandlungsvorwürfe: "Elena Rybakina wurde von Trainer Stefano Vukov gebrainwashed"

Barbara Schett hält die Sperre gegen den Coach von Elena Rybakina, Stefano Vukov, für richtig. Dem Kroaten wurde vorgeworfen, gegen den Verhaltenskodex der WTA zu verstoßen, indem er psychischen Druck auf die Spielerin ausgeübt habe. Schett sieht zudem ein Problem für den Tennissport durch die fehlende Transparenz im Umgang mit dem Dopingfall um Jannik Sinner und seiner Sperre.

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Quelle: Eurosport

"Meiner Meinung nach hat er (Vukovic) Elena einem kompletten Brainwashing unterzogen", sagte Schett im Interview mit dem "Kicker". Der Trainer ist seit Januar vorläufig gesperrt, laut einem internen WTA-Bericht, den "The Athletic" zitiert, wurde ihm "seelischer Missbrauch" und eine "toxische Beziehung" zu Rybakina vorgeworfen.
"Man bekommt das ja mit, wie er mit ihr umgeht und wie er mit ihr spricht", sagte sie weiter. "Bei den US Open 2024 ist es dann eskaliert und das Team sowie die Familie haben versucht, ihn zu entfernen. Man weiß, dass sie psychisch große Aufs und Abs hat, wahrscheinlich auch seinetwegen. Er hat sie definitiv mental missbraucht und deshalb finde ich es richtig, dass er von der WTA gesperrt wurde."
Rybakina selbst verteidigte ihren ehemaligen Trainer und beklagte mangelnde Unterstützung. Für Schett ein Hinweis auf die Manipulation durch Vukov. "Ich habe über das Thema lange mit Goran Ivanisevic (Rybakinas Ex-Coach, Anm.) gesprochen. Er hat gemeint, das Problem ist, dass sie privat liiert sind. Vukov will sich so hineinschleichen und seinen Platz im Team wiederhaben. Das ist natürlich eine Katastrophe. Er muss weg aus ihrem Leben, nach all dem, was er sich geleistet hat."
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Elena Rybakina gemeinsam mit Trainer und Freund Stefano Vukov

Fotocredit: Getty Images

Die österreichische Eurosport-Expertin beschrieb auch Beispiele aus ihrer aktiven Zeit, die für junge Spielerinnen damals wie heute für Angst sorgen können. Zu ihrer Zeit war dies der Vater von Jelena Dokic, der seine Tochter auch körperlich misshandelt hat. Heutzutage hat Schett auch den Vater der Kanadierin Leylah Fernandez auf der Liste, es sei "Wahnsinn, wie der mit seiner Tochter umgeht."

Schett zum Fall Sinner: "Glaube seine Geschichte"

Schett äußerte sich auch zum Fall Jannik Sinner, der aktuell eine dreimonatige Dopingsperre absitzt. Ihre Meinung: "Ich persönlich glaube seine Geschichte. Was ich aber auch sagen möchte: Nur weil man jemanden kennt und ihn sympathisch findet, heißt das natürlich nicht, dass er unschuldig ist."
Das Problem liege laut Schett vielmehr an der unklaren Entscheidungsfindung und mangelnden Transparenz der WADA und des CAS.
"Es ist bei vielen Spielern der Eindruck entstanden, dass man mit der WADA jetzt über die Dauer seiner Sperre verhandeln kann", sagte sie. "Keiner kennt sich mehr aus. Aus meiner Sicht muss die WADA genauere und strengere Regeln erstellen, damit es bei den nächsten Fällen mehr Klarheit gibt."
Die Dauer und der Zeitpunkt der Sperre erlauben es Sinner, kein Grand-Slam-Turnier zu verpassen. Sein Comeback kann er schon bei seinem Heimturnier in Rom geben.
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Rybakina exklusiv: Kein Führerschein, aber top motiviert

Quelle: Eurosport


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