Boris Becker exklusiv über Alexander Zverev: Deutsche Nummer eins vor "harten Wochen und Monaten"
Boris Becker ist "guter Dinge", dass Alexander Zverev bald wieder zu einer alten Form zurückfinden wird. Im exklusiven Interview mit Eurosport erklärt die 55-jährige Tennis-Legende, warum es bei der deutschen Nummer eins seit seinem Comeback nach überstandener Verletzung noch hakt und worauf es in den kommenden Wochen und Monaten auf der Tour ankommen wird.
Highlights: Zverev überspringt Auftakthürde mit Mühe
Quelle: Perform
Alexander Zverev kämpft nach überstandener Verletzungspause um den Anschluss zurück an die Weltspitze.
Der US-Open-Finalist von 2020, mittlerweile auf Rang 15 der Weltrangliste zurückgefallen, ist mit nur vier Siegen und sechs Niederlagen seit seinem Comeback durchwachsen in die Saison gestartet.
"Er braucht einfach Geduld - das sind jetzt die harten Wochen und Monate", sagt Eurosport-Experte Boris Becker im exklusiven Interview über die deutsche Nummer eins: "Ich hoffe, dass er bis zur Sandplatzsaison dann genug Matches gespielt hat, um wieder in seine alte Form zu kommen."
Bei den Australian Open Mitte Januar war gegen den Qualifikaten Michael Mmoh bereits in der zweiten Runde Schluss, bei den ATP-Turnieren in Rotterdam und Doha jeweils im Achtelfinale.
Becker beeindruckt von Zverevs Fitness
Auch beim Davis-Cup-Duell gegen die Schweiz musste Zverev nach einem erfolgsversprechenden Auftakt gegen Stan Wawrinka eine empfindliche Niederlage gegen Marc-Andrea Hüsler hinnehmen.
"Ich habe Sascha Zverev in Trier (beim Davis Cup, Anm. d. Red.) erlebt und war eigentlich beeindruckt von seiner körperlichen Belastbarkeit, seiner Fitness, seiner Physis. Ich glaube, da ist er wieder bei 100 Prozent", so Becker: "Jetzt geht’s natürlich um Matchpraxis, um Turniere, um die sogenannte Matchfitness, die du im Training natürlich nicht bekommst."
Auch Zverev weiß, dass er sich die Sicherheit über den Kampf zurückholen muss.
Zverev in der Weltrangliste nur noch auf Platz 16
"Diese Spiele sind im Moment wichtig für mich. Die Großen finden meistens einen Weg, solche Matches zu gewinnen, und ich will von ihnen lernen", sagte der 25 Jahre alte Olympiasiege nach seinem 4:6, 6:3, 6:4-Auftaktsieg in Dubai gegen den starken Tschechen Jiri Lehecka, der bei den Australian Open bis ins Viertelfinale vorgestoßen war.
Im Achtefinale des 500er Turniers wartet nun Emil Ruusuvuori (Finnland) oder Christopher O'Connell (Australien).
In der Weltrangliste ist Zverev von Rang zwei auf Rang 16 abgerutscht.
Becker warnt: Zverev sollte sich kein Alibi suchen
Zu locker sollte es Zverev deshalb nicht angehen lassen. "Man sollte sich jetzt kein Alibi suchen und sagen: 'Ich habe noch zwei bis drei Monate Zeit'", warnt Becker: "Wann immer er sein nächstes Match, sein nächstes Turnier gewinnen kann, sollte er das so schnell wie möglich tun."
Vielleicht ja bereits in Dubai, wo jedoch mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic, der jüngst Steffi Grafs Rekord für die meisten Wochen als Nummer eins der Weltrangliste geknackt hat, Daniil Medvedev, Andrey Rublev und Félix Auger-Aliassime einige Hochkaräter am Start sind.
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Quelle: Perform
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