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Davis Cup - Michael Kohlmann nach deutschem Halbfinalaus gegen die Niederlande positiv gestimmt: "Sehe kein Limit"
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Update 24/11/2024 um 11:08 GMT+1 Uhr
Bundestrainer Michael Kohlmann hat trotz der Niederlage der deutschen Tennis-Herren gegen die Niederlande im Halbfinale des Davis Cups die Dinge positiv gesehen. Zwar sei die Enttäuschung über das Verpassen des ersten Endspiels seit 31 Jahren groß, doch man habe gezeigt, dass man "im Kreis der großen Mannschaften mitspielen" könne, erklärte der 50-Jährige nach dem Aus in der Vorschlussrunde.
"Sehe kein Limit": Kohlmann glaubt an neue Davis-Cup-Chance
Quelle: Perform
Während Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev beim Spikeball am Strand seinen wohlverdienten Aktiv-Urlaub auf den Malediven genoss, musste Michael Kohlmann im fernen Malaga den Frust bewältigen.
"Natürlich" überwiege die Enttäuschung, sagte der Bundestrainer nach der Niederlage gegen die Niederlande im Davis-Cup-Halbfinale. Immerhin hatte seine Auswahl auch ohne Zverev die "große Chance", gegen einen Gegner auf Augenhöhe "etwas Außergewöhnliches zu erreichen", betonte der Teamchef.
Und trotzdem wollte Kohlmann zum Jahresabschluss das Positive in den Fokus rücken: "Wir haben wieder gezeigt, dass wir im Kreis der großen Mannschaften mitspielen", sagte er.
Das deutsche Team mit der Nummer eins Jan-Lennard Struff und einem außergewöhnlich starken Doppel hinterließ in Malaga in der Tat einen ordentlichen Eindruck.
Mit Zverev Titelanwärter?
Zur Wahrheit gehört aber auch: Was fehlte, um ganz oben anzugreifen und als klarer Mitfavorit aufzutreten, war die Präsenz eines Weltklassespielers im Einzel. Ein Spieler, über den die Tennisnation bekanntermaßen verfügt.
Und so stellt sich unweigerlich die Frage: Was wäre drin gewesen mit Zverev, der nach einer extrem zehrenden Saison auf seine Teilname am Finalturnier verzichtete?
"Müßig" sei es darüber zu diskutieren, hatte Kohlmann dem "SID" vor Turnierbeginn gesagt: "Aber es würde natürlich nochmal einen Unterschied machen, wenn man die Nummer zwei der Welt in seinen Reihen hätte."
Vor allem beim bestehenden Modus der Endrunde. Der wird Deutschland auch in den kommenden Jahren in die Karten spielen.
Modus hilft DTB-Team
Lediglich zwei Match-Gewinne sind nötig für den Sieg - und das DTB-Team verfügt mit Kevin Krawietz und Tim Pütz über ein Spezialisten-Duo, das in jedes mögliche Entscheidungsdoppel favorisiert gehen würde. Wenn es denn, anders als in diesem Jahr, seine Chance bekommt.
Beim 2:0 im Viertelfinale gegen Kanada und beim 0:2 im Halbfinale gegen die Niederlande schauten die ATP-Champions tatenlos zu.
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Jan-Lennard Struff beim Davis Cup für Deutschland
Fotocredit: Getty Images
Vielleicht also liegt der Schlüssel zum ersten deutschen Titel seit 1993 für Kohlmann in den kommenden Jahren darin, Zverev nach einer langen Saison für das Nationen-Event zu begeistern. Und gleichzeitig den Teamgeist zu bewahren, den Kohlmanns Auswahl in den vergangenen Jahren kultiviert hat.
Nach einem guten Davis-Cup-Jahr mit konstanten Leistungen in den Quali-Matches, nach einem überzeugenden Sieg zum Start in die Endrunde gegen Kanada, verpasste das DTB-Team in Malaga tatsächlich nur die Krönung.
Kohlmann kämpferisch
Der erste Einzug ins Finale seit 31 Jahren blieb Deutschland verwehrt. Weil Daniel Altmaier und Struff gegen die Niederlande jeweils knapp ihr Einzel verloren.
Die Hoffnung darauf, bald mal wieder um das über 100 Kilogramm schwere Monstrum namens Davis Cup spielen zu können, sie lebt beim DTB-Team trotzdem weiter. Ob mit oder ohne Zverev.
"Das Jahr hat uns gezeigt, dass wir gut sind. Wir hatten eine Chance aufs Finale", sagte Kohlmann: "Dass wir dort nicht Favorit gewesen wären, ist klar, aber ein Limit sehe ich für uns jetzt nicht."
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(SID)
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Quelle: SNTV
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