Deutschland zieht im Halbfinale gegen Spanien den Kürzeren: Krawietz/Pütz verlieren Doppel nach Zverev-Ausgleich
Der Traum vom ersten Davis-Cup-Titel für Deutschland seit 1993 ist in Bologna geplatzt. Die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) musste sich im Halbfinale Spanien mit 1:2 geschlagen geben. Nachdem Alexander Zverev die Auftaktniederlage von Jan-Lennard Struff korrigiert hatte, unterlag das Doppel mit Kevin Krawietz/Tim Pütz den Spaniern Marcel Granollers/Pedro Martínez 2:6, 6:3, 3:6.
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Quelle: Eurosport
"Wir sitzen jetzt hier und gehen mit einem weiteren Halbfinale nach Hause. Ich glaube, alle hatten sich dieses Jahr mehr erhofft", sagte Bundestrainer Michael Kohlmann, die Enttäuschung sei natürlich "riesengroß".
Kevin Krawietz und Tim Pütz, die mit ihrem dramatischen Sieg im Viertelfinale gegen Argentinien Matchwinner waren, erwischten im entscheidenden dritten Match gegen Spanien einen kapitalen Fehlstart.
Die beiden Elften der Doppel-Weltrangliste mussten ihre beiden ersten Aufschlagspiele abgeben und gerieten in der SuperTennis Arena nach 20 Minuten mit 0:4 in Rückstand.
Nach einer guten halben Stunde war ein aus deutscher Sicht komplett gebrauchter erster Satz vorbei.
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DTB-Profi Kevin Krawietz (re.) im Davis-Cup-Halbfinale gegen Spanien
Fotocredit: Getty Images
Marcel Granollers und Pedro Martínez hatten vor allem Vorteile beim Aufschlag und waren wesentlich cooler bei den Big Points, während die beiden Deutschen ihre drei Breakmöglichkeiten allesamt ungenutzt ließen.
Krawietz und Pütz erhöhen Schlagzahl
Das änderte sich im zweiten Durchgang. Krawietz und Pütz waren angekommen in der Partie - und setzten mit ihrem ersten Break (3:1) einen wichtigen Nadelstich.
Mehr noch: Es war bereits die Vorentscheidung im zweiten Satz. Das DTB-Duo gestand den Spaniern keine Breakchance mehr zu und marschierte dank verbesserter Aufschlagspiele zum Satzausgleich.
Allerdings schlug das Pendel in der Folge wieder in Richtung Spanien aus. Granollers und Martínez holten sich im vierten Spiel zu null das Break zum 3:1.
Ein Rückschlag, von dem sich Deutschland nicht mehr erholte. Spanien nutzte nach einer Stunde und 45 Minuten den ersten Matchball der Begegnung.
Parallele zum Viertelfinale gegen Argentinien: Zverev schafft Ausgleich
Das Halbfinale hatte für die DTB-Auswahl ähnlich wie das Viertelfinale gegen Argentinien begonnen. Jan-Lennard Struff war etwas im Pech und verlor trotz guter Möglichkeiten das Auftakteinzel (4:6, 6:7 (6:8) gegen Pablo Carreño Busta).
Topspieler Alexander Zverev bestritt erneut das zweite Match und setzte sich in zwei Sätzen durch (7:6 (7:2), 7:6 (7:5) gegen Jaume Munar).
Einziger, aber bitterer Unterschied aus deutscher Sicht: Das Doppel Krawietz/Pütz konnte dieses Mal kein Happy End nachliefern.
Italien ohne Sinner zumTitel-Hattrick?
Am Sonntag kommt es für Spanien nun zum Endspiel gegen Gastgeber Italien (ab 15:00 Uhr im Livescoring).
Obwohl die Azzurri ohne ihren beiden Topleute Jannik Sinner und Lorenzo Musetti in Bologna am Start sind, soll es mit dem dritten Davis-Cup-Titel in Serie klappen.
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Quelle: Eurosport
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