Dominic Thiem: Ex-Coach Günter Bresnik kritisiert Tennis-Star und dessen Vater heftig

Tennis-Coach Günter Bresnik hat sich mit drastischen Worten zum Ende seiner Zusammenarbeit mit Dominic Thiem geäußert und den Weltranglisten-Dritten sowie dessen Vater schwer kritisiert. "Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann kann ich so nicht mit ihm umgehen", erklärte der 58-Jährige gegenüber der Austria Presse Agentur (APA).

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Es ist sehr schmutzige Wäsche, die Günter Bresnik da wäscht. "Es wird mir halt immer klarer, wie das gelaufen ist", blickt Bresnik auf das Ende seiner Tätigkeit als Trainer und Manager von Dominic Thiem zurück, das etwa ein Jahr zurückliegt. Es gebe Dinge, "die ich halt gar nicht verstehe", so der Österreicher. "Ehrlichkeit, Loyalität, Werte ..., da ist nicht viel davon eingehalten worden."
Bresnik macht deutlich, dass er nicht nur mit dem Verhalten des Spielers ein Problem habe, sondern auch mit dem von Vater Wolfgang Thiem:
Damit wirft er dem Australian-Open-Finalisten quasi vor, dass er sich ohne ihn bis heute auf dem Niveau eines Drittliga-Spielers bewegen würde. Future-Wettbewerbe sind bei der ATP nach der Tour und den Challenger-Events die niedrigste Turnier-Serie für Profis.
Thiems Vater Wolfgang, der inzwischen seinen Sohn trainiert, arbeitete früher als Coach in Bresniks Tennis-Akadamie in Wien, die beiden Männer verband eine Freundschaft. Davon soll allerdings nicht mehr allzu viel übrig sein.
picture

Fotocredit: Imago

Keine Frage, Bresnik begreift sich als der Mann, der die Karrieren von Vater und Sohn Thiem entscheidend vorangebracht hat - was niemand in Abrede stellen wird. Rund 17 Jahre lang arbeitete der Ex-Coach von Boris Becker mit Thiem zusammen, begleitete den heute 26-Jährigen vom Junior zum Weltklassespieler.

Thiem: Schon Trennung von Muster wirbelte Staub auf

Thiem dürfte über die Äußerungen Bresniks alles andere als erfreut sein, zumal es schon im Januar in Melbourne mächtig Wirbel um seine dortige Trennung von Trainer Thomas Muster gab.
Der French-Open-Champion von 1995 hat sich knapp zwei Monate danach noch einmal zu dem Thema geäußert und klargestellt. "Nach der Bitte der Familie Thiem habe ich im Hintergrund bereits seit September 2019 die Fäden gezogen. Ich wurde also nicht nach 16 Tagen gefeuert, wie zu lesen war", sagte der 52-Jährige der "Presse am Sonntag".
Thiem hatte sich schon in Melbourne im Exklusiv-Interview mit Eurosport zur Trennung von Muster geäußert:
Muster wiederum kommentierte sein Aus als Thiem-Trainer mit einer Aussage, die Raum für Spekulationen ließ. "Es gibt Häuser mit schönen, ja mit ganz wunderbaren Fassaden. Aber man weiß sehr selten, wer drinnen wohnt", befand der Österreicher. Und: An diesen Worten hält Muster weiter fest:
Nach dem Ende der Zusammenarbeit habe er "zu 99 Prozent Blödsinn darüber gelesen", so Muster. Schließlich habe er länger mit Thiem gearbeitet, als es in den meisten Medien dargestellt worden sei.
Das könnte Dich auch interessieren: Neuer US-Open-Belag Nachteil für Federer?
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung