Tennis

"War unfair": Thiem reagiert auf Kritik und erklärt sich

Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Dominic Thiem steht in der Kritik für seine Aussagen

Fotocredit: Getty Images

VonAlice Jo Tietje
19/05/2020 Am 16:04 | Update 19/05/2020 Am 18:25
@SportslandAlice

Wegen seiner Aussagen zum Hilfsfonds für niedrig platzierte Spieler stand Dominic Thiem zuletzt in der Kritik. Nun hat sich der Österreicher erneut geäußert und auch auf das Video der algerischen Nachwuchspielerin Inès Ibbou reagiert. "Das Problem ist, dass keiner sich das ganze Interview von mir durchgelesen hat", erklärte Thiem im Interview mit "L‘Équipe".

Und dennoch hätte es über seine Aussagen Schlagzeilen gegeben: "Das war einfach unfair." Thiem ist sich sicher, dass sein Interview nicht solche Ausmaße angenommen hätte, wenn sich "die Leute das ganze Interview durchgelesen hätten."

In dem angesprochenen Gespräch hatte sich Thiem kritisch über einen Hilfsfonds für schlechter platzierte Tennis-Profis geäußert. Die Reaktionen waren heftig und auch die 21-jährige Ibbou fühlte sich durch die Aussagen von dem 26-Jährigen "verletzt".

Tennis

Superstars deklassiert: Nadal zum größten Sportler Spaniens gewählt

19/05/2020 AM 09:04

Thiem fühlt sich dagegen missverstanden und erklärte sich in der "L‘Équipe" nun erneut: "Ich habe nicht von 'allen' gesprochen. Es gibt natürlich viele Spieler, die es verdienen, unterstützt zu werden und ihr Bestes geben." Allerdings sei man auch in einer privilegierten Situation, wenn man seit der Kindheit trainieren durfte, erklärte der Wiener.

  • Extra Time - Der Eurosport-Podcast: JETZT ABONNIEREN!
Das sind nicht alle, aber einige.

Thiem: Gibt Spieler, die sich nicht wie Profis verhalten"

"Es gibt Personen und Organisationen, die die Unterstützung viel nötiger hätten, als Tennisspieler", führte Thiem seinen Punkt aus. Er wolle selbst entscheiden, wem er helfe und nicht gezwungen werden, sein Geld irgendwo hinzugeben.

Seine Kritik an einigen Tennisspielern bekräftigte er allerdings noch einmal: "Wenn man erfolgreich sein möchte, muss man zu 100 % alles dafür tun. Als ich jünger war, habe ich zwei Jahre lang Futures gespielt. Es gibt Spieler, die seit sieben oder zehn Jahren dort sind und sich nicht wie Profis verhalten. Daher weiß ich, dass es Spieler gibt, die keine professionelle Einstellung haben."

Auch hier macht der Australian-Open-Finalist erneut eine Unterscheidung: "Das sind nicht alle, aber einige."

Ausgelöst wurde die Diskussion durch den Hilfsfonds, den Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer ins Leben gerufen hatten, welcher niedrig platzierte Spieler unterstützen soll. Der Plan der Big 3 sieht vor, rund 3,7 Millionen Euro in einem Topf einzusammeln. Gelder, die im Anschluss an die Spieler auf den Weltranglistenplätzen 250 bis 700 verteilt werden sollen. Demzufolge würden die Top 100 des ATP-Rankings rund eine Million Dollar einzahlen, wobei Top-5-Profis 30.000 Dollar spenden sollen, die Spieler dahinter absteigend etwas weniger.

"Viele Spieler verdienen es zweifellos, unterstützt zu werden, aber ich möchte selbst wählen, wem ich helfe und möchte nicht gezwungen werden, wem ich mein Geld gebe", erläuterte Thiem seine Kritik und führte aus: "Ich helfe bereits jungen Spielern in Österreich. Ich habe nie darüber gesprochen, weil ich das nicht für mein Image tue. Ich mache das, weil sie es verdienen und weil ich möchte."

Das könnte Dich auch interessieren: Djokovic-Vorschlag zu Hilfsfond nimmt Formen an

"Mit 17 hast du keine Angst": Becker gibt exklusive Einblicke in frühe Karrierejahre

00:24:30

Tennis

Kyrgios-Ex macht Rückzieher nach kritischen Äußerungen

19/05/2020 AM 07:03
Tennis

Für den guten Zweck: Bouchard versteigert Date für "unglaubliche" Summe

18/05/2020 AM 06:28
Ähnliche Themen
TennisDominic Thiem
Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Letzte News

French Open, Männer

QUIZ: Kennst Du alle Mehrfach-Sieger der French Open?

VOR 9 STUNDEN

Letzte Videos

Tennis

Als das Undenkbare geschah: Nadals historische Niederlage in Paris

00:03:29

Meistgelesen

Fußball

Schwul oder schwül? Kuriose Szene mit Bayer-Coach Bosz

VOR 20 STUNDEN
Mehr anzeigen