Emotionale Botschaft an Dominic Thiem von Tennis-Talent Ines Ibbou

Das algerische Tennis-Talent Inès Ibbou hat sich in einem emotionalen offenen Brief an Dominic Thiem gewandt, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Dabei beklagte die 21-Jährige auch die Aussagen des Österreichers, der sich über Hilfsfonds für schlechter platzierte Tennis-Profis kritisch geäußert hatte. Ibbou erklärte, sie hoffe, dass Thiem durch das Video seine Meinung ändere.

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Auch wenn die Worte von Thiem "verletzend" gewesen seien, wollte die Algerierin die Aktion nicht als harte Kritik an dem Weltranglistendritten sehen: "Verstehe mich nicht falsch, ich mache dir keine Vorwürfe, wer du bist und für die aktuelle Situation. Denn vor allem liegt die Verantwortung bei den nationalen und internationalen Verbänden, nach der Tennis-Familie zu schauen und Probleme zu klären - im Sinne des Sports."
Durch das Video, in dem sie ihren harten Weg in Algerien, ohne Förderung, Sponsoren und regelmäßige Trainingsmöglichkeiten nachzeichnet, habe sie aber die Möglichkeit, "um auf unsere Lage aufmerksam zu machen und unsere Integrität zu schützen. Unsere Stimmen verdienen es auch, gehört zu werden", meinte die Numer 620 der Weltrangliste.

Ibbou bietet Thiem Gespräch an

Im Interview mit "thenational.ae" sagte Ibbou: "Es ist das erste Mal, dass ich gehört werde. Ich hoffe, dass das Video die WTA, die ITF und den Verband erreicht. Ich hoffe, dass sie etwas auf der Tour ändern, dass sie drüber nachdenken und uns Spielern helfen." Sie habe Thiem nur sagen wollen, "dass die Worte, die er genutzt hat, respektlos waren. Aber ich bin offen für alles. Wenn er reden möchte, wäre ich offen dafür."
Der 26-Jährige hatte vor wenigen Wochen die von einigen Topspielern geplanten Hilfsfonds für Profis, die weiter unter in der Weltrangliste stehen, kritisiert. Kurz darauf meinte Thiem zwar: "Es ist ein bisschen hart rübergekommen, was ich da gesagt habe, so hart habe ich es nicht gesagt."
Doch an seiner generellen Meinung wolle er dennoch nichts ändern. "Es ist sowieso ein Fakt, nicht nur in der derzeitigen Zeit. Es wird immer Menschen, Tiere und Organisationen geben, die Unterstützung viel dringender brauchen als wahrscheinlich jeder einzelne Sportler", erklärte der Österreicher gegenüber der "APA".
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