Eurosport
Dominic Thiem von Österreichs Gesundheitsminister zur Impfung aufgefordert
Von
Publiziert 28/10/2021 um 16:50 GMT+2 Uhr
Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat Tennis-Star Dominic Thiem dazu aufgefordert, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. "Ich kann nur den Dominic Thiem auffordern, dass er sich impfen lässt", sagte Mückstein auf "Puls24". Der US-Open-Sieger von 2020 hatte zuletzt erklärt, auf die Zulassung eines so genannten Totimpfstoffs warten zu wollen.
Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem
Fotocredit: Getty Images
Totimpfstoffe enthalten nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht vermehren können. Zum Einsatz kommen derlei Impfstoffe zum Beispiel gegen Diphterie, Keuchhusten, Hepatitis B und Tetanus. Gegen das Coronavirus wurde bislang kein Totimpfstoff zugelassen, das französische Unternehmen "Valneva" ist aktuell mit der Entwicklung beschäftigt.
Laut Gesundheitsminister Mückstein dauere es aber noch einige Monate, bis ein Totimpfstoff die obligatorische Zulassung erhält. Zudem wies der Politiker darauf hin, dass Vorteile gegenüber der aktuell verfügbaren Vakzine unwahrscheinlich seien.
Leistungssportler und jüngere Personen seien von möglichen Langzeitschäden einer Corona-Erkrankung derweil nicht ausgenommen, so Mückstein weiter. "Und wir haben auch knapp 30-Jährige auf der Intensivstation liegen, so ist es nicht", erklärte der studierte Mediziner.
Am Donnerstagnachmittag verriet Mückstein via "Twitter", er habe Thiem sogar einen Brief geschrieben und ihm ein aufklärendes Gespräch angeboten, falls der Tennis-Profi bezüglich der Impfung "Unsicherheiten aus dem Weg räumen möchte".
Um an den Australian Open im Januar kommenden Jahres teilnehmen zu können, hatte Thiem angekündigt, notfalls auch auf einen der derzeit zugelassenen Impfstoffe zurückgreifen zu wollen.
Keine ungeimpften Profis in Australien
Nachdem zuletzt eine E-Mail der Frauen-Tour WTA in die Öffentlichkeit geraten war, in der die Teilnahme ungeimpfter Spieler unter der Voraussetzung einer 14-tägigen Quarantäne in Aussicht gestellt wurde, erteilte Victorias Premierminister Daniel Andrews dieser Hoffnung eine klare Absage.
"Wir sperren Menschen, die nicht geimpft sind, aus Kneipen, Cafes, Restaurants, dem MCG (Melbourne Cricket Ground, Anm. d. Red.) und allen möglichen anderen Veranstaltungen aus", führte Andrews als Begründung aus und ergänzte: "Wir werden keine Ausnahmegenehmigung beantragen. Damit ist das Problem im Grunde gelöst."
Das könnte Dich auch interessieren: Murray verliert Duell der Generationen
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/10/27/3244302-66403308-2560-1440.jpg)
Nervenstark: Struff zieht Bublik in St. Petersburg den Zahn
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung