Ex-Trainer von Carlos Alcaraz offen für neue Tätigkeit - Juan Carlos Ferrero lobt zudem Alexander Zverev

Juan Carlos Ferrero, Ex-Coach von Carlos Alcaraz (2018 bis 2025), hat sich offen für eine neue Aufgabe im Tennis-Zirkus gezeigt. "Ich schließe nicht aus, noch in diesem Jahr wieder als Trainer zu arbeiten", sagte der 46-Jährige der spanischen Sport-Zeitung "Marca". Seit Januar 2026 ist Ferrero als Mentalcoach des Golfspieler Angel Ayora tätig, allerdings nur "für acht bis zehn Wochen" im Jahr.

Juan Carlos Ferrero sprach auch über das Ende der Zusammenarbeit mit Carlos Alcaraz

Fotocredit: Getty Images

So könnte auch noch Zeit für eine neue Aufgabe im Tennis bleiben. "Ich bin zufrieden mit diesem neuen Projekt und habe es nicht eilig, zurückzukehren. Der richtige Zeitpunkt wird schon kommen", erklärte Ferrero und verriet: "Es kamen sehr gute Angebote, aber ich spüre nicht diesen Anreiz. Was die Motivation angeht, habe ich keinen Grund gefunden, zurückzukehren."
Auch einige Spielerinnen der WTA-Tour hätten laut "Marca" bei dem Spanier angefragt. Doch Ferrero erwiderte, dass er nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Alcaraz eine "kleine Auszeit" brauche.
Laut diversen Medienberichten war es zum Bruch zwischen den beiden gekommen, weil Ferrero die Arbeitseinstellung Alcaraz’ als zu lasch bewertete.
Gerade nach Grand-Slam-Turnieren gönnte sich der Spieler eine Auszeit und die ein oder andere Party. Ferrero wollte den Fokus seines Schützlings zu 100 Prozent auf das Tennis legen, um sich eines Tages als erfolgreichster Spieler in den Geschichtsbüchern zu verewigen.
"Er muss vor allem darauf achten, dass seine Motivation ungebrochen bleibt, auch wenn man alle Ziele erreicht, die man sich gesetzt hat. Und wenn die Motivation dann nicht mehr zu 100 Prozent da ist, muss die professionelle Disziplin zum Tragen kommen", forderte Ferrero nun von Alcaraz. Bei Alcaraz’ Aus beim Masters in Miami hatte er auf dem Platz geklagt, dass er nicht mehr könne und lieber nach Hause gehen würde.
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Quelle: SNTV

Doch der French-Open-Sieger von 2003 gab sich positiv: "Ich glaube, dass Carlos weiterhin motiviert bleiben wird, denn er weiß, dass er sehr bedeutende Spieler vor sich hat, die große Erfolge erzielt haben, und er möchte einer von ihnen sein. Ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass seine Motivation kurzfristig nachlassen wird."

Ex-Alcaraz-Coach Ferrero: "Zverev ganz nah dran"

Zu den Spielern, die Alcaraz gefährlich werden könnten, zählt Ferrero auch Alexander Zverev. "Schließlich hat Zverev gezeigt, dass er ganz nah dran ist; vielleicht auch ein inspirierter Fritz; und Djokovic muss man immer im Auge behalten. Das sind Spieler, die Carlos und Jannik in Schwierigkeiten bringen können", sagte der 46-Jährige.
" Es stimmt zwar, dass die beiden, wenn sie auf ihrem Höchstniveau sind, den anderen überlegen sind, aber nun ja, es gibt Gegner, die sie ernsthaft in Bedrängnis bringen können."
Ein Vorbild in Sachen Motivation sei laut Ferrero derweil sein aktueller Golf-Schützling Ayora. Dieser wisse genau, worauf es ankomme, um 100 Prozent motiviert zu sein. 
"Das überrascht mich ein wenig, denn er ist 21 Jahre alt, und bei den jungen Leuten heutzutage muss man ihnen oft mehr auf die Finger schauen, damit sie ihre Aufgaben erledigen", erklärte Ferrero.
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