French Open 2017 - Simona Halep unterliegt Jelena Ostapenko im Finale

Das Märchen der ungesetzten Jelena Ostapenko bei den French Open hat ein grandioses Happy End gefunden. Die 20-Jährige aus Lettland schlug im Finale von Roland Garros die rumänische Favoritin Simona Halep mit 4:6, 6:4 und 6:3. "Ich kann es nicht glauben, mit 20 Jahren Roland-Garros-Champion zu sein. Wunderbar", so Ostapenko, die sich über einen Siegerscheck von 2,1 Millionen Euro freuen darf.

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Fotocredit: Eurosport

"Ein Traum, ich bin einfach nur glücklich", brach es aus Ostapenko heraus. "Simona hat gut gespielt, aber ich habe einfach weitergemacht und versucht, aggressiv zu bleiben. Dann hat sich die Partie in meine Richtung entwickelt."
Ostapenko ging mutig und offensiv in das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere. Der Lohn: das frühe Break zum 1:0. Favoritin Halep antwortete umgehend mit dem Rebreak und nahm ihrer Kontrahentin im zehnten Spiel das Service zum Satzgewinn ab.
Die Rumänin schien bei einer 3:0-Führung im zweiten Satz schon auf der Siegerstraße, doch Ostapenko gab sich nicht auf. Die 20-Jährige zeigte große Moral und holte sich vier Spiele in Serie zur 4:3-Führung. Den "Etappensieg" garnierte die Weltranglisten-47. mit der Becker-Faust, ehe sie den Satzausgleich perfekt machte.
Im entscheidenden Satz war es erneut Halep, die bei einer 3:1-Führung zunächst die besseren Karten hatte - doch auch dieses Mal gelang Ostapenko in der nun immer hochklassiger werdenden Partie der Ausgleich zum 3:3. Eurosport-Experte Boris Becker zeigte sich begeistert von der Intensität, die das Finale nun hatte:
Im neunten Spiel war es dann soweit: Ostapenko nutzte bei Aufschlag Halep mit einem Winner ihren ersten Matchball und machte nach einer Stunde und 59 Minuten die Sensation perfekt!

Halep verpasst Titel und Sprung auf Platz eins

Ostapenko ist die im Ranking am schwächsten platzierteste Spielerin, die jemals den Titel von Roland Garros holen konnte. Halep indes verpasste durch ihre zweite Finalniederlage von Paris nach 2014 nicht nur ihren ersten Major-Titel, sondern auch den erstmaligen Sprung an die Spitze des WTA Rankings.
"Ich bin wirklich traurig, dass ich nicht gewinnen konnte, aber es war ein tolle Erfahrung. Glückwunsch an Jelena. Vor dem Endspiel war mir richtig schlecht vor Aufregung, vielleicht war das auch ein wenig der Grund, weshalb ich es nicht geschafft habe", zeigte sich Halep als faire Verliererin.
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