Alexander Zverev peitschte seine Rückhand über den Court Suzanne Lenglen, sein neuer Coach David Ferrer verfolgte aufmerksam jeden Schlag.

Die ultimative Vorbereitung auf die French Open, das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, hat für die deutschen Tennisstars längst begonnen, auch Angelique Kerber groovt sich in Paris immer mehr ein. Die lauten Nebengeräusche rund um das Turnier müssen beide ausblenden.

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"Mein aktueller Beziehungsstatus zum Sand: vielversprechend", schrieb die 32 Jahre alte frühere Weltranglistenerste in den Sozialen Netzwerken vor ihrem Erstrundenduell mit der Slowenin Kaja Juvan. Der erste Kontakt zur Asche von Roland Garros hatte ihr offenbar Hoffnung gemacht auf eine längere Liaison in diesem Jahr.

Doch es bleiben Fragezeichen. Hinter Kerber, rund um Zverev, der zum Auftakt auf den Österreicher Dennis Novak trifft. Hinter dem gesamten Turnier in der von Corona geplagten französischen Hauptstadt.

French Open: Zuschauerzahl zurückgeschraubt

Die zunächst sehr optimistischen Zuschauerplanungen fallen dem veranstaltenden französischen Tennisverband FFT immer mehr auf die Füße, die Organisatoren müssen permanent nachjustieren. Erst rechneten sie mit 11.500 Fans, die Zahl passten sie vor einer Woche auf 5000 an. Nun beschlossen die Behörden ein Limit von tausend Personen bei Großveranstaltungen ab Samstag, das wohl auch für die French Open gelten wird.

"Die Situation verschlechtert sich weiter", sagte der Gesundheitsminister Oliver Veran im französischen Fernsehen: "Vor allem der Druck auf die Krankenhäuser erfordert es, dass wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen." Eine offizielle Stellungnahme der Turnierveranstalter lag bis Donnerstagnachmittag nicht vor.

Die Profis fokussieren sich derweil auf ihren Job, sie kennen die laute Geräuschkulisse rund um die Events schon von den US Open, bei denen Zverev im Endspiel gegen den Österreicher Dominic Thiem knapp den Titelgewinn verpasste.

Zverev: Ferrer erstmals dabei

In Paris stand die deutsche Nummer eins in den vergangenen Jahren im Viertelfinale, Sand liegt dem Hamburger durchaus. Doch seine Vorbereitung ohne Turnierteilnahme nach dem Belagwechsel vom Hartplatz ist nicht ideal. Immerhin steht ihm sein neuer Trainer Ferrer erstmals bei einem Turnier zur Seite.

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Kerber treibt das Ziel an, ihre Sammlung an Majortrophäen zu komplettieren. "Klar, Paris ist das Ziel, das ich dieses Jahr noch habe", sagte sie nach ihrem Achtelfinal-Aus in New York.

Es folgte eine deutliche Erstrundenniederlage auf Sand in Rom. Wo die dreimalige Grand-Slam-Siegerin im Leistungsvergleich steht, ist schwer einzuschätzen. Auf einer Höhe mit der großen Favoritin Simona Halep (Rumänien) aber aktuell sicher nicht.

Fragezeichen bei Krawietz/Mies

Auch die Titelverteidiger im Doppel, Kevin Krawietz und Andreas Mies, suchen nach ihrer Form. Am Donnerstag scheiterte das Duo aus Coburg/Köln im Viertelfinale von Hamburg mit 3:6, 5:7 an den US-Open-Finalisten Wesley Koolhof/Nikola Mektic (Niederlande/Kroatien).

"Aktuell ist das so ein bisschen die Form, wir müssen weiter dran arbeiten", sagte Mies. Auch hinter "KraMies" steht also ein Fragezeichen vor den French Open.

(SID)

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