Riss der drei lateralen Bänder im rechten Sprunggelenk.
Trotz der etwas sperrig daherkommenden Diagnose bei Alexander Zverev ist auch Laien klar, dass der Weltranglistendritte so schnell nicht mehr auf der Tour mitmischen kann. Wimbledon beginnt in knapp drei Wochen. Viel zu früh für Zverev.
Peilt der Hamburger also die Hartplatzsaison an, die US Open Ende August? Nicht wirklich, wie Mischa Zverev im Podcast-Gespräch mit Moderator Matthias Stach und Bundestrainerin Barbara Rittner erläutert.
French Open
Neue Details! Mischa exklusiv zur Situation von Alex Zverev
08/06/2022 AM 17:51
Man wolle nicht konkret planen, denn "wenn du sagst, dass es ein oder zwei Monate dauert, dann zählst du jeden Tag und fragst dich, ob du es schaffst oder nicht?"
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Das erzeuge Druck, da man leicht das Gefühl einer "Enttäuschung" bekommen könne, wenn der Zeitrahmen nicht gehalten werden kann.
Allerdings sei es auch nicht unbedingt förderlich, ein zu großes Zeitfenster für das Comeback zu wählen. "Wenn wir sagen: 'Okay, das dauert fünf oder sechs Monate', dann arbeitest du darauf hin. Das ist sehr, sehr weit entfernt", so der 34-Jährige, der während seiner Laufbahn bis auf Platz 25 in der Weltrangliste kletterte und 2017 im Viertelfinale der Australian Open stand.

Zverev: Nadal und Federer als Vorbild

Im Zverev-Lager habe man sich daher nach der Operation, die in München stattfand, für einen anderen Weg entschieden. "Deswegen haben wir gesagt, wir denken nicht an Tage, Wochen oder was auch immer. Wir schauen nur darauf, wie es dem Fuß und dem Bein geht, wie Sascha sich körperlich fühlt", unterstreicht Mischa.

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Und noch etwas sei wichtig. Es gehe nicht nur darum, fit auf die Tour zurückzukommen, auch das Level müsse sofort hoch sein. "Sascha möchte auf gar keinen Fall zurückkommen und nicht gut spielen", berichtet der gut neun Jahre ältere Bruder. Man nehme sich da Rafael Nadal und Roger Federer zum Vorbild.
"Rafael oder Roger sind das beste Beispiel. Die kommen zurück und gewinnen Grand-Slam-Turniere - und das hat Sascha auch vor", betont Mischa Zverev. Ein ambitioniertes Ziel, denn noch wartet Deutschlands Nummer eins auf den ersten Major-Titel. Am nächsten dran war Alexander Zverev in der Saison 2020, als er im Endspiel der US Open trotz einer 2:0-Satzführung Dominic Thiem unterlag.

Mischa Zverev: Darum kommt Alex stärker zurück

Mischa Zverev selbst wird bei der Comeback-Arbeit eine tragende Rolle spielen. "Ich bin der Positive mit dem Lächeln auf dem Gesicht, sage immer: 'Okay, wie planen wir unser Training? Wie viele Liegestütze machen wir am ersten, zweiten, dritten Tag? Wie kann man den Gesäßmuskel trainieren?' Ich plane eher voraus. Was können wir jetzt tun, wie können wir die Zeit gut nutzen?"

"Wollen nicht planen": Mischa gibt Update zu Verletzung von Bruder Alexander Zverev

Ob es nun für die US Open reicht oder nicht, Mischa Zverev verbindet mit dem Comeback seines Bruders vor allem eine Hoffnung: "Sascha wird vielleicht noch selbstbewusster zurückkommen. Das ist mein Gedanke, mein Glaube. Ich kenne ihn ja ganz gut und denke, dass er genau das tun und uns allen beweisen wird, dass er es kann."
Gerne mit dem Gewinn eines Grand-Slam-Turniers.
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