Der Sandplatzklassiker von Roland Garros verlangt mitunter extreme Anpassungen.
Wie das aussehen kann, erklärte Alexander Zverev im Exklusiv-Interview mit Eurosport. "Ich bespanne hier meinen Schläger so weich wie noch nie", verriet der Weltranglistendritte nach seinem Auftakterfolg im Gespräch mit Moderator Matthias Stach und Bruder Mischa, der das Turnier als TV-Experte bei Eurosport begleitet.
Was das konkret bedeutet? "21,2 Kilogramm waren es heute", gab Alexander Zverev nach dem Erstrundensieg gegen Sebastian Ofner Einblick in die Geheimnisse der Bespannung seines Schlägers.
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"Normalerweise liege ich bei 23,3 oder 24,3 - ich bin als gut zwei Kilogramm runtergegangen. Für meine Verhältnisse sind das Lichtjahre."

Zverev scherzt mit Bruder Mischa: "Er soll sich 'nen Anzug besorgen!"

Ziel der Maßnahme sei es gewesen, Spin und Aggressivität im Spiel zu fördern.

Zverev trifft auf den 20:0-Punkte-Mann

"Die Bälle waren viel schwerer und langsamer. Das ist nicht ideal für mich. Also bin ich bei der Entspannung extrem runter, um auf der Vorhand den Spin und die Aggressivität zu haben. Auch beim Aufschlag wirkt sich das aus", erläuterte der 25-Jährige, der in der 1. Runde nur eine Stunde und 49 Minuten auf dem Platz stand.
Geht es nach Zverev, darf das so bleiben. Es geht am Mittwoch gegen den 21-jährigen Argentinier Sebastián Báez. International eher ein unbeschriebenes Blatt, für den Hamburger aber nur allzu bekannt. Vor zwei Wochen schlug er den Turniersieger von Estoril in der 2. Runde von Rom mit 7:6 (8:6), 6:3.

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Allerdings trauten die Zuschauer dabei ihren Augen kaum. Báez brachte zu Beginn die ersten fünf Aufschlagspiele mit 20:0 Punkte durch. Der Youngster ließ seine Klasse mehr als einmal aufblitzen.
Zverev ist also gewarnt, mit welcher Bespannung er aber in die Partie geht, hängt nicht vom Gegner, sondern von den Bedingungen ab.

Zverev verrät: Training um 8:00 morgens mit Nadal

Und noch etwas ist interessant im Hinblick auf die Vorbereitung der deutschen Nummer eins auf die Matches bei den wichtigen Events. Zverev hat seinen Bio-Rhythmus umgestellt. "Ich habe meinen Trainingsplan in den vergangenen Monaten sehr verändert. "Ich stehe früher auf, trainiere früher", berichtete der French-Open-Halbfinalist des Vorjahres.
Ein konkretes Beispiel hatte Zverev auch parat. "In Madrid habe ich morgens um 8:00 Uhr mit Rafa Nadal trainiert und bin vorher um 6:30 Uhr aufgestanden. Das hätte es vor einem Jahr nie gegeben", gab der Tennisstar zu.
Vielleicht sind es ja solche Kleinigkeiten, die dem Olympiasieger das letzte Prozentpünktchen bescheren, um in Paris den ersten Grand-Slam-Titel der Karriere einzufahren.
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