Roger Federer traut Rafael Nadal "großartige French Open" zu und hofft auf ein nicht so baldiges Karriere-Ende
Roger Federer hat Rafael Nadal viele Jahre als ärgster Rivale begleitet. Nun hofft der Schweizer, dass sein ehemaliger Widersacher noch länger auf der Tour bleibt. In einem Interview im französischen TV sagte der 42-Jährige, dass er Nadal durchaus noch zutraut, "großartige French Open" zu spielen. Ein großes Fragezeichen stehe allerdings hinter dem Faktor Erholung - besonders nach Fünfsatzmatches.
"Werde das nicht tun": Nadal lässt Karriereende offen
Quelle: Perform
Roger Federer und Rafael Nadal - eine Geschichte großer Rivalität. Zwischen 2005 und 2018 machten die zwei mit Novak Djokovic nahezu alle Grand-Slam-Titel unter sich aus.
Während Federer seine Karriere 2021 nach 20 Major-Siegen beendete, versucht Nadal 2024 nach 22 Grand-Slam-Erfolgen ein letztes Mal an alte Zeiten anzuknüpfen.
Federer hat sich nun zuversichtlich geäußert. "Kann er großartige French Open spielen? Ich denke schon. Der Ruhetag zwischen den Matches ist genau, was er braucht", sagte der Schweizer in einem Interview mit "Télématin".
Der 14-malige French-Open-Gewinner habe in seinen besten Jahren "einen solchen Vorteil" gehabt, "so dass ich denke, dass er immer noch ein großartiges Turnier spielen kann. Ich will keinen Druck auf ihn aufbauen, obwohl er auch damit umgehen kann", sagte Federer.
Federer macht das Nadal-Pensum Sorgen
Ein Grund zur Sorge sei allerdings das Pensum. "Das Problem ist nicht das Level seines Spiels, von außen betrachtet habe ich eher den Eindruck, dass sein größtes Problem die Erholung ist", meinte der 42-Jährige. Nadal selbst könne aktuell nicht beantworten, wie sein Körper auf ein Fünfsatzmatch reagiert.
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Zverev gegen Nadal elektrisiert Paris schon in Runde eins
Quelle: Eurosport
In der ersten Runde von Roland-Garros bekommt es der 37 Jahre alte Spanier mit dem Deutschen Alexander Zverev, Nummer vier der Setzliste, zu tun - wahrlich keine leichte Aufgabe. Es ist die Neuauflage des Halbfinals von 2022. Damals gewann Nadal seinen bis dato letzten Grand-Slam-Titel.
Seit den Australian Open 2023 hat die ehemalige Nummer eins indes verletzungsbedingt bei keinem Major mehr aufgeschlagen.
Nadal soll selbstbestimmt aufhören können
Federer selbst könne Nadal in punkto Karriereende keine konkreten Ratschläge geben. "Ich weiß, wie es sich am Ende anfühlt, aber vielleicht war das bei mir ein bisschen anders, weil ich nicht mehr gespielt habe", sagte der 42-Jährige, der in Paris sechsmal gegen Nadal verlor und letztlich wegen einer Knieverletzung seine Karriere beenden musste: "Was ich sehe, ist jemand, der wirklich alles versucht, auf dem Platz zu stehen."
Er könne sich für Nadal nur wünschen: "Wenn er irgendwann 'Ciao' sagt, dann auf dem Platz und nicht auf der Couch und mir gefällt das, weil er sehr weit von hundert Prozent weg ist. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, die er treffen muss."
Er wünsche ihm, "dass er ein Karriere-Ende findet, das er selbst bestimmt, mit seiner Familie und seinem Team". Allerdings würde er ihn "noch gerne etwas länger auf der Tour sehen als die Leute das vielleicht glauben".
Um Nadal gebe es derzeit viele Gerüchte, wann es zum Karriere-Ende kommen könnte. Federer weiß nichts Genaueres, hofft aber auf noch einige Nadal-Auftritte: "Ich habe vieles gehört, dass er in Roland-Garros aufhören könnte, oder nach den Olympischen Spielen oder auch, dass er kommende Saison noch da sein wird, was ich wirklich hoffe. Ich bin immer noch ein großer Fan von Rafa."
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Wie alles begann: Nadal und sein erster Titel 2005
Quelle: Eurosport
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