French Open 2024: Stefanos Tsitsipas beschwert sich über Carlos Alcaraz' Stöhnen - Mats Wilander: "Er hat einen Punkt"

Stefanos Tsitsipas beschuldigt Carlos Alcaraz im Viertelfinale der French Open, bei einem Ballwechsel im Tiebreak zu lange gestöhnt und ihn damit irritiert zu haben. Der Spanier quittiert Tsitsipas' Diskussion mit der Stuhlschiedsrichterin mit einem schelmischen Grinsen - und kommt zu einem lockeren Dreisatzsieg. Laut Eurosport-Experte Mats Wilander hat der Grieche aber einen validen Punkt.

Diskussion über das Stöhnen

Quelle: Eurosport

Der Stein des Anstoßes ereignete sich im Tiebreak des zweiten Satzes. Tsitsipas hatte sich zuvor von einem Break-Rückstand zurückgekämpft, brauchte diesen Satzgewinn, geriet im Tiebreak aber schnell 1:4 ins Hintertreffen.
Als Tsitsipas dann im folgenden Ballwechsel ans Netz stürmte, stöhnte sein Gegner besonders lang - und der Grieche schlug ins Netz.
Beim folgenden Seitenwechsel beschwerte sich Tsitsipas bei Schiedsrichterin Aurélie Tourte über Alcaraz' "verlängertes Stöhnen", wie es der Grieche bezeichnete. Alcaraz habe "bis eine Millisekunde vor meinem Schlag" gestöhnt. Das habe ihn behindert.
Tourte konnte da aber wenig machen, sprach keine Sanktionen gegen Alcaraz aus. Während Tsitsipas noch mit der Französin diskutierte, ging der Spanier mit einem schelmischen Grinsen an den beiden vorbei zu seiner Bank.

Wilander: "Der längste Stöhner"

Den Tiebreak gewann er schließlich 7:2, den dritten Satz auch - und war durch im Halbfinale.
Nach dem Match diskutierten auch die Eurosport-Experten über Alcaraz' Stöhner und Tsitsipas' Beschwerde. Mats Wilander sagte: "Er ging nicht so lange, bis Tsitsipas schlug, aber es war auf jeden Fall der längste Stöhner von Alcaraz an diesem Abend."
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Tsitsipas beschwert sich: Alcaraz stöhnt zu lange!

Quelle: Eurosport

Er könne "verstehen, dass es jemanden stört, wenn jemand die ganze Zeit stöhnt". Er finde deshalb, "dass Tsitsipas hier schon einen Punkt hat, aber ich weiß nicht, welche Regel man hier anwenden sollte oder wann ein Stöhner zu enden hat".

Henman: "Pure Frustration bei Tsitsipas"

Vielleicht müsse man den Spanier mal selbst fragen, "was genau die Lautstärke und Länge seines Stöhnens beeinflusst, denn es ist nicht immer gleich". Unterm Strich sei Alcaraz einfach "in seinen Kopf gekommen und hat ihn unter Druck gesetzt".
So sah es auch Tim Henman. "Alcaraz hat das mit einem schelmischen Grinsen verfolgt. Ihm war also klar, dass er Tsitsipas jetzt genau da hat, wo er ihn haben wollte", meinte der Brite.
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Viertelfinale: Alcaraz fieselt seinen Lieblingsgegner ab - Highlights

Quelle: Eurosport

Henman weiter: "War der Stöhner zu lang? Ja, das war er. Darf er das? Ja, er darf es. Das war dann einfach nur die pure Frustration bei Tsitsipas."

Tsitsipas spricht von "Voodoo-Zauber"

In der Pressekonferenz nach der Niederlage - der sechsten im sechsten Duell mit Alcaraz für den Griechen - sprach Tsitsipas offen über seine Probleme mit dem Spiel des Spaniers.
"Immer wenn ich gegen Carlos spiele, hab ich das Gefühl, dass er eine Schlagqualität entwickelt, die ich von anderen Gegnern nicht kenne", sagte der 25-Jährige: "Ich finde keine Lösung dagegen. Seine Schläge sind tief, haben viel Topspin. Das bringt mich in Schwierigkeiten. Auf eine gewisse Art überpowert er mich, aber er schafft es auch, in konstruktiver Weise zu tun."
Er müsse in Spielen gegen Alcaraz "irgendwie durch diese mentale Barriere durchkommen". Im Match hatte er sogar "das Gefühl, dass eine Art Voodoo-Zauber im Spiel ist. Ich konnte den Ball einfach nie dorthin bringen, wo ich wollte. Es war wirklich unglaublich."
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Pleiten-Serie gegen Alcaraz: Tsitsipas spricht von "Voodoo-Zauber"

Quelle: Eurosport


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Hoppla! Tsitsipas schießt beinahe die Schiedsrichterin ab

Quelle: Eurosport


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