Carlos Alcaraz und Jannik Sinner nach French-Open-Finale von John McEnroe mit Beatles und Rolling Stones verglichen

Carlos Alcaraz und Jannik Sinner lieferten den Tennis-Fans bei den French Open ein denkwürdiges Finale, bei dem der Spanier nach über fünf Stunden als Sieger hervorging. John McEnroe zog mit einigen Tagen Abstand einen besonderen Vergleich. "Das ist wie die Wahl zwischen den Beatles und Rolling Stones, welche würde man bevorzugen?", fragte der 66-Jährige im Interview mit "Corriere della Serra".

Finale: Alcaraz wehrt Sinner-Matchbälle ab und siegt - Highlights

Quelle: Eurosport

"Die Stones waren unberechenbar, aber manchmal waren die Beatles besser. Wir reden hier von Bands, die wie Jannik und Carlos im Tennis Geschichte geschrieben haben", ergänzte McEnroe.
Das Niveau der beiden sei "das höchste, das ich je gesehen habe - sowohl Jannik als auch Carlos wären in Roland-Garros die Favoriten gegen einen Nadal in Bestform".
Sinner und Alcaraz hätten zudem eine große Präsenz auf dem Tennis-Platz. "Persönlichkeit kann man nicht einfach aufbauen, das sage ich aus Erfahrung: Man wird damit geboren. Alcaraz hat auch Charisma, deshalb sind ihre Duelle so spannend. Beide haben Elemente der Einzigartigkeit."
McEnroe ging sogar einen Schritt weiter: "Carlos ist der talentierteste junge Mann, den ich je einen Schläger habe halten sehen, Jannik ist nicht weit dahinter. Alcaraz ist cleverer, Sinner ist beständiger. Ich bin beeindruckt vom Klang von Janniks Ball."

McEnroe: "Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen ..."

Alcaraz könne sich derweil "mit entwaffnender Leichtigkeit" aus Problemen herauskämpfen. Zu sehen war dies auch im Finale, als er mehrere Matchbälle gegen Sinner abwehrte und das Match noch drehte.
"Carlos ist das größte Geschenk, das uns diese Generation nach den Big Three hätte machen können. Und er ist der einzige Tennisspieler, für den ich eine Eintrittskarte bezahlen würde", schwärmte McEnroe.
Auf die Frage, ob Sinner oder Alcaraz die Grand-Slam-Siege der Big Three übertreffen können, meinte der US-Amerikaner: "Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen hätte ich gedacht, dass Federer, Djokovic und Nadal zwanzig Slams gewinnen würden. Jetzt fragen Sie mich, ob Sinner oder Alcaraz 25 gewinnen können? Für mich klingt das verrückt, aber man soll nie nie sagen."
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Quelle: SNTV


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