French Open in Paris: Carlos Alcaraz nach Halbfinalerfolg gegen Lorenzo Musetti wieder im Endspiel von Roland-Garros

Lorenzo Musetti lieferte Titelverteidiger Carlos Alcaraz im Halbfinale der French Open zu Beginn einen Riesenfight, musste das Match auf dem Court Philippe-Chatrier aber beim Stand von 6:4, 6:7 (3:7), 0:6, 0:2 abbrechen. Der Italiener hatte mit muskulären Problemen zu kämpfen und warf nach 2:25 Stunden das Handtuch. Alcaraz bekommt es im Finale mit Jannik Sinner zu tun, der Novak Djokovic schlug.

Da staunt selbst Alcaraz: Grandioser Punkt für Musetti

Quelle: Eurosport

"Es ist nicht schön, so zu gewinnen. Hoffentlich erholt sich Lorenzo schnell", sagte Carlos Alcaraz: "Er ist ein toller Sandspieler, die ersten beiden Sätze waren wirklich hart." 
Es sei "wirklich traurig", erklärte Lorenzo Musetti. "Ich habe in den ersten beiden Sätzen das beste Tennis meiner Karriere gespielt. Doch dann habe ich etwas hinten am Bein gefühlt, es wurde schlimmer. Ich wollte kein Risiko eingehen, es war die richtige Entscheidung."
Musetti hatte während der Begegnung mit einer schmerzhaften Adduktorenverletzung im linken Bein zu kämpfen.
"Es ist eine andere Gewichtsklasse, so ein Halbfinale bei einem Grand Slam. Das Tempo, das Alcaraz anschlägt, musst du erst einmal mitgehen. Das ist Musetti nicht gewohnt, das war Neuland für ihn", analysierte Eurosport-Experte Boris Becker.

Alcaraz freut sich auf Sinner gegen Djokovic

Im Finale trifft Alcaraz, Nummer zwei im ATP-Ranking, auf den italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner, der den serbischen Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic 6:4, 7:5, 7:6 (7:3) bezwang.
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Becker zu Musetti-Aus gegen Alcaraz: "Eine andere Gewichtsklasse"

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"Das Spiel der beiden werde ich mir nicht entgehen lassen", sagte Alcaraz. Djokovic hatte im Viertelfinale Alexander Zverev aus dem Wettbewerb geworfen.

Alcaraz auf den Spuren von Nadal

Alcaraz wäre der erste Spieler in Paris seit 24 Jahren, der den Männer-Titel erfolgreich verteidigt und dabei nicht Rafael Nadal heißt.
In den Jahren 2000 und 2001 hatte der Brasilianer Gustavo Kuerten triumphiert. 2005 begann dann die Ära von Nadal, der bis 2022 14 Titel gewann.
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"Ein Traum!" Musetti schafft das Break mit wunderschöner Rückhand

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Musetti stand zum zweiten Mal nach Wimbledon 2024 im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Im Vorjahr hatte er in Roland-Garros Olympia-Bronze geholt, dabei hatte er im Halbfinale gegen den späteren Olympiasieger Djokovic verloren. Der Serbe hatte im Finale Alcaraz bezwungen, es ist seine einzige Paris-Niederlage in den vergangenen beiden Jahren.

Musetti legt stark los, Alcaraz wackelt

Vor 15.000 Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier, darunter Schauspiel-Ikone Dustin Hoffman (87), zeigte sich Musetti im ersten Satz als mindestens gleichwertiger Gegner und sicherte sich den Durchgang mit seinem ersten Breakball. Der Spanier machte ungewohnt viele Fehler.
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Alcaraz nach Abbruch-Sieg gegen Musetti: "Nicht schön ..."

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Alcaraz legte danach einen Zahn zu, breakte zum 2:1, der hartnäckige Musetti konterte aber sogleich, machte kaum Fehler.
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Halbfinale: Alcaraz siegt nach Aufgabe von Musetti - Highlights

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Alcaraz musste jeden Punkt hart erarbeiten und ließ sich zu einem ungewohnten Wutausbruch hinreißen - nach dem 3:4 trat er vehement gegen seine Bank. Der Frustabbau half: Mit reichlich Mühe vermied er den 0:2-Satzrückstand.

Becker: "Das ist ein Marathon im Sprint"

Das war letztlich entscheidend, bei Musetti war auf einmal die Luft raus. Alcaraz spielte das Match mit seiner überlegenen Physis runter - bis Musetti nicht mehr konnte.
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Alcaraz probiert's mit Tweener, Musetti bleibt cool

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"Lorenzo hatte im ersten Satz einen klaren Fahrplan. Das ging beim Return und der Positionierung los und bei der Art, wie er die Rallys gespielt und das Tempo rausgenommen hat, weiter", erläuterte Becker. "Nur: Da musst du laufen, das ist ein Marathon im Sprint. Mir war klar, dass Musetti körperlich bei 100 Prozent sein muss, um das über drei oder vier Stunden zu halten."
Weil dies offensichtlich nicht der Fall war, ging das Halbfinale ungeplant früh zu Ende.
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Musetti erklärt Aufgabe gegen Alcaraz: "Traurig, aber ..."

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(mit SID)
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"Sensationell!" Musetti packt den Turbo aus

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