French Open 2025 - John McEnroe kritisiert Holger Rune nach Achtelfinal-Aus und sieht "Probleme mit der Einstellung"

Eurosport-Experte John McEnroe hat am Rande der French Open 2025 mahnende Worte an Holger Rune gerichtet. "In meinen Augen ist Holger der Dritte im Bunde der neuen Big-Three: Alcaraz, Sinner - und ich denke, Rune wird der Dritte sein", lobte der US-Amerikaner zwar den Dänen, der in Roland-Garros im Achtelfinale am Italiener Lorenzo Musetti in vier Sätzen (7:5, 3:6, 6:3, 6:2) gescheitert war.

Achtelfinale: Musetti wackelt nur kurz gegen Rune - Highlights

Quelle: Eurosport

Doch auch wenn er vom Talent des 22-Jährigen überzeugt ist, merkte McEnroe an, dass Rune "eine Menge zeigen" müsse, "um mit den großen Jungs mithalten zu können."
Exemplarisch für das Selbstbewusstsein des Weltranglisten-Zehnten sei eine Begegnung mit McEnroe beim Masters in Indian Wells, bei dem Rune erst im Finale gegen den Briten Jack Draper (2:6, 2:6) verlor: "Ich fragte: 'Wie ist deine Platzierung?' Er sagte: '13'. Ich sagte: 'Du solltest unter den ersten fünf sein'. Er sagte: 'Ich sollte Nummer eins sein'."
Diese Selbstwahrnehmung könne Rune aber bisher noch nicht mit Leistungen rechtfertigen, merkte McEnroe an: "Im Moment glaube ich nicht, dass er die Nummer eins sein kann, aber ich denke, er hat das Potenzial, die Nummer drei oder vier zu sein."
Rune habe außergewöhnliche Anlagen, "aber er hatte auch Probleme mit der Einstellung. In seinem Trainerstab herrscht ein ständiges Hin und Her", kritisierte der siebenmalige Grand-Slam-Champion.
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Top 5: Rune gelingt der "unmögliche" Shot

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McEnroe: Rune "hat noch einiges zu tun"

Dennoch sieht McEnroe die dänische Nummer eins zunehmend auf dem richtigen Weg: "Ich glaube, er erkennt allmählich, dass er viele Spieler mit seiner Einstellung anfangs vor den Kopf gestoßen hat. Aber er hat wohl auch gemerkt, dass man den Jungs etwas Respekt entgegenbringen muss. Mir gefällt, in welche Richtung er sich entwickelt, aber er hat noch einiges zu tun, um diese Lücke zu schließen."
Rune war vor seinem Aus gegen Musetti sowohl im positiven als auch im negativen Sinne in Roland-Garros aufgefallen. Einerseits gelang ihm in der dritten Runde gegen Quentin Halys (4:6, 6:2, 5:7, 7:5, 6:2) ein unglaublicher Schlag ums Netz herum
Andererseits sorgte er in der selben Partie auch für einen unnötigen Eklat wegen eines Fans.
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