French Open - Coach Juan Carlos Ferrero glaubte nach Carlos Alcaraz' Comeback: "Dachte nicht, dass er zurückkommt"
VonNiklas Bien
Publiziert 09/06/2025 um 21:05 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz' Trainer Juan Carlos Ferrero hat verraten, dass er nicht mehr an den Sieg seines Schützlings glaubte. Der vierte Satz neigte sich dem Ende entgegen. Jannik Sinner musste nur noch einen Ballwechsel gewinnen, um erstmals bei den French Open zu triumphieren. Drei Matchbälle und eine epische Aufholjagd später hieß der Sieger Alcaraz. Eine Geste zeigte, warum das Spiel immer offen war.
Finale: Alcaraz wehrt Sinner-Matchbälle ab und siegt - Highlights
Quelle: Eurosport
6:4, 7:6, 4:6, 5:3 (40:0) lautete der Spielstand nach 3 Stunden und 44 Minuten im Finale von Roland-Garros - Sinner, die Nummer eins der Welt, hatte drei Matchbälle zum insgesamt vierten Grand-Slam-Erfolg seiner Karriere auf dem Silbertablett.
Ob Alcaraz hier wirklich noch dagegenhalten kann? Selbst sein Coach Ferrero hielt das kaum noch für möglich. "Beim Stand von 5:3 und 0:40 im vierten Satz dachte ich, dass er nicht mehr zurückkommen könnte", gab der 45-Jährige nach dem Match zu.
Dass sich sein Schützling noch lange nicht aufgeben würde, erkannte der Spanier aber schnell: "Er sah mich an und machte diese kleine Geste mit seinem Schläger, als wolle er sagen: Ich bin noch da. Mit Carlos ist alles möglich."
Tatsächlich: Alcaraz wehrte drei Matchbälle in Serie ab, kämpfte sich in den Tiebreak und glich zum 2:2 aus. Danach war das Momentum merklich geändert. Im Match-Tiebreak ging klar mit 10:2 an den nun fünfmaligen Grand-Slam-Champion.
Mental-Monster Alcaraz
Alcaraz ist einer für die ganz großen Momente. Das steht nicht erst seit gestern fest, wurde aber wohl noch nie so offensichtlich deutlich wie beim Gigantenduell auf der größtmöglichen Bühne, schwärmte Ferrero.
"Ich glaube, er wurde geboren, um diese Art von Momenten zu spielen. Schon als Kind ist er bei Challengern auf die großen Punkte losgegangen. Und jetzt macht er das in Grand-Slam-Finals", so der Coach, der Alcaraz schon lange begleitet.
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Der Matchball: Alcaraz verteidigt Titel nach 5:29 Stunden Wahnsinn
Quelle: Eurosport
Der 22-Jährige blieb auf beeindruckende Art und Weise mental bei sich, zeigte keine Spuren von Nervosität. "Ich habe immer an mich geglaubt. Selbst bei Matchbällen gegen mich habe ich mir gesagt: ein Punkt nach dem anderen", sagte Alcaraz.
Dass Alcaraz genau auf den Tag gleich alt war wie Rafael Nadal bei seinem fünften Grand-Slam-Titel, will Trainer Ferrero nicht zu hoch hängen. Es sei nicht der Tag für Vergleiche: "Es ist ein unglaublicher Zufall, aber wir versuchen, unsere eigene Geschichte zu schreiben."
Der Aufbau einer gigantischen Rivalität
Statt des Vergleichs zwischen Alcaraz und Nadal blickte Ferraro lieber noch einmal auf die gefeierte Partie zwischen dem Spanier und Sinner.
"Für den Sport ist das etwas Unglaubliches. Zu sehen, wie diese beiden Jungs um große Trophäen kämpfen - das ist das Schönste am Tennis", betonte Ferrero.
Seinen Landsmann auf große Spiele gegen den italienischen Kontrahenten vorzubereiten, wird auch in Zukunft zu den wichtigsten Anforderungsprofilen des Trainers gehören.
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