French Open 2026: Alexander Zverev im Finale Favorit - Boris Becker und John McEnroe warnen vor Flavio Cobolli

Alexander Zverev geht als Favorit in das Finale der French Open am Sonntag (15:00 Uhr live bei Eurosport und HBO Max). Das ist die einhellige Meinung unter Tennis-Experten wie Boris Becker und John McEnroe. Die beiden Grand-Slam-Sieger warnten den Deutschen jedoch vor dem Endspiel in Roland-Garros vor Gegner Flavio Cobolli. Nicht nur die körperliche Frische sei ein Vorteil für den Italiener.

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Quelle: Eurosport

"Ein Grand-Slam-Finale ist etwas anderes. Die Emotionen kochen hoch, man wird nervös. Vielleicht ist es ein Vorteil für Cobolli, weil er das noch nicht kennt. Er weiß nicht, was ihn erwartet. Er kennt den Misserfolg nicht", erklärte Becker bei Eurosport.
Zverev hingegen verlor alle seine bisherigen Endspiele bei Grand-Slam-Turnieren (US Open 2020, French Open 2024 und Australian Open 2025). Mit diesem Druck geht der Hamburger nun in sein viertes Finale. Auch McEnroe sieht Zverev in der Favoritenrolle. "Das ist mit Abstand die größte und beste Chance, die er je hatte. Daran besteht kein Zweifel", meinte der US-Amerikaner.
Auch Cobolli werde unter Druck stehen, "wenn es so viel zu gewinnen gibt". Für den Italiener sei aber die gute Nachricht, "dass er alles in allem körperlich extrem frisch ist. Er verlässt sich stark auf seine athletischen Fähigkeiten."
Die Nummer zehn der Setzliste profitierte im Halbfinale von der krankheitsbedingten Absage seines Landsmanns Matteo Arnaldi, hatte also seit Mittwoch spielfrei. Cobolli spiele zudem "für seine Größe einen gewaltigen Ball, aber vor allem sein Aufschlag hat es in sich", warnte McEnroe.
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Zverev Favorit - aber Cobolli ist "gefährlich"

Zudem wisse der in Florenz geborene Tennisprofi, wie man Zverev schlagen kann. In München siegte Cobolli im April gegen den 29-Jährigen 6:3, 6:3.
"Er wird mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen", meinte der US-Amerikaner. Besonders gegen Félix Auger-Aliassime im Viertelfinale habe Cobolli gezeigt, dass er auch mit einem Rückstand umgehen kann: "Einen Satz und einen Break zurückliegend hat er einen Gang zugelegt. Das war beeindruckend. Wenn er auf diesem Niveau spielt, wird er nicht leicht zu schlagen sein."
Becker und McEnroe sehen den Deutschen dennoch als klaren Favoriten. "Er war sehr beständig und fit. Es fühlt sich an, als wäre seine Zeit gekommen", meinte der 67-jährige US-Amerikaner.
Becker sagte: "Zverev hat es verdient. Seit zehn, elf Jahren klopft er schon an die Tür. Er muss genauso bei sich bleiben, druckvoll spielen und nichts an sich ran lassen wie in den letzten Spielen." Cobolli sei jedoch "gefährlich" und werde es dem Weltranglistendritten "nicht leicht machen".
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Aufschlag und mentale Stärke bei Zverev im Fokus

Besonders wichtig wird aus Sicht des Eurosport-Experten erneut der Aufschlag. "Wenn es für ihn schwierig wird, kommen vielleicht seine alten Dämonen wieder zurück", mahnte der 58-Jährige. Gemeint waren die knapp verlorenen Endspiele gegen Dominic Thiem 2020 oder Carlos Alcaraz 2024 nach Satzführung.
Laut Becker wurde Zverev im Turnierverlauf auch "noch nicht wirklich gefordert. Im Match gegen Mensik gab es Momente, als er früh Breakbälle gegen sich hatte. Wenn er den ersten Satz verloren hätte, wäre es eine Herausforderung geworden", so die Vermutung des sechsmaligen Grand-Slam-Siegers.
Für Zverev sei es vor allem eine mentale Sache, bestätigte McEnroe: "Man muss sich bewusst machen, dass man derjenige mit der Erfahrung ist, man diese Situation schon kennt. Dass man eine großartige Chance bekommen hat und diese nutzen will." Bisher sehe es aber so aus, als würde der Deutsche dies umsetzen.
Becker hofft zudem, dass er nach 30 Jahren als bis dato letzter deutscher Grand-Slam-Sieger bei den Herren (Australian Open 1996) endlich einen Nachfolger findet: "Deutschland wird die Daumen drücken. Es ist an der Zeit."
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Quelle: Eurosport


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