French Open - Alexander Zverev vor Grand-Slam-Start in Lauerstellung: Titelchancen durch Alcaraz-Absage gestiegen

Alexander Zverevs Titelchancen bei den French Open sind mit der Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz gewachsen. Allerdings bleibt die Frage, wie er den italienischen Dominator Jannik Sinner, der zuletzt das Masters-Turnier in Rom gewonnen hat, stürzen soll. Der 29-jährige Hamburger gibt sich vor dem Start des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres aber unbeschwert, die Auslosung lief gut.

Er ist wieder da! Djokovic trainiert und scherzt mit Zverev in Paris

Quelle: SNTV

Lässig in Badelatschen vor dem Training, locker beim unbeschwerten Fachsimpeln mit Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic nach einer fokussierten Einheit - das Gewicht der großen Chance bei den French Open ist Alexander Zverev kurz vor dem Start in Paris nicht anzumerken.
Jetzt oder nie? Zverevs Chancen auf den großen Grand-Slam-Coup scheinen auf dem Papier so gut wie lange nicht mehr. Carlos Alcaraz, zuletzt zweimal der Triumphator am Eiffelturm, fehlt verletzt und lässt Zverev in der Setzliste auf Position zwei aufrücken.
Djokovic als möglicher Rivale ist nicht mehr auf dem Level seiner großen Zeiten. Und die Bedingungen am Bois de Boulogne liegen dem Finalisten von 2024 und dreimaligen Halbfinalisten Zverev ohnehin.
Das ganz große Aber trägt den Namen Jannik Sinner, der zu so etwas wie Zverevs Nemesis geworden ist. "Ich muss daran glauben, dass ich ihn schlagen kann", sagte die deutsche Nummer eins jüngst nach dem Achtelfinalaus beim Masters in Rom, das Turnier gewann selbstredend Sinner: "Ich muss daran glauben, sonst können wir ihm den Pokal auch gleich überreichen, ohne das Turnier zu spielen."
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Alexander Zverev darf sich für Roland-Garros 2026 Titelhoffnungen machen

Fotocredit: Getty Images

Bei sechs Masters-Events in Folge räumte der Südtiroler zuletzt ab und geht als ganz großer Favorit in Paris ins Rennen.
Zumal der bislang viermalige Grand-Slam-Champion viel Extramotivation mitbringt: Mit der Trophäe aus der französischen Hauptstadt kann er seine Sammlung bei den Majors komplettieren. In Melbourne, Wimbledon und New York krönte sich Sinner bereits.

Wilander: "Zverev ist einer der größten Profiteure"

Sollte der Weltranglistenerste aber schwächeln, worauf aktuell wenig hindeutet, muss Zverev da sein. 2020 fehlten ihm im Finale der US Open gegen Dominic Thiem nur zwei Punkte - mit mittlerweile 29 Jahren verfolgt er nun noch immer mit großem Einsatz seinen Traum vom Majortitel, den er sich trotz dreier Finalteilnahmen noch nicht erfüllte.
Auftakt gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard auf, der bereits die Turniere von Lyon und Basel (beide 2024) gewann - und für seinen brachialen Aufschlag bekannt ist.
Ein schweres Los erwischten aus deutscher Sicht auch Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier. Struff steht in der 1. Runde dem an Position neun gesetzten Kasachen Alexander Bublik gegenüber.
Altmaier wiederum erwischte mit Félix Auger-Aliassime aus Kanada gar die Nummer vier der Setzliste in Roland-Garros.
Zverev kann insgesamt zufrieden sein mit der Auslosung. Gewinnt der 29-Jährige seine Auftaktpartie, wartet in Runde zwei der Sieger der Begegnung zwischen Tomas Machac (CZE) und Zizou Bergs (BEL).

Zverev: Über Fritz und Djokovic ins Finale gegen Sinner?

Der potenziell stärkste Gegner in Zverevs Viertel des Turnierbaums ist US-Profi Taylor Fritz, dem er zuletzt sechsmal in Serie unterlag. Werden beide ihren Favoritenrollen gerecht, kommt es im Viertelfinale zum Duell.
Vor dem Start in Paris bekam er nun noch einmal frischen Zuspruch von prominenter Seite. "Das Fehlen von Alcaraz eröffnet Chancen - und Zverev ist einer der größten Profiteure", sagte der dreimalige Paris-Sieger und Eurosport-Experte Mats Wilander: "Wenn man sich immer wieder in diese Position bringt, kommt irgendwann der Tag."
Die Konstanz in dieser Saison spricht für Zverev, der bei den Australian Open das Halbfinale erreichte und sich auch bei den Masters zum Dauergast in der Vorschlussrunde entwickelte. Dann hielt immer wieder Sinner das Stoppschild hoch - wie auch im Endspiel von Madrid.

Lokalmatador Bonzi wartet in Runde eins auf Zverev

Für Zverev gilt es nun, den absoluten Willen zu entwickeln, sich aber auch einen guten Schuss der aktuellen Lockerheit zu bewahren. Er braucht das Mindset eines Champions, um tatsächlich um den Coupe de Mousquetaire mitzuspielen.
Zum Auftakt in Paris bekommt es der Hamburger, der in diesem Jahr an Position zwei gesetzt ist, in der 1. Runde mit Lokalmatador Benjamin Bonzi zu tun. Im Viertelfinale könnte es zum Duell mit Angstgegner Taylor Fritz kommen, im Halbfinale wäre ein Aufeinandertreffen mit Novak Djokovic möglich - ehe es im Finale zum Showdown mit Sinner kommen würde ...
(SID)
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Altmaier überrascht gegen Shelton in Hamburg

Quelle: SNTV


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