French Open 2026: Aryna Sabalenkas Einbruch erinnert an 2025 - Eurosport-Experten rätseln nach Viertelfinal-Aus
Paris bleibt für Aryna Sabalenka ein schwieriges Pflaster. Nach dem Halbfinaleinzug 2023 und der Endspiel-Teilnahme 2025 war für die Weltranglistenerste bei den French Open diesmal bereits im Viertelfinale Schluss. Während die Eurosport-Experten Mats Wilander und Chris Evert die windigen Bedingungen für Sabalenkas Einbruch verantwortlich machen, sieht Boris Becker die Gründe im mentalen Bereich.
Viertelfinale: Sabalenka vom Winde verweht - Highlights
Quelle: Eurosport
Die Parallelen waren frappierend. Genau wie im Finale 2025 gegen Coco Gauff gab Aryna Sabalenka auch im Viertelfinale des laufenden Turniers gegen Diana Shnaider eine Satzführung aus der Hand. Genau wie 2025 verlor sie dabei im zweiten und dritten Satz die Fassung, machte leichte Fehler, haderte mich sich und ihrer Box. Und als wäre das nicht schon genug, spielte auch dieses Mal der Wind eine entscheidende Rolle.
"Ich glaube nicht, dass sie gelernt hat, im Wind zu spielen. Vielleicht trainieren sie nicht im Wind", analysierte Eurosport-Expertin Chris Evert Sabalenkas Einbruch beim 6:3, 5:7, 0:6 gegen die Russin Shnaider. Dabei hatte die Nummer eins der WTA-Rangliste im zweiten Satz mit Doppel-Break in Führung gelegen, servierte sogar zum Einzug ins Halbfinale. Doch dann ging nichts mehr. Beim Stand von 5:3 verlor Sabalenka zehn Spiele in Folge und gab das Match noch krachend aus der Hand.
Für die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Evert spielten dabei die starken Windböen auf dem Court Philippe-Chatrier eine große Rolle. "Im Wind brauchst du Beinarbeit – und ihre Beinarbeit ist nicht die beste", sagte die 71-Jährige. Sabalenka bewege sich mit ihren langen Schritten bei normalen Bedingungen zwar gut, im Wind helfe ihr das jedoch nicht.
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Keine Chance für Sabalenka: Shnaiders Aufschlag vom Winde verweht
Quelle: Eurosport
"Wenn du im Wind spielst, musst du kleine Schritte machen", konkretisierte Eurosport-Experte Mats Wilander: "Sabalenka macht große Schritte und schlägt so, als wolle sie durch den Wind hindurchschlagen. Aber weil der Wind den Ball hin und her treibt, verliert man so den richtigen Abstand zum Ball."
Shnaider kommt mit Wind besser zurecht als Sabalenka
Sabalenkas Gegnerin Shnaider habe diese Situation dagegen mit vielen kleinen Schritten "unglaublich gut" gemeistert, so Wilander. Vor allem im Laufe des Matches kam sie im Wind immer besser zurecht.
Allerdings bleibt festzuhalten, dass der Wind bereits seit Matchbeginn durch das Stadion fegte. Also auch in den ersten anderthalb Sätzen, die Sabalenka klar dominierte.
Deshalb wollte die Belarussin dieses Argument in der anschließenden Pressekonferenz auch nicht zählen lassen. Stattdessen erklärte sie, "mental in ein sehr, sehr tiefes, dunkles Loch gefallen zu sein".
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Sabalenka enttäuscht: "Mental in tiefes, dunkles Loch gefallen"
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Ist ein Super-Coach die Lösung für Sabalenka?
Hier setzt auch Eurosport-Experte Boris Becker an. "Sie ist emotional immer an der Grenze, manchmal über der Grenze. Heute war sie emotional darüber", sagte die deutsche Tennis-Legende in der TV-Show Matchball Becker: "Das ist eine ganz klare Schwäche von Sabalenka. Bei ihr ist es nicht die Rückhand, nicht die Vorhand - bei ihr ist es die innere Stabilität, ihre Mentalität."
Die viermalige Grand-Slam-Siegerin könne ihre starken Emotionen zwar oft genug positiv in Leistung ummünzen, manchmal überdrehe sie jedoch. So wie auch im letztjährigen French-Open-Finale gegen Gauff. "Diese Szenen wiederholen sich. Bei jedem Grand Slam hat sie so ein Match", so Becker, der deshalb die Idee in den Raum warf, dass ein sogenannter "Super-Coach", also ein ehemaliger Top-Spieler oder eine ehemalige Top-Spielerin, Sabalenka helfen könnte, in Zukunft besser mit solchen Situationen umzugehen: "Sie muss da etwas ändern."
Sabalenka selbst wollte oder konnte kurz nach dem Match so weit noch nicht denken. Kurzfristig soll dagegen ein sogenannter Rage Room oder Wutraum Abhilfe schaffen, um die Enttäuschung zu verarbeiten: "Vielleicht verbringe ich dort morgen den ganzen Tag und zerstöre alles. Vielleicht hilft es, vielleicht nicht."
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Becker zum Sabalenka-Aus: "Erinnert mich an letztes Jahr"
Quelle: Eurosport
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