French Open 2026 in Paris - Boris Becker plädiert für Revolution im On-Court-Coaching: "Ich bin 100 Prozent dafür"

Eurosport-Experte Boris Becker hat sich zum viel diskutierten Thema "Coaching im Tennis" geäußert und im Rahmen seiner Eurosport TV-Show Matchball Becker Klartext gesprochen. "Ich bin zu 100 Prozent für das Coaching, vielleicht sogar regelmäßig nach dem ersten Satz - auf dem Platz", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger. Dadurch, ist sich Becker sicher, steige das Niveau auf dem Court an.

Beckers Hot Take: "Bin 100 Prozent für Coaching auf dem Platz"

Quelle: Eurosport

Im Oktober 2024 kam die Ankündigung durch den Internationalen Tennisverband ITF: Ab dem 1. Januar 2025 werde das "Off-Court-Coaching", das Coaching von außerhalb des Platzes, auf der ATP und WTA Tour sowie den Grand Slams erlaubt.
Eine Zäsur für den Tennissport, der sich mit dem aktiven Coaching während der Matches eher schwertut.
Immerhin: Bereits 2008 testete die WTA erstmals das Off-Court-Coaching. "Die Damen-Tour, sprich die WTA, war Vorreiter", betonte Boris Becker bei Eurosport.
Allerdings: "Es wurde schon immer gecoacht. Mit Handzeichen, mit Geräuschen, in der Umkleidekabine", blickte Becker zurück.
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Coaching im Profi-Tennis

Fotocredit: Eurosport

Diese Art der Einflussnahme durch die Trainer war streng genommen verboten, wurde aber häufig praktiziert und selten geahndet.

Becker: "Finde es wichtig, Trainer auf den Platz zu lassen"

Becker würde allerdings gerne noch einen Schritt weitergehen, vom Off-Court- zum On-Court-Coaching. "Ich finde es wichtig, den Trainer auf den Platz zu lassen. Vielleicht nach dem ersten Satz, da gibt es sowieso eine längere Pause."
In nahezu jedem anderen Sport gebe es "einen Coach, der seine wichtige Rolle hat" und ausfüllen dürfe.
Bei Sportarten wie dem Basketball werde sogar ein Mikrofon bereitgehalten, um die Worte des Trainers für die Zuschauer zu transportieren. "Das wäre vielleicht übertrieben. Ich finde es aber elementar, erst einmal einzusehen, dass ein Coach wichtig ist, dass er das Match verbessert."

Becker über Melbournes Courtside Box: Richtiger Schritt

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt sich beim Davis Cup oder den Australian Open. Bei ersterem ist das On-Court-Coaching erlaubt, der Teamkapitän sitzt dann neben dem Spieler auf der Bank und darf Tipps oder Anweisungen geben.
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Die Courtside Box von Alex de Minaur bei den Australian Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Bei den Australian Open wurde eine sogenannte "Courtside Box" direkt am Platz installtiert, in der vier Teammitglieder sich aufhalten und coachen dürfen.
"Das ist eine Zwischenlösung", befand Becker. Diese ermögliche aber einen Austausch, was absolut "richtig" sei, unterstrich der Eurosport-Experte.
Man darf gespannt sein, wie es in der Causa Coaching im Tennis weitergeht. Sicher ist nur eines: Die Debatte wird sich fortsetzen ...
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Quelle: Eurosport


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