Wimbledon 2026 - Boris Becker über den neuen Alexander Zverev nach dem Titel in Roland Garros: "Ein anderer Mensch"

Alexander Zverev ist in Wimbledon zum ersten Mal in seiner Karriere ins Viertelfinale vorgestoßen. Das neue Selbstvertrauen nach seinem Sieg in Roland-Garros ist dem Deutschen anzumerken. Im Interview mit der italienischen "Gazzetta dello Sport" hat sich Boris Becker zur neuen Stärke des 29-Jährigen geäußert und warum er auch in den kommenden Jahren ein heißer Titelanwärter bleiben wird.

Highlights: Zverev siegt im Nachsitzen, Djokovic historisch

Quelle: Eurosport

"Für ihn war es eine enorme Erleichterung", sagte Becker, angesprochen auf den French-Open-Titel seines Landsmannes.
"Das sieht man an seiner Körpersprache, daran, wie er spricht und spielt", führte die deutsche Tennis-Legende aus. Zverev sei gar "ein anderer Mensch".
Der fehlende Grand-Slam-Titel war bis zum Großturnier in Paris ein Makel in der ansonsten überaus erfolgreichen Karriere des Weltranglistendritten. Im Endspiel gegen den Italiener Flavio Cobolli hat Zverev diese Lücke geschlossen.
Geht es nach Becker, ist die Titeljagd des 29-Jährigen damit noch nicht beendet. "Ich denke, dass man Zverev von nun an immer zu den Anwärtern auf einen Grand-Slam-Sieg zählen muss", betonte der sechsfache Grand-Slam-Champion.

Becker traut Zverev viel zu

"Wenn es nicht Wimbledon ist, dann werden es die US Open sein, wenn es nicht die US Open sind, dann die Australian Open", versicherte Becker: "Er ist 29 Jahre alt, und wenn die körperliche Verfassung mitspielt, wird er noch mindestens zwei weitere Jahre ein Anwärter bleiben."
Wenn es tatsächlich der zweite Majortitel in Folge werden soll, muss Zverev im Viertelfinale zunächst die Hürde Taylor Fritz (ab 15:30 Uhr im Liveticker) überspringen.
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Flavio Cobolli und Alexander Zverev in Paris

Fotocredit: Getty Images

Die Bilanz spricht indes klar für den US-Amerikaner. Fritz gewann die letzten sieben Duelle gegen Zverev allesamt - drei davon auf Rasen. Zuletzt trafen die beiden Topspieler in Halle aufeinander, wo der Deutsche gesundheitlich angeschlagen mit fortlaufender Spieldauer abreißen lassen musste.
Becker ist trotzdem zuversichtlich. "Er trifft nun auf Taylor Fritz, den Gegner, den er am wenigsten mag. Aber er hat sich die Last von den Schultern genommen", analysierte der 58-Jährige.

Becker: "Beste Gelegenheit für Djokovic"

Im Halbfinale könnte es das Wiedersehen mit Cobolli geben, der dafür zunächst den britischen Wildcard-Starter Arthur Fery aus dem Turnier nehmen muss.
"Eine fantastische Mentalität, eine außergewöhnliche Einstellung, ein unglaublicher Kampfgeist. Das sind Eigenschaften, die ihm niemand nehmen kann", lobte Becker den jungen Italiener.
Im anderen Halbfinale treffen Jannik Sinner und Novak Djokovic aufeinander. Um den serbischen Altmeister zu bezwingen, müsse sich Sinner noch steigern, analysierte Becker. "Ich habe immer gedacht, dass Wimbledon für Djokovic die beste Gelegenheit ist, einen Grand Slam zu gewinnen, und ich glaube, das weiß er", so der ehemalige Trainer des Rekord-Grand-Slam-Siegers.
Es geht in die heiße Phase des Rasenklassikers. Zverev ist mittendrin – und kann es noch länger bleiben.
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Highlights: "Fery"-Tale vor Federers Augen

Quelle: SNTV


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