French Open 2026: Boris Becker sieht bei Jannik Sinner auch mentale Schwierigkeiten - Alexander Zverev jetzt Top-Favorit
Update 29/05/2026 um 00:24 GMT+2 Uhr
Das dramatische Aus von Jannik Sinner in der 2. Runde der French Open hat hohe Wellen geschlagen. "Das ist die größte Sensation bei Grand-Slam-Turnieren in den letzten Jahren", erklärte Eurosport-Experte Boris Becker, der davon überzeugt ist, dass die Probleme des Superstars nicht körperlicher Natur waren. Alexander Zverev befindet sich derweil auf dem besten Wege zum Titel in Roland-Garros.
Becker zum Sinner-Drama: "Das kann nicht körperlich sein"
Quelle: Eurosport
In der Hitze von Paris verlor der Superheld plötzlich seine Kräfte.
Auf dem Court Philippe-Chatrier steuerte Jannik Sinner zunächst souverän der 3. Runde entgegen, doch Schwindelgefühle und schwere körperliche Probleme sorgten für einen beispiellosen Einbruch - und ein sensationelles Scheitern.
"Jannik Sinner galt eigentlich als unschlagbar", sagte Eurosport-Experte Boris Becker in der TV-Show Matchball Becker an der Seite von Moderator Matthias Stach. "Die Sandplatz-Masters Monte-Carlo, Madrid und Rom hat er eindrucksvoll für sich entschieden. Dann serviert er heute zweimal zum Match und bringt es nicht nach Hause."
Angesichts der Geschichte von Sinner war das Drama von Paris nicht unbedingt überraschend. "Das ist sein großes Problem. Gerade wenn es bei den Majors über die volle Distanz geht oder heiß wird, gerät er öfter körperlich - und vielleicht sogar auch mental - in Schwierigkeiten", so Becker.
Becker: "Irgendwann ist dieser Typ auch einmal leer"
Bereits vor dem Turnier hatte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger das Wetter in der französischen Hauptstadt zum größten Gegner von Sinner auserkoren. "Das hat man heute wieder gesehen", unterstrich er.
Sinner selbst hatte auf der Pressekonferenz nach dem Match darauf hingewiesen, dass sich seine körperlichen Probleme bereits am Morgen angekündigt hätten. Die klimatischen Bedingungen auf dem Court wollte er nicht als Ausrede verwenden.
Becker fühlte sich daher in seiner eigenen Annahme bestätigt: "Ich weiß nicht, ob es die Hitze war. Er spielt zwei Stunden und hat plötzlich Krampfansätze", sagte er. "Ich kann das alles nicht glauben und bin der Meinung, dass das alles vom Kopf kam."
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So erklärt Sinner sein überraschendes Aus in Paris
Quelle: Eurosport
Für mögliche Gründe dieses außergewöhnlichen Schwächeanfalls müsse man nicht weit gehen. "Man muss einfach mal rechnen: Jannik ist seit Anfang März nur noch unterwegs. Er spielt in Kalifornien, Florida, Monte-Carlo, Madrid und Rom - und gewinnt immer wieder. Aber irgendwann ist dieser Typ auch einmal leer. Er ist ein Mensch und hat heute einen schlechten Tag erwischt", so der 58-Jährige.
Ein solcher Ausfall könne letzten Endes jedem passieren. Doch gerade bei den Superstars spielt die Belastung abseits des Courts eine noch viel größere Rolle: "In den vergangenen Wochen hat er gespielt wie von einem anderen Stern, war immer auf Sendung, musste immer für alle Fragen herhalten - und dann war das das eine Spiel zu viel."
Aus bei den French Open: Sinner und die mentale Komponente
In den zurückliegenden zwei Jahren rauschte Sinner von einem Meilenstein zum anderen, spätestens seit seinem historischen Erfolgslauf auf Masters-Niveau galt der viermalige Grand-Slam-Turniersieger als unbesiegbar.
War die Selbstverständlichkeit, die in der Öffentlichkeit mit seinen Triumphen einherging, einfach ein Tick zu viel für den 24-Jährigen?
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Wilander über Hitze-Opfer Sinner: "Es passiert ein bisschen zu oft"
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"Für mich kann das nicht körperlich sein, das muss geistig sein. Wir wissen nicht, wie es in ihm aussieht. Wie viel Druck macht er sich?", fragte Becker. "Er meinte, dass er schlecht geschlafen hat. Wenn man sich Gedanken macht und nervös ist, bekommt man nur schwer ein Auge zu."
Zverev jetzt der Top-Favorit in Roland-Garros
Zu einem möglichen Nutznießer des dramatischen Scheiterns von Sinner könnte Alexander Zverev aufsteigen, der in einem möglichen Finale auf den italienischen Dominator getroffen wäre.
Wirft man einen Blick auf den Turnierpfad von Zverev und versieht ihn mit den bestmöglichen Gegnern auf dem Weg ins Endspiel, wähnt Becker die deutsche Nummer eins stets im Vorteil.
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Becker zu Zverevs großer Chance: "Sorry, aber Sascha ist besser"
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"Wenn ich das aus seiner Sicht beurteilen darf: Da gibt es keinen Spieler, vor dem ich mich fürchten muss", versetzte sich der dreimalige Wimbledonsieger in die Lage des Hamburgers.
"Ich meine das mit großem Respekt vor allen möglichen Gegnern. Gegen Quentin Halys und Karen Khachanov ist er Favorit, Rafael Jódar spielt sein erstes Grand-Slam-Turnier, Novak Djokovic ist 39 Jahre alt und Félix Auger-Aliassime ist auf Sand nicht Weltspitze - sorry, da ist Sascha besser", unterstrich Becker.
Sein Fazit ist daher simpel: "Für mich ist er seit heute Top-Favorit auf den Titel."
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Mischa zu Sinner-Drama: "Da kannst du nichts machen"
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