French Open 2026: Das Aus von Jannik Sinner und seine Folgen - wer ist der Favorit auf das Finale in Roland-Garros?
Update 28/05/2026 um 22:06 GMT+2 Uhr
Jannik Sinner ist am Donnerstagnachmittag überraschend in der 2. Runde der French Open gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo ausgeschieden (6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6). Das Scheitern des unter der Hitze eingebrochenen Weltranglistenersten aus Italien sorgte dafür, dass das Ticket für das Finale, das in seiner Hälfte des Tableaus vergeben wird, nun einem völlig unerwarteten Kandidaten zukommt.
"Richtig, richtig bitter!" Sinner kassiert Break in Satz fünf
Quelle: Eurosport
Und plötzlich ist der Weg frei: Bis zum fünften Turniertag galt Jannik Sinner als unausweichlicher Finalist - wenn nicht sogar Triumphator - in Roland-Garros.
Sein dramatisches Aus in der 2. Runde gegen Juan Manuel Cerúndolo stellte bei den French Open (bis 7. Juni live im Stream bei HBO Max) aber alles auf den Kopf. Wer erbt nun seinen sicher geglaubten Platz im Finale, wer kämpft an seiner Stelle um den Coupe des Mousquetaires?
Ein Blick auf den betroffenen Trunierpfad offenbart: Es wird ein Name sein, auf den vor dem zweiten Major des Jahres nur die risikofreudigsten Beobachter gesetzt hätten.
Die Sand-Experten Novak Djokovic, Casper Ruud, Alexander Zverev und Rafael Jódar, welche vor den French Open als kniffligste Herausforderungen für Sinner gehandelt wurden, tummeln sich nämlich in der unteren Hälfte des Tableaus.
Schlägt Sinners Landsmann in Paris zu?
Mit Matteo Berrettini (Wimbledon 2021) und Stefanos Tsitsipas (Australian Open 2023, French Open 2021) finden sich auf der Sinner-Seite des Turnierbaums nur zwei Spieler, denen der Sprung in ein Grand-Slam-Finale bereits gelungen ist. Beide jagen ihren besten Zeiten jedoch hinterher.
Richtet man sich nach der Weltrangliste, ist Félix Auger-Aliassime (6.) zum stärksten Spieler dieses Pfades aufgestiegen. Der Kanadier kegelte den Argentinier Román Andrés Burruchaga aus dem Turnier (4:6, 6:0, 7:5, 6:1).
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Wilander über Hitze-Opfer Sinner: "Es passiert ein bisschen zu oft"
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Dahinter rechnet sich Sinners Landsmann Flavio Cobolli (14.) seine Chance auf das Endspiel aus. Der 24-jährige Cobolli gab in Paris bislang keinen einzigen Satz ab und trifft in der kommenden Runde auf den US-Boy Learner Tien (18.), der bei den Australien Open 2026 schon mit seinem Viertelfinaleinzug geglänzt hatte.
Gelingt Top-Talent Kouamé der ganz große Wurf?
Mit Francisco Cerúndolo (26.), dem Bruder von Sinner-Bezwinger Juan Manuel, ist auf Sand ebenso immer zu rechnen.
Für reichlich Spektakel - auch mit Blick auf die Stimmung in Roland-Garros - könnte auch ein junger Franzose sorgen.
Der 17-jährige Moise Kouamé avancierte am Donnerstag zum fünftjüngsten Spieler der Open Era, der in die 3. Runde eines Majors vordrang. Sein Fünf-Satz-Sieg über Adolfo Daniel Vallejo (6:3, 7:5, 3:6, 2:6, 7:6) war das ideale Bewerbungsschreiben für einen längeren Turnierverbleib.
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Shootingstar dreht auf: Kouamé jubelt ausgelassen nach Satzball
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Fünf Sätze benötigte auch Frances Tiafoe, der Hubert Hurkacz mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:4, 6:7 (1:7), 6:4 in die Knie zwang. Der US-Amerikaner, der 2022 und 2024 bei den US Open immerhin im Halbfinale stand, trifft in Runde drei auf Jaime Faria. Der Portugiese warf Jan-Lennard Struff aus dem Turnier (7:5, 7:6, 6:2).
Weitere Überraschungen darf man ebenso nicht ausschließen: So scheiterte Luciano Darderi, der mit seinem Halbfinaleinzug beim Masters in Rom für Furore sorgte, am Donnerstagabend am argentinischen Außenseiter Francisco Comesaña (6:7, 6:4, 4:6, 6:2, 4:6). Ben Shelton - immerhin Nummer fünf der Welt - ging gegen den Belgier Raphael Collignon unter (4:6, 5:7, 4:6).
Egal wie man diesen Turnierpfad auch dreht, eines steht fest: Das Aus von Sinner lässt die Spieler aus der zweiten Reihe vom ganz großen Wurf träumen.
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Hitze-Drama um Sinner! "Kann keinen klaren Gedanken mehr fassen"
Quelle: Eurosport
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