French Open 2026: McEnroe und Wilander bei Alexander Zverev einig - "Wenn du einen Grand Slam gewinnen willst..."

Alexander Zverev hinterlässt bei den French Open bisher einen bleibenden Eindruck und auch die Tennis-Legenden trauen dem Hamburger inzwischen einen Coup gegen Jannik Sinner zu. Nach dem souveränen Zweitrundensieg des Deutschen gegen Tomas Machac diskutierten Mats Wilander, John McEnroe und Tim Henman bei "TNT Sports" ausführlich über Zverevs Entwicklung. Das Urteil fiel dabei sehr eindeutig aus.

McEnroe und Wilander: Zverev muss mutiger spielen

Quelle: Eurosport

Der Weltranglistendritte hatte sich in Roland-Garros klar mit 6:4, 6:2, 6:2 gegen den Tschechen durchgesetzt und dabei vor allem mit seinem aggressiveren Spiel überzeugt.
Für Mats Wilander ist deshalb klar, dass Zverev inzwischen auch körperlich in der Lage sei, Sinner ernsthaft zu gefährden. "Wenn er weiter so spielt, ist er physisch dazu in der Lage, Sinner zu schlagen", sagte der frühere Weltranglistenerste.
John McEnroe verwies dabei auf das verlorene Australian-Open-Finale 2025 gegen den Italiener. "Zverev hätte Sinner damals physisch herausfordern können, das hat er nicht geschafft", meinte der US-Amerikaner.
Gerade unter heißen Bedingungen würde McEnroe dem Deutschen nun aber deutlich bessere Chancen einräumen. "Bei Hitze hätte Zverev wohl die besten Möglichkeiten. Das wäre perfekt für ihn. Er kann die Hitze besser wegstecken als Sinner und sein Aufschlag kommt dann auch noch besser zum Tragen. Da hätte er einen Vorteil", analysierte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger.

McEnroe über Zverev: "Nadal hat es ihm gesagt"

Besonders interessant: McEnroe verwies zudem auf einen Rat von Rafael Nadal. Der Spanier habe Zverev während gemeinsamer Trainingseinheiten in Paris deutlich gemacht, was ihm zum Grand-Slam-Titel noch fehle.
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"Rafa Nadal hat es ihm gesagt: Wenn du einen Grand Slam gewinnen willst, musst du aggressiver spielen. Du musst deine Chance suchen und dann auch nutzen", erklärte McEnroe. Genau diese Entwicklung erkenne er nun langsam bei Zverev. Gleichzeitig mahnte der US-Amerikaner jedoch zur Vorsicht: "Das war jetzt Tomas Machac. Er muss es auch zeigen, wenn er gegen die Besten der Welt spielt."
Auch Tim Henman sieht die entscheidende Frage inzwischen weniger in der Technik als vielmehr im Kopf des Deutschen. "Das Gute für Zverev ist: Er muss technisch nichts an seinem Spiel ändern", sagte der frühere Wimbledon-Halbfinalist.
Entscheidend sei vielmehr die Positionierung und die Bereitschaft, mutig nach vorne zu spielen. "Es geht einzig darum: Ist er mutig genug, aggressiv zu spielen, wenn sich die Chance ergibt?", erklärte Henman.
Vor allem gegen die absolute Weltspitze müsse Zverev diesen Schritt konsequent gehen. "Wenn er gegen Sinner oder Alcaraz zu zögerlich agiert, beraubt er sich dieser Möglichkeit", sagte der Brite. Deshalb befinde sich Zverev nun in einer entscheidenden Phase seiner Karriere: "Er muss diesbezüglich zulegen und mutiger werden."
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