French Open - Chwalinska-Märchen in Paris rührt Legenden Becker und Wilander: "Die Herzen berührt"

Maja Chwalinska reiste unscheinbar als Nummer 114 der Weltrangliste zu den French Open, kämpfte sich durch drei Qualifikationsrunden und nun sensationell ins Finale. Die 24-Jährige habe mit ihren tollen Auftritten in Roland-Garros "die Herzen der Menschen berührt", schwärmt Eurosport-Experte Mats Wilander. Boris Becker sah es ähnlich. "Die richtige Spielerin steht im Finale", so der Leimener.

Becker und Rittner analysieren Chwalinska-Märchen: "Faszinierend"

Quelle: Eurosport

"An Chwalinskas Spiel fasziniert mich diese Kreativität, diese Spielfreude, das Ballgefühl. Man kann Tennis eben auch spielen, nicht nur arbeiten. Niemand hat das besser gezeigt als Chwalinska heute", lobt Boris Becker bei Eurosport den Zweisatzerfolg der Polin im Halbfinale gegen Diana Shnaider.
In der 58-jährigen Open Era seit 1968 hatte es zuvor nur eine andere Qualifikantin in das Endspiel eines Grand Slams geschafft: Die Britin Emma Raducanu 2021 bei den US Open, die sie prompt gewann.
Aber die French Open 2026 "schreiben Geschichte, wir haben erstmals eine Qualifikantin im Finale. Millionen von Fans haben ihr die Daumen gedrückt", führt Becker aus. "Nichts gegen Shnaider, die ebenfalls ein tolles Turnier gespielt hat, aber ich denke, die richtige Spielerin steht im Finale."
Doch Chwalinska, die am Montag mindestens auf Platz 21 der Weltrangliste klettern wird, begeistert nicht nur mit neun Siegen in Serie und den reinen Ergebnissen auf dem Pariser Sand - sondern auch mit ihrem einzigartigen Spielstil.

Wilander begeistert von Chwalinska: "So klug gespielt"

Im Halbfinale gegen Shnaider unterliefen der Polin in über zwei Stunden Spielzeit nur 17 unforced errors bei 33 Winnern. Am Netz gewann sie starke 71 Prozent der Punkte (zwölf von 17) und glänzte mit drei Lobs sowie mit ihrer äußerst effizienten Geheimwaffe: den Stop-Bällen.
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Halbfinale: Chwalinska gelingt historischer Coup - Highlights

Quelle: Eurosport

Auch Eurosport-Experte Mats Wilander, dreifacher Titelträger in Roland-Garros (1982, 1985, 1988), ist beeindruckt: "Sie hat so klug gespielt. Es ist sehr erfrischend, jemanden mit diesem Spielstil zu sehen."
Die meisten Spielerinnen würden vor allem über die Geschwindigkeit der Schläge punkten, Chawlinska hingegen spiele mit "Spin, Drop Shots und sie versteht das Spiel unglaublich gut".

Corretja nostalgisch: "Erinnert mich an alte Zeiten"

Àlex Corretja, zweimaliger Finalist in Paris (1998, 2001), stimmt zu: "Maja versteht das Spiel, weiß, wie sie spielen muss und wie sie Abwechslung in ihr Spiel bringt."
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Grandioser Passierball von Chwalinska im Halbfinale

Quelle: Eurosport

Die 1,63 Meter große Chwalinska, die bei ihren Aufschlägen "nur" auf maximal 160 km/h kam, weckt bei Corretja Erinnerungen: "Ich bin sehr glücklich, zwei Damen zu sehen, die nicht groß sind und nicht nur hart schlagen. Das erinnert mich an alte Zeiten, als wir mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Höhen gespielt haben, um ins Finale zu kommen."

Andreeva Favoritin im Finale gegen Chwalinska

Nun trifft die 24-Jährige im Finale am Samstag (ab 15:00 Uhr live im TV bei Eurosport, im Stream bei HBO Max und im Liveticker) auf Mirra Andreeva.
Die 19-Jährige dominierte ihr Halbfinale (6:1, 6:3) gegen Marta Kostyuk aus der Ukraine nach Belieben und ist im Endspiel Favoritin.
Doch egal, wie das Finale am Samstag für Chwalinska endet - für Wilander steht fest: "Sie hat die Herzen der Leute berührt, weil sie die Art Tennis spielt, die die Leute verstehen."
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Weltklasse-Konter von Chwalinska im Halbfinale gegen Shnaider

Quelle: Eurosport


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