French Open 2026: Shootingstar Rafael Jódar fordert Alexander Zverev im Viertelfinale - Newcomer der Saison greift an

Mit Rafael Jódar wartet auf Alexander Zverev im Viertelfinale der French Open 2026 die vielleicht spannendste Überraschung des Turniers. Der 19-jährige Spanier gilt als Newcomer der Saison, ist jüngster Spieler in den ATP-Top-100 und begeistert in Paris mit spektakulären Comebacks. Boris Becker und Mats Wilander schwärmen vom enorm talentierten Sandplatz-Spezialisten, Zverev zeigt sich gewarnt.

Achtelfinale: Debütant Jódar holt 0:2-Satzrückstand auf - Highlights

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev geht mit ordentlich Rückenwind, aber auch viel Respekt in das Viertelfinale bei den French Open gegen Shootingstar Rafael Jódar (Dienstag ab etwa 16:00 Uhr im Liveticker und im Stream bei HBO Max).
"Er spielt fantastisches Tennis", sagte der Tokio-Olympiasieger über den 19 Jahre alten spanischen Teenager: "Ich freue mich auf unser erstes Aufeinandertreffen, das hoffentlich sehr unterhaltsam wird."
Durch das anfangs zähe, letztlich aber souveräne 7:6 (7:3), 6:4, 6:1 gegen den niederländischen Nachrücker Jesper de Jong buchte Zverev zum bereits achten Mal sein Viertelfinal-Ticket in Paris.
Im Verlauf des Matches habe er sich gesteigert, sagte Zverev: "Das ist in Ordnung. Wir sind bei einem Grand Slam, wir spielen best-of-five. Da wird nicht jeder Satz gut ausgehen. Es wird Situationen geben, die man halt lösen muss."
Nun wartet mit Jódar allerdings der wohl spannendste Shootingstar auf den Hamburger. Der Spanier ist inzwischen der jüngste Spieler in den Top 100 der ATP-Weltrangliste und sorgt in Paris für Furore.
Das Undenkbare scheint plötzlich nicht mehr ausgeschlossen: Nach Rafael Nadal könnte mit Jódar der nächste Spanier bei seiner ersten Teilnahme in Roland-Garros direkt um den Titel mitspielen.

Zverev-Gegner Jódar "spielt wie die Feuerwehr"

Im April hatte Jódar in Marrakesch seinen ersten Titel auf der ATP Tour gefeiert. Seitdem scheint der Teenager kaum noch zu stoppen zu sein - vor allem auf Sand. "Zverev spielt gegen den Newcomer der Saison. Gerade auf Sand spielt er wie die Feuerwehr", sagte Eurosport-Experte Boris Becker über den jungen Spanier: "Das ist eine echte Herausforderung, ein echter Test."
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Die bestechende Verfassung spiegelt sich auch in der ATP-Weltrangliste wider: Rafael Jódar

Fotocredit: Getty Images

Der 1,91 Meter große Youngster lebt von seinem enormen Tempo und seiner aggressiven Spielweise. Vor allem beeindruckt Jódar aber mit seiner Reife und Widerstandsfähigkeit über die lange Distanz.
Im Achtelfinale drehte der Spanier gegen seinen Landsmann Pablo Carreño Busta einen 0:2-Satzrückstand und gewann nach 3:41 Stunden Spielzeit noch 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:2. Bereits zuvor hatte er gegen Alex Michelsen ein weiteres Fünfsatzmatch überstanden - ein klares Zeichen dafür, dass der Weltranglisten-29. körperlich auf höchstem Niveau bestehen kann.
Das Duell mit Zverev sei "ein Viertelfinale gegen einen der besten Spieler der Welt", sagte Jódar. Die Chance, auf der großen Bühne gegen den Deutschen anzutreten, wolle er "genießen".

Wilander erkannte früh: "Jódar mit unglaublicher Einstellung"

Auch Mats Wilander schwärmte bereits vor Turnierbeginn vom Spanier. "Das Interessanteste an Jódar ist seine Einstellung. Für jemanden, der so jung ist, hat er eine unglaublich gute und sehr bodenständige Einstellung", lobte der frühere Weltranglistenerste.
Wilander sieht im Spiel des Supertalents außergewöhnliche Qualitäten. Jódar spiele "aggressives Tennis und hat bereits starke Waffen sowohl auf der Vorhand- als auch der Rückhandseite. Sein Aufschlag ist noch nicht gut genug, aber das wird sich mit dem Alter verbessern, wie wir es bei vielen Topspielern gesehen haben", erklärte der Schwede.
Auch Zverev weiß, welche Aufgabe auf ihn wartet. Jódar habe "enormes Talent", sagte der Weltranglistendritte: "Ich werde alles dafür tun, dass ich ein super Match zeigen kann - und dann am Ende beim Turnier weiter bin."
"Bislang sei das Turnier "von so viel Unvorhersehbarkeit geprägt, aber Zverev hat es geschafft, jegliche Überraschungen zu vermeiden", befand Ex-Profi und Eurosport-Experte Tim Henman. Mit Deutschlands Nummer eins Jódar "treffen zwei sehr unterschiedliche Spieler mit unterschiedlichem Hintergrund aufeinander. Zverev verfügt natürlich über große Erfahrung, während es für Jódar eine Premiere ist."

Zverev über Jódar: "Sehr jung, der regeneriert sich"

Einen möglichen Fitnessvorteil durch die kräftezehrenden Fünfsatzmatches des Spaniers sieht Zverev derweil nicht. Jódar sei "sehr jung, der regeneriert sich, das ist noch relativ einfach in dem Alter", sagte der Deutsche: "Ich konzentriere mich auf mein eigenes Spiel, mein eigenes Ding."
Nachdem Zverev im vergangenen Jahr im Viertelfinale noch am späteren Finalisten Novak Djokovic gescheitert war und 2024 das Endspiel gegen Carlos Alcaraz verlor, soll diesmal der ersehnte ersten Grand-Slam-Titel gelingen.
(mit SID)
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Achtelfinale: Fonseca weist Ruud in die Schranken - Highlights

Quelle: Eurosport


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