French Open 2026: Wer mischt das Feld hinter Jannik Sinner auf? Thiago Tirante und Rafael Jódar fliegen in Rom hoch

Das Masters-Turnier von Rom läuft auf Hochtouren, die French Open stehen vor der Tür: Die Sandplatz-Saison nähert sich ihrem prestigeträchtigen Schlusspunkt. Aufgrund der Absage von Carlos Alcaraz steuert Jannik Sinner in Roland-Garros vermeintlich unaufhaltsam seinem fünften Grand-Slam-Titel entgegen. Doch auch ohne seinen Erzrivalen wird es Stolpersteine geben - das zeigt sich zurzeit in Rom.

Highlights: Tirante überrascht Cobolli in Rom

Quelle: SNTV

Die Ausgangslage bei einem Major ist einfach: Zwei Wochen, in denen alles zusammenlaufen und jedes noch so kleine Detail perfekt abgestimmt sein muss.
Bei Spielern der Klasse von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz spricht man mittlerweile von einer Selbstverständlichkeit, dass die beiden automatisch in einen solchen Flow finden. Dahinter fehlt es in den entscheidenden Momenten stets an der einen oder anderen Stelle.
Umso größer fällt die Wahrscheinlichkeit für eine Überraschung bei den French Open 2026 (24. Mai bis 7. Juni live im Stream bei HBO Max) aus, welche seit der Absage von Alcaraz wohl so bitter nötig ist wie selten zuvor in den vergangenen Jahren.
Beim Masters-Turnier von Rom empfehlen sich zurzeit zwei frische Namen, die sich auf Sand pudelwohl fühlen und in rund zwei Wochen in der französischen Hauptstadt für reichlich Furore sorgen könnten.

Tirante löst sein Versprechen ein

"Mir bedeutet das sehr viel", erklärte Thiago Augustín Tirante nach seinem überraschenden Triumph über Lokalmatador Flavio Cobolli (6:3, 6:4). "Das ist das beste Jahr meiner Karriere."
Den 25-Jährigen aus La Plata in Argentinien hatte bis zum Masters im Foro Italico niemand so recht auf dem Zettel - trotz seiner vielversprechenden Jugend. Als Junior stieß Tirante nämlich in außergewöhnliche Höhen vor, 2019 gewann er bei den French Open den Titel im Doppel und beendete das Jahr als Nummer eins der Welt.
Bei den Profis wollte der Knoten aber nicht richtig platzen - bis Ende 2025 hatte es das einstige Top-Talent nie über Platz 90 der Weltrangliste hinaus geschafft. In der laufenden Saison gelang ihm jedoch der ersehnte Sprung nach vorn. Und ganz nebenbei ärgerte er etablierte Namen.
Ob Cobolli, Ben Shelton, Francisco Cerúndolo, Tommy Paul oder Cameron Norrie: Fünf Spieler aus den Top 20 räumte Tirante im Jahr 2026 bereits aus dem Weg, in allen Fällen gelang ihm dieses Kunststück auf Sand - zweifellos sein Lieblingsbelag.
Im Live-Ranking der ATP-Tour steht der Argentinier mittlerweile auf Rang 54, nach Rom wird die aktuelle Nummer 69 also erneut eine neue persönliche Bestmarke in der Weltrangliste bejubeln dürfen.

Schneller als sein Schatten: Ein Aufschlagwunder aus Argentinien

Tatsächlich könnte es für ihn noch höher hinausgehen, sollte er im ersten Masters-Achtelfinale seiner Karriere nachlegen. Dort wartet mit Daniil Medvedev bekanntlich ein Spieler, der auf Sand gerne schnell seine Nerven verliert. Um dem US-Open-Sieger von 2021 den Zahn zu ziehen, hat Tirante ein besonderes Ass im Ärmel.
Neun der zehn schnellsten Aufschläge beim Masters von Rom stammen vom Argentinier, gegen Cobolli servierte er zuletzt 230 km/h, in der Runde der letzten 64 feuerte er Norrie die Filzkugel gar mit 238 km/h um die Ohren.
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Thiago Agustín Tirante kennt auf der ATP-Tour nur einen Weg - und der führt nach oben

Fotocredit: Getty Images

Eine Waffe, die ihn bei eigenem Service nahezu unantastbar macht: In Rom kassierte Tirante lediglich zwei Breaks.
Bei Grand-Slam-Turnieren kam er zwar noch nie über die 2. Runde hinaus, seine steile Formkurve auf Sand lässt ihn jedoch zu Recht von Wochen der Überraschungen bei den French Open träumen. Am Dienstagabend könnte er gegen Medvedev (ca. 20:30 Uhr) einen weiteren Vorgeschmack darauf geben.

Jódar kennt keine Leistungsschwankungen

Bereits deutlich weiter - und das in jüngeren Jahren - ist Rafael Jódar. Das 19-jährige Mega-Talent aus Spanien steht in Rom nach seinem Triumph über Learner Tien (6:1, 6:4) zum zweiten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale eines Masters-Turniers. Im Kampf um das Halbfinale erwartet ihn ein Duell mit Alexander Zverev oder Luciano Darderi.
Doch bereits jetzt blickt er auf eine unglaubliche Sandplatz-Saison zurück.
14 Siege feierte der Iberer in 16 Partien, neben seinem Premierentitel in Marrakesch gab es auch den Einzug ins Halbfinale von Barcelona (ATP 500) und ins Viertelfinale von Madrid (ATP 1000) zu bejubeln. Jódar kennt auf rotem Belag keine Leistungsschwankungen, seine Ergebnisse zeichnen das Bild eines Spielers, der nicht mehr versucht, sich einen Platz auf der Tour zu erkämpfen - sondern diesen wie selbstverständlich einnimmt.
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Rafael Jódar mischt die ATP-Tour richtig auf

Fotocredit: Getty Images

Im Live-Ranking steht der junge Spanier auf Platz 29, damit wäre er bei den French Open gesetzt und würde den großen Brocken zumindest in der Anfangsphase aus dem Weg gehen. Und dass das Wunderkind sogar Sinner gefährlich werden kann, bewies es zuletzt in Madrid.
Im Viertelfinale in der Caja Mágica unterlag Jódar dem italienischen Weltranglistenersten zwar in zwei Sätzen (2:6, 6:7), Sinner musste jedoch deutlich mehr investieren als gegen so manch anderen Kontrahenten.
"Es gab Momente, in denen ich auf Augenhöhe mit ihm mithalten konnte", meinte Jódar anschließend selbstbewusst. "Ich hatte die Möglichkeit, gegen ihn ein Match zu spielen, das in vielen Phasen ausgeglichen war. Ich muss analysieren, wie ich diese Punkte gespielt habe und daran ansetzen."
In Roland-Garros zählt Jódar zu den ganz heißen Eisen - und wird hinter Titelfavorit Sinner für den ein oder anderen Höhepunkt sorgen.
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Highlights: Rybakina in Rom nicht zu stoppen

Quelle: SNTV


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