Eurosport
Jamie Murray äußert ernsthafte Bedenken über Zukunft des Doppels im Tennis - Bruder von Andy sorgt sich
Von
Publiziert 26/02/2024 um 16:38 GMT+1 Uhr
Jamie Murray, ehemaliger Weltranglistenerster im Doppel, sorgt sich um die Zukunft des Doppelspiels im Tennis. Der frischgebackene Sieger der Qatar ExxonMobil Open sagte, Doppel sei eine wichtige Disziplin, verliere aber an Anerkennung auf der Tour. Murray bemängelt die mangelnde Wertschätzung des Doppels auf der Tour und plädiert für eine Aufwertung durch eine Überarbeitung des Terminplans.
Jamie Murray (GB) und Michael Venus (NZ) nach ihrem gewonnenen Doppelfinale bei den Qatar ExxonMobil Open
Fotocredit: Getty Images
Der Schotte hat gerade seinen ersten Titel des Jahres gewonnen, gewann zusammen mit seinem Partner Michael Venus die Qatar ExxonMobil Open.
Nun traf Murray gegenüber "Tennishead" ein hartes Urteil bezüglich der Bedeutung des Doppels: "Ich habe das Gefühl, dass das Doppel seinen Zweck oder Wert auf der Tour verliert."
Der ältere Bruder des zweifachen Olympiasiegers Andy Murray kritisierte: "Ich denke, es ist kein guter Weg, den wir jetzt gehen, weil es sich anfühlt, als ob einige Leute uns umbringen wollen", sagte er lachend.
"Es fühlt sich einfach so an, als ob es langsam bergab geht und die Leute irgendwann sagen: 'Das ist scheiße, wir brauchen das nicht'", so Murray.
Murray: "Fünf Spiele an zwölf Tagen sind einfach verrückt"
Dabei könne man der Doppel-Tour mit ein wenig Sorgfalt und Aufmerksamkeit "einen höheren Wert" verleihen. "Ich habe ihnen ein Dokument mit all den Problemen geschickt, die ich sehe." Diese Dinge zu ändern, koste kein Geld, betonte Murray.
Für eine Aufwertung des Turniers sei eine Überarbeitung des Spielplans erforderlich. Murray: "Das Masters 1000 ist ein großes Problem, weil man das Doppelturnier an zwölf Tagen spielt, was einfach lächerlich ist. Fünf Spiele an zwölf Tagen sind einfach verrückt."
Für Murray liegt das Problem darin: "Die Einzelspieler wollen nicht sieben Tage auf das Finale warten, wenn sie in der ersten Runde im Einzel verlieren." Der Doppelspezialist fordert: "Das Doppelturnier sollte am Sonntag beginnen und das Finale sollte am Freitag stattfinden."
Murray ist überzeugt: "Das ist auch für das Turnier wertvoll, denn die Fans werden kommen und zusehen. Es gibt eine Menge kleiner Probleme, die mit ein wenig Sorgfalt und Aufmerksamkeit geglättet werden könnten."
Der 38-Jährige gewann seinen ersten Grand-Slam-Titel bereits 2007, als er zusammen mit Jelena Jankovic in Wimbledon den Mixed-Titel holte. 2016 gewann er im Herren-Doppel die Australian Open und die US Open. Zudem holte er weitere Mixed-Titel in Wimbledon 2017 und bei den US Open 2017, 2018 und 2019.
Das könnte Dich auch interessieren: Nadal, Thiem und Murray im Fernduell um Olympia-Wildcards
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/02/24/3902907-79290908-2560-1440.jpg)
Highlights: Thompson spektakulär! Zverev im Halbfinale raus
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung