Wimbledon soll vom 28. Juni bis 11. Juli stattfinden. Im vergangenen Jahr war der Rasen-Klassiker erstmals seit dem zweiten Weltkrieg ausgefallen. Die Organisatoren gaben bekannt, dass sie dieses Jahr alle Maßnahmen ergreifen wollen, um möglichst flexibel auf veränderte Umstände durch die Corona-Pandemie reagieren zu können.
Die Entscheidung über die genaue Kapazität der Zuschauer soll daher erst "so spät wie möglich" fallen. Doch Murray kritisierte bereits die Coronavirus-Bestimmungen rund um Wimbledon. Denn er ist der Auffassung, dass die Leute "belohnt" werden sollten, wenn sie geimpft sind. Das sagte der 35-Jährige am Rande der French Open.
Der Schotte, der im Doppel und im Mixed bisher sieben Grand-Slam-Titel gewann, meinte, dass die Regierung die Bevölkerung auffordere, sich impfen zu lassen und fragte im Zuge dessen: "Warum also werden diese Leute nicht damit belohnt, dass sie nach Wimbledon fahren dürfen?"
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Auch andere Veranstaltungen im Sommer wie Konzerte oder Stadionbesuche bei der EURO 2020 sollten seiner Meinung nach für Geimpfte wieder möglich sein.
In Wimbledon werden die Spieler und Angehörigen des Turniers wie bei den Grand Slams zuletzt in Hotels wohnen müssen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Murray verstehe allerdings nicht, wieso auch er während des Major-Turniers isoliert in einem Hotel übernachten muss, da er sowieso in der Nähe der Anlage wohne und bis dahin auch vollständig geimpft sei.

Murray kritisiert Preisgeldvergabe bei den French Open

Der 35-Jährige kritisierte allerdings nicht nur die Corona-Maßnahmen in Wimbledon, sondern nach seinem Erstrundensieg im Herrendoppel an der Seite des Brasilianers Bruno Soares in Roland-Garros auch die Veranstalter der French Open aufgrund der Preisgeldverteilung.
"Ich muss fünf Matches gewinnen, um in ein Grand-Slam-Finale zu kommen, in dem ich gegen die besten Spieler der Welt antrete, um dasselbe zu verdienen wie ein Profi, der in der ersten Runde des Einzelspiels verliert", so Murray. Dies sei nicht richtig.
Das Gesamtpreisgeld bei den diesjährigen French Open ist etwa zehn Prozent niedriger als im letzten Jahr. Er erachte es als unfair, dass die Preisgelder im Doppel allerdings mehr gekürzt wurden als im Einzel.
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