Jannik Sinner für drei Monate gesperrt - so wird Alexander Zverev die Nummer eins in der Tennis-Weltrangliste
Jannik Sinner wurde aufgrund eines Dopingvergehens im März 2024 für drei Monate gesperrt. Damit verpasst der Weltranglistenerste im Frühjahr der Saison 2025 vier Masters-Turniere und damit die Möglichkeit, bis zu 4000 Punkte für die ATP-Weltrangliste zu sammeln. Profitieren könnte davon vor allem sein ärgster Verfolger im Ranking: Alexander Zverev. Welche Auswirkungen die Sinner-Sperre hat:
Local favourite Cerundolo upsets top seed Zverev to reach semis in Argentina
Quelle: SNTV
Nach den Australian Open geht es auf der ATP Tour so richtig los. Das Frühjahr ist traditionell gespickt mit einigen hoch dotierten Wettbewerben - sowohl was das Preisgeld angeht als auch im Hinblick auf Weltranglistenpunkte.
Jannik Sinner wird aufgrund seiner dreimonatigen Dopingsperre, die von 9. Februar bis zum 4. Mai andauert, einen Großteil des Tennis-Frühlings verpassen.
Im vergangenen Jahr schlug der Weltranglistenerste beim 500er-Turnier in Rotterdam sowie bei den Masters von Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und Madrid auf.
Dabei erspielte er 2500 Punkte, wovon ihm jene 400 Zähler aus Indian Wells bereits im Vorjahr gestrichen wurden. Der Grund: Bei dem Event in Kalifornien kam es zu den beiden positiven Proben auf das verbotene Steroid Clostebol.
Die restlichen 2100 Punkte kann der Südtiroler aufgrund seiner Sperre nicht verteidigen. Bedeutet: Er fällt bis 5. Mai von aktuell 11830 auf 9730 Zähler.
Sinner gesperrt: Die Chance für Zverev
Davon könnte vor allem Alexander Zverev profitieren. Der Weltranglistenzweite steht bei 8135 Punkten und damit 3695 hinter dem Branchenprimus.
Bei den vier Masters von Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und Madrid holte Zverev in der Saison 2024 nur 800 Punkte. Besonders die beiden Niederlagen in den Achtelfinals von Madrid und Monte-Carlo bieten dem Hamburger nun die Chance, mit Topergebnissen ordentlich Boden gutzumachen.
In dieser Woche wird Zverev vorerst keine weiteren Punkte einfahren, da die 50, die er durch die Niederlage im Viertelfinale von Buenos Aires erzielt hat, nicht zu seinen drei besten Turnieren außerhalb der 1000er- und 500er-Wettbewerbe zählen.
Zverev und Alcaraz jagen Sinner
Diese 50 Punkte könnten ihm aber gutgeschrieben werden, wenn die anderen "kleineren" Turniere, die er auf seinem Konto hat, rausfallen: 100 Punkte für das Halbfinale in Los Cabos 2024 und 50 für das Viertelfinale in München. Da Los Cabos Ende Februar stattfand, wird Zverev aus diesem Turnier "nur" 50 Punkte verlieren.
Alles in allem hat Zverev in den kommenden Wochen und Monaten also sehr gute Chancen, an Sinner vorbeizuziehen - allerdings muss er auch auf Carlos Alcaraz achten. Der Spanier liegt als Nummer drei der Welt nur 625 Zähler hinter dem Deutschen.
| Masters-Turniere | Punkte |
| Turniersieg | 1000 |
| Finale | 650 |
| Halbfinale | 400 |
| Viertelfinale | 200 |
| Achtelfinale | 100 |
| 2. Runde (bei einem 96er-Feld) | 50 |
| 1. Runde (bei einem 96er-Feld) | 10 |
Sinner darf in Rom wieder starten
Positiv für Sinner: Nach Ende seiner Dopingsperre darf der 23-Jährige bei seinem Heim-Masters in Rom wieder antreten. Im vergangenen Jahr ließ er die Roland-Garros-Generalprobe aufgrund von Problemen an der Hüfte sausen.
Alle erspielten Weltranglistenpunkte in der italienischen Hauptstadt werden ihm demnach gutgeschrieben. Zverev hingegen gewann das Turnier im monumentalen Foro Italico in 2024 zum zweiten Mal und hat demnach viel zu verlieren (1000 Punkte).
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Quelle: Eurosport
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