Jannik Sinner öffnet sich in Doping-Debatte: Italienischer Superstar mit ängstlichen Gefühlen nach positiven Tests

Jannik Sinner steht angesichts der im kommenden Jahr stattfindenden Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) weiterhin im Fokus - und hat nun einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt während der ersten Wochen nach seinen positiven Dopingtests gegeben. "Es war eine harte Zeit", erklärte er im Interview mit dem US-Magazin "Esquire". Gerade zu Beginn habe er sich allein gefühlt.

Jannik Sinner hat sich offen zur Dopingdebatte rund um seine Person geäußert

Fotocredit: Getty Images

"Ich konnte mit niemandem darüber reden. Ich konnte mir nicht Luft machen oder Hilfe holen", warf er einen Blick auf das vergangene Frühjahr zurück.
Der italienische Weltranglistenerste wurde im März zweimal positiv auf das anabole Steroid Clostebol getestet. Doch erst einige Monate später - kurz vor den US Open - wurde dieser Umstand veröffentlicht.
"Alle Leute, die mich kannten und mich spielen sahen, wussten, dass mit mir etwas nicht stimmte", führte der zweimalige Grand-Slam-Sieger aus. "Ich hatte schlaflose Nächte, denn selbst wenn man sich seiner Unschuld sicher ist, weiß man, dass diese Dinge kompliziert sind."
Trotz der positiven Tests konnte Sinner weiterhin an Turnieren teilnehmen. "Alle haben sofort die Wahrheit gesagt, und so konnte ich spielen", so der Südtiroler.

Sinner: "Mir wurde klar, wer meine wahren Freunde sind"

Doch ein solcher Vorfall bleibt nun mal haften - selbst wenn der Sportler von jeglicher Verantwortung freigesprochen wurde.
"Danach hatte ich ein ängstliches Gefühl bei den Leuten. Ich ging zum Training in das Clubhaus von Cincinnati und dachte: Wie sehen sie mich an? Was denken sie wirklich von mir? Mir wurde klar, wer meine wahren Freunde sind", sagte Sinner.
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Quelle: Eurosport

Der italienische Superstar ließ sich davon auf dem Court nicht unterkriegen und zeigte sich unter anderem bei den US Open, den ATP Finals und dem Davis Cup von seiner allerbesten Seite, räumte einen großen Titel nach dem anderen ab. Das Jahr schloss er darüber hinaus mit großem Abstand auf die Konkurrenz als Nummer eins der Welt ab.
Das Kapitel Doping ist für Sinner aber noch nicht abgeschlossen. Im September gab die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bekannt, dass sie Berufung gegen den im März von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) verkündeten Freispruch einlegt.
Ein Termin für die Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof wurde noch nicht fixiert, realistisch ist dabei ein Datum nach den Australian Open (12. bis 26. Januar live und on-demand bei discovery+).
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Quelle: Perform


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