Nick Kyrgios legt im Doping-Fall um Jannik Sinner nach und erhebt Vorwürfe: "Die Geschichte stinkt zum Himmel"

Nick Kyrgios ist seit Längerem als Kritiker von den Entscheidungen rund um den Dopingfall von Jannik Sinner aus dem vergangenen Jahr bekannt. Der Australier konnte seit dem Turnier in Miami keine Turniere mehr bestreiten, dennoch bleibt er öffentlich präsent. Im "Unscripted"-Podcast mit dem australischen Rugby-Spieler Josh Mansour legte er in der Sinner-Causa noch einmal nach.

Nick Kyrgios (l.) und Jannik Sinner

Fotocredit: Getty Images

"Er war die Nummer eins der Welt und es besteht kein Zweifel daran, dass er den Sport gemeinsam mit Carlos Alcaraz über die nächsten zehn Jahre tragen wird", sagte Kyrgios in dem Gespräch. "Es ist ja offensichtlich, dass sie ihn zu einem gewissen Grad schützen. Der CEO und alle wichtigen Leute bei der ATP sind alle Italiener. Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel."
Jannik Sinner wurde im März 2024 positiv auf das Mittel Clostebol getestet. Der Südtiroler konnte glaubhaft versichern, dass die Menge unabsichtlich über eine Massage in seinen Körper gelangte. Der positive Befund kam mit langer Verzögerung an die Öffentlichkeit, ein Jahr später wurde Sinner für drei Monate gesperrt, verpasste jedoch kein Grand-Slam-Turnier.
Kyrgios hatte diesen Prozess von Anfang an scharf kritisiert. Nachdem der damalige Weltranglisten-Erste den gleichen Physiotherapeuten wieder eingestellt hatte, schrieb der Australier bei "X": "Wir wurden ausgetrickst, Leute." Die Sperre kommentierte er als zu lasch und "einen traurigen Tag für den Tennis-Sport."
Der Wimbledon-Finalist von 2022 hob immer wieder und auch im Podcast die hohe Qualität Sinners als Tennisspieler hervor. Der Grund, warum er so aufgebracht über den Entscheidungsprozess war, sei, dass er sich selbst die Einnahme unerlaubter Mittel nie vorstellen könne. "Ich will mir jeden Erfolg selbst verdienen", sagte Kyrgios.
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Quelle: SNTV


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